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Formel 1: News

Renault: Kostenobergrenze für F1-Motoren

Die Franzosen wollen bei der Entwicklung der Hybridantriebe sparen, aber trotzdem ein Zeichen für die Umwelt setzen - Sportchef denkt über Budgetbeschränkung nach.

Antriebszulieferer Renault hat sich dafür ausgesprochen, die Ausgaben für die Entwicklung der teuren Hybridmotoren in der Formel 1 zu beschneiden - etwa durch eine feste Budgetobergrenze. Wie der Sportchef der Franzosen Jerome Stoll im Gespräch mit Autosport sagt, sei er weiter vom aktuellen Reglement überzeugt, aber: "Wir haben das Problem mit den Kosten. Wir müssen auf die Ausgaben achten und sicherstellen, dass wir für unserer Investment etwas herausbekommen", so Stoll.

Die Idee ist nicht neu: Bis zum vergangenen Jahr sollten eine einheitliche Homologation und Entwicklungspunkte, sogenannte Token, die preisintensiven Updates der V6-Turbos beschränken. Diese Hürde ist 2017 gefallen, um es den Mercedes-Konkurrenten - und zwar allen voran Renault - zu ermöglichen, ihren Rückstand aufzuholen. Auch wenn es um Ausgaben der Teams geht, ist eine fixe Kostenobergrenze Dauerthema, zuletzt brachte sie Formel-1-Sportchef Ross Brawn auf die Agenda.

Stoll mahnt an, dass den Antriebsherstellern schnell geholfen werden müsste: "Wir müssen herausfinden, wir wir die Entwicklungskosten eines jeden Autoherstellers im Zaum halten oder beschränken können", bekräftigt der Franzose und meint, sich auch aus technologischen Gründen in der Königsklasse zu engagieren. Er wolle mit gesenktem Benzinverbrauch auf der Rennstrecke Zeichen setzen: "Das zeigt, dass man Rennen fahren kann, ohne jemand zu sein, der den Planeten ausrottet."

Günstigere Antriebe stehen im Einklang mit dem Credo des neuen Formel-1-Mehrheitseigners Liberty Media, der sich preiswertere Angebote für Kundenteams wünscht. Die Durchsetzbarkeit einer solchen Regeln jedoch ist problematisch: Konzerne wie beispielsweise Daimler verfügen über so viele Abteilungen und Standorte, dass sich die Ausgaben praktisch nicht kontrollieren lassen.

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