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Formel 1-Testfahrten Jerez de la Frontera

Button: Zwei Hütchen als DRS-Punkt

Jenson Button nach dem ersten Testtag - wie sich die neue Aufhängung und die Reifen verhalten, und was sich die Teams für die DRS-Regel ausgedacht haben

Normalerweise gilt der erste Testtag als Einstieg in die neue Saison. Man muss das Auto erst einmal kennen lernen, sich an die neuen Elemente oder sogar an ein neues Team gewöhnen. Zeiten spielen im Normalfall noch keine sonderlich große Rolle. Doch bei McLaren macht sich fast der Eindruck breit, als habe man die ersten Schritte bereits getätigt oder übersprungen - oder nach dem ersten Ausrollen vielleicht verworfen. Jenson Button, der als erstes im MP4-28 Platz nehmen durfte, setzte gestern die erste Bestzeit und bemerkt schon Details am Fahrzeug, während andere erst einmal versuchen, ihr Auto kennen zu lernen.

Doch nicht umsonst ist der Brite mit seinen 228 Starts der erfahrenste Fahrer im Feld. Mit Rookie-Problemen braucht er sich nicht mehr herumschlagen, er konzentriert sich schon auf fortgeschrittene Dinge, wie etwa die neue Vorderradaufhängung des McLaren: "Das Gefühl ist anders", beschreibt der 33-Jährige seine ersten Eindrücke diesbezüglich. "Es gibt positive Dinge, aber natürlich kann nicht immer alles hundertprozentig perfekt sein. Aber man hofft, dass man die positiven Dinge behalten kann, und die negativen Dinge loswird. Darum geht es beim Testen."

Was machen die Reifen?

Womit sich Jenson Button dabei aber nicht alleine rumschlagen muss, sind die neuen Pirelli-Reifen. Für jedes Team ist das "Schwarze Gold" eines der Hauptprobleme in Jerez. Da die Pneus nicht von den Teams gebaut werden, sondern von Pirelli geliefert werden, bilden sie eine große Unbekannte. Auch hier hat sich einiges im Vergleich zu 2012 geändert. "Der Reifen ist schneller, aber das Problem ist: für wie lange?", rätselt der McLaren-Pilot. "Der Verschleiß ist sehr hoch, viele bekommen Probleme mit Graining."

Doch diesmal löst nicht unbedingt der Hinterreifen Kopfzerbrechen aus, schließlich sind die Teams dort stärkeren Verschleiß in Spanien durchaus gewohnt. Vielmehr stört Button das Graining an den Vorderreifen: "Und das ist echt schwierig, in den Griff zu bekommen", findet der Ex-Weltmeister. "Es wird nicht einfach werden mit den Reifen."

Zwei DRS-Zonen in Jerez

Ebenfalls viel diskutiert wurde die neue DRS-Regel. Durfte man das Heckflügelsystem im vergangenen Jahr während der Trainings und der Qualifikation noch auf allen Streckenteilen aufklappen, so ist es 2013 auch dann nur in den vorgeschriebenen Zonen erlaubt. Somit braucht man auch bei den Testfahrten das System nicht mehr willkürlich aktivieren, deswegen haben sich die Teams eine einheitliche Regelung einfallen lassen.

"Wir benutzen es auf den zwei langen Geraden", erklärt Button. Neben der Start- und Zielgeraden spricht der Brite damit auch die Gegengerade vor der Dry-Sac-Kurve an. "Man hat da zwei Kegel hingestellt, die uns sagen, wann wir es benutzen können", veranschaulicht er die Lösung und beschreibt zugleich die Auswirkungen des Systems: "Der Luftwiderstand ändert sich bei Benutzung von DRS natürlich, also sind auch die Schaltvorgänge anders. Mit DRS ist das alles viel sauberer, es beschleunigt wunderbar."

Heute muss Button allerdings das Cockpit räumen, sein Teamkollege Sergio Perez bekommt nun die Chancen auf seinen ersten offiziellen Einsatz im MP4-28. Er wird es sicherlich schwerer haben, sich an das neue Dienstgefährt zu gewöhnen. Aber eine Analyse wie von Button, erwartet man vom Mexikaner sicherlich am ersten Arbeitstag noch nicht.

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