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Formel 1: Interview

Renault verspricht drei Jahre Attacke

Nach drei Jahren des Aufbaus will Renault nun mit dem Angriff auf die Spitzenplätze beginnen; man bleibe dem langfristigen Plan treu.

Renault bläst ab der Saison 2019 zum Angriff, wie Teamdirektor Marcin Budkowski erklärte. Der Hersteller hat Ende 2015 Lotus übernommen und zum Werksteam umfunktioniert, bislang aber auf zählbare Ergebnisse warten müssen, was aber angeblich alles zum langfristigen Plan der Franzosen gehörte.

"Nach drei Jahren Aufbau beginnen nun drei Jahre Attacke", kündigte Budkowski gegenüber Auto Hebdo an. Bislang ist es für Renault seit dem Wiedereinstieg immer bergauf gegangen: Nach den Plätzen neun und sechs gab es in der abgelaufenen Saison Rang vier in der Konstrukteurs-WM. Dabei lag man allerdings deutlich hinter den drei Siegerteams, eines davon mit Renault-Motoren.

"Wir hätten im vergangenen Jahr noch besser sein können, wenn das Kurzfristige unser Ziel gewesen wäre", behauptete Budkowski, "aber wir wollen lieber ein Team aufbauen, das in der Lage ist, Weltmeisterschaften zu gewinnen." Dafür verpflichte man neben etablierten Leuten vor allem talentierten Nachwuchs, der oft direkt von der Universität komme. "Wir investieren in die Zukunft", so der ehemalige FIA-Funktionär.

Gleichzeitig muss er aber zugeben, dass er mit der Entwicklung in der Vorsaison nicht zufrieden gewesen ist: "Unser Fortschritt war schlechter als 2017, und das wissen wir. Wir sind enttäuscht, dass wir nicht näher an die Top 3 kommen konnten, aber das bringt uns dazu, unserer Arbeitsweise abzuändern." Renault sieht vor allem das (noch nicht fixierte) Reglement ab 2021 als große Chance endlich zu reüssieren.

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