MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Liberty soll auf Topteams verzichten

McLaren-Boss Zak Brown fordert den Serieneigner auf, beim neuen Reglement keine Angst vor möglichen Herstellerausstiegen zu haben.

Noch ist nicht klar, wie es in der Formel-1-WM ab der Saison 2021 weitergeht. Das aktuelle Reglement läuft 2020 aus. Für das Jahr darauf gibt es zwar bereits Pläne, doch diese stoßen vor allem bei Ferrari und Mercedes auf wenig Gegenliebe. Im vergangenen Oktober veröffentlichten FIA und Mehrheitseigner Liberty Media Konzepte für die Aggregate ab 2021 und bekamen umgehend ablehnende Rückmeldungen aus Italien und Deutschland.

Während Mercedes klarmachte, dass man mit dem aktuellen Vorschlag nicht einverstanden sei, drohte Ferrari sogar – wie auch schon in der Vergangenheit – mit dem kompletten Rückzug aus der Formel 1. McLaren-Geschäftsführer Zak Brown forderte Liberty nun allerdings dazu auf, sich von diesen Spielchen nicht beeinflussen zu lassen; Liberty müsse sich darauf konzentrieren, was das Beste für den Sport und die Fans sei, nicht darauf, was die Werke wollten.

Die Hersteller müssten sich darauf einstellen, dass Liberty nicht alle glücklich machen werde, sagte Brown und ging sogleich auf die Barrikaden: Er würde lieber ein Team verlieren und dafür zehn neue dazugewinnen, als nur ein oder zwei Rennställe zu haben, die um den WM-Titel kämpfen. Doch würde die Formel-1-WM einen Verlust von Ferrari und möglicherweise auch Mercedes überhaupt verkraften?

Über sein Motorsport Network, dessen Vorsitzender er ist, ließ Brown hierzu verkünden, dass er einen Ausstieg der beiden großen Hersteller für sehr unwahrscheinlich halte; möglich sei aber alles, räumte er ein. Gerade deshalb sei es wichtig, die Rennserie für neue Teams zu öffnen. "Hersteller kommen und gehen, aber der Sport hat immer überlebt", erinnerte der McLaren-Boss an die Vergangenheit.

"Ferrari ist ein besonderer Fall, weil es eben Ferrari ist, aber wir haben auch schon BMW, Toyota und Honda verloren", so Brown, der in den kommenden Monaten turbulente Diskussionen zwischen FIA, Liberty und den Herstellern erwartet. Diese müsse man jedoch so kurz wie möglich halten, denn je länger diese Diskussionen andauerten, umso negativer sei es für die Beteiligten.

"Ich wüsste gerne gegen Mitte der Saison, wie 2021 aussehen wird. Wenn es länger dauert, wird es technisch schwierig", behauptete Brown. Schließlich bräuchten neue Teams und Hersteller einige Jahre, bevor sie für einen Einstieg in die Formel-1-WM bereit wären. Noch ist allerdings nicht klar, wann das Reglement für 2021 tatsächlich finalisiert werden soll.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Das neue Auto für die Formel-1-Saison 2026 konnte bislang noch nicht fahren, nun hat Williams aber zumindest schon einmal die Lackierung für den FW48 gezeigt

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Kurz vor dem Formel-1-Test in Bahrain hat McLaren das finale Design für den MCL40 von Lando Norris und Oscar Piastri präsentiert: Die Farben sind keine Überraschung

Motorenstreit in der Formel 1

Vorwürfe gegen Mercedes: Toto Wolff reagiert

Toto Wolff stellt klar, dass der Mercedes-Motor absolut legal sei - Die Konkurrenz wolle mit gegenteiligen Behauptungen womöglich von eigenen Fehlern ablenken

Aston Martin mit Showcar

Aston Martin zeigt Lackierung für 2026

Aston Martin hat sein Design für 2026 auf einem Showcar präsentiert, obwohl der AMR26 beim Shakedown schon gefahren war: Zündet Adrian Neweys Genie?

Beim Privattest von Rahal Letterman Lanigan Racing am Mittwoch in Homestead fuhr Mick Schumacher seinen IndyCar-Boliden erstmals im Oval, und ist begeistert