MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1-Testfahrten Barcelona

Alonso gibt dem Ferrari die Sporen

Fernando Alonso erfreute die zahlreich erschienenen spanischen Fans mit der Bestzeit am Donnerstagvormittag, Adrian Sutil beim Comeback auf Rang sieben.

Foto: Ferrari

Die Testwoche in Barcelona geht noch bis zum morgigen Freitag, aber die Teams geben dennoch schon heute Gas, als gäbe es kein Morgen. Grund ist die Wettervorhersage: Der Donnerstag bringt noch einmal Sonne, am Freitag soll Regen aufziehen und eine vernünftige Testarbeit somit nicht zulassen.

Die meisten Teams haben daher schon am Vormittag mit ihren Simulationen eines Rennwochenendes begonnen. Konseqeunz: Das Tempo war bereits vor der Mittagspause sehr hoch.

Im simulierten Qualifying zeigten viele Piloten mit wenig Benzin und frischen weichen Pneus das Potenzial ihrer Fahrzeuge auf. Führend in dieser Disziplin war am Donnerstagvormittag Fernando Alonso.

Der Spanier umrundete den Circuit de Catalunya mit dem neuen Ferrari F138 in 1:21.875 Minuten. Der spanische Nationalheld (Fanplakat auf den Tribünen: "Red Bull verleiht Flügel, aber keine Eier") war somit nur einen Hauch langsamer als McLaren-Mann Sergio Perez (1:21.848) am Mittwoch.

Alonso unternahm mehr als nur die drei simulierten Durchgänge eines Qualifyings (Q1 bis Q3). Der Spanier ließ insgesamt sechs frische Sätze der weichen Mischung aufziehen, um eine noch bessere Zeit zu erzielen.

Alle Versuche endeten nach nur einer schnellen Runde, denn die Pneus lassen schon im zweiten Umlauf um rund eine Sekunde nach. Bei den immer noch recht kühlen Temperaturen von rund 13 Grad Celsius haben alle Teams Probleme mit Graining.

Auch Nico Hülkenberg (Sauber/1:22.160) und Romain Grosjean (Lotus/1:22.188) auf den Plätzen zwei und drei haben ihre Qualifyingruns bereits hinter sich. Pastor Maldonado (5./Williams/1:22.675) war mit über 70 Runden am Vormittag der unangefochtene Dauerrenner im Feld.

Adrian Sutil präsentiert sich bei seinem Comeback bislang stark. Der Gräfelfinger, der nach 452 Tagen erstmals wieder in einem Formel-1-Auto sitzt, fuhr im Force India in 1:22.877 Minuten auf Rang sieben.

Sutil hatte keine Anlaufschwierigkeiten. Bei einigen Installationsrunden zu Beginn des Testtages wurden kleine Anpassungen unter anderem an der Pedalerie vorgenommen, anschließend spulte der Deutsche sein Programm ab, als wäre er nie weg gewesen. Seine beste Runde - erzielt auf der weichen Mischung - war um über eine Sekunde schneller als die persönliche Bestmarke von Paul di Resta am Freitag. Sportlich ist Sutil offenbar voll auf der Höhe.

Zwei der Topteams haben sich am heutigen Tag bislang noch zurückgehalten. Nico Rosberg (Mercedes) absolvierte bislang nur 24 Runden. Der W04 stand aus unbekannten Gründen lange Zeit in der Box. Immerhin war der Deutsche schnell. Rosberg erzielte seine Bestmarke von 1:22.627 Minuten auf der Medium-Reifenmischung. Da könnte am Nachmittag ebenso noch eine deutliche Steiergung folgen wie bei McLaren.

Bei Jenson Button lief es am Morgen nicht rund. Auch der MP4-28 verbrachte mehr Zeit an der Box als auf der Strecke. Der Ex-Champion brachte es bislang auf 23 Umläufe. Seine persönliche Bestzeit (1:22.840 Minuten) erzielte Button auf den harten Pirellis.

Eine Simulation des Qualifyings steht bei McLaren noch aus. Red Bull Racing wird auch noch zulegen. Mark Webber (8./1:23.024) hielt sich bisher sehr zurück. Hinter Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne (9./1:23.983) liegen Max Chilton (Marussia) und Giedo van der Garde (Caterham) mit äußerst großem Rückstand auf den letzten Plätzen.


Testzeiten Tag 3 mittags

Pos  Fahrer                Team            Zeit Rückstand Runden
 1.  Fernando Alonso       Ferrari         1:21.875           51
 2.  Nico Hülkenberg       Sauber          1:22.160  +0.285   43
 3.  Romain Grosjean       Lotus           1:22.188  +0.313   47
 4.  Nico Rosberg          Mercedes        1:22.627  +0.752   29
 5.  Pastor Maldonado      Williams        1:22.675  +0.800   79
 6.  Jenson Button         McLaren         1:22.840  +0.965   29
 7.  Adrian Sutil          Force India     1:22.877  +1.002   39
 8.  Mark Webber           RBR             1:23.024  +1.149   46
 9.  Jean-Eric Vergne      Toro Rosso      1:23.366  +1.491   66
10.  Max Chilton           Marussia        1:26.416  +4.541   33
11.  Giedo van der Garde   Caterham        1:27.344  +5.469   50 

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1-Testfahrten Barcelona

Weitere Artikel:

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford

MotoGP 2026: Aprilia

Aprilia enthüllt RS-GP26

Aprilia Racing startet 2026 nicht nur mit neuer Optik, sondern mit dem Selbstverständnis eines Titelanwärters in die neue MotoGP-Saison

Wer ist der beste Fahrer 2025?

So haben die Formel-1-Teamchefs abgestimmt

Die Formel-1-Teamchefs haben Max Verstappen zum fünften Mal in Folge zum Fahrer der Saison 2025 gewählt - Lewis Hamilton verpasst den Sprung in das Top-10-Ranking

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

Trotz Gerüchten um einen vorzeitigen Abgang von Red Bull wird Gianpiero Lambiase auch 2026 an Bord sein und Renningenieur von Max Verstappen bleiben