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Teil 4: Abgerechnet wird wirklich erst am Schluss

Michi Gamauf

Australien 1986: Alain Prost begründete seinen legendären Ruf

Eine der spannendsten WM Entscheidungen in der Formel-1-Geschichte war sicherlich das Saisonfinale im Grand Prix von Australien 1986 in Adelaide: Für den Titel kamen nur noch Nigel Mansell, der die WM anführte, Alain Prost und Nelson Piquet in Frage. Während Prost und Piquet unbedingt einen Sieg brauchten, war für Mansell schon ein dritter Platz ausreichend.

Mit drei Zehntel Vorsprung holte sich der Brite die Pole Position. In den ersten Rennrunden überließ er Teamkollegen Piquet und Ayrton Senna die Führung, rechnete aber nicht mit den Angriffen der McLaren Piloten Keke Rosberg und Alain Prost, die ihn beide überholten. Rosberg fuhr wie ein Besessener und übernahm ab dem siebenten Umlauf sogar die Spitze.

In der 32. Runde ruinierte Prost seine WM-Chance, als er beim Überrunden mit Gerhard Berger"s Benetton kollidierte: Der Sicherheitscheck mit gleichzeitigem Reifenwechsel warf ihn aussichtslos auf den vierten Platz zurück, da die anderen ohne Boxenstop durchfahren wollten. Nun führte also Rosberg vor Piquet, Mansell und Prost.

Ab der 63. Runde ging das Chaos aber erst richtig los: Keke Rosberg stellte seinen McLaren mit einem kapitalen Reifenschaden ab. Während der neue Spitzenreiter Piquet zum angesagten Reifencheck gerade noch die rettende Box erreichte, explodierte an Mansell’s Wagen bei Tempo 300 der linke Hinterreifen.

Als Piquet wieder aus der Box herauskam, lag er 15 Sekunden hinter Prost und begann seine Aufholjagd mit frischen Reifen. Pro Runde knöpfte der Brasilianer dem Franzosen über eine halbe Sekunde ab, aber am Ende gewann doch Prost mit einem völlig entleerten Tank und verteidigte als erster Fahrer seit Jack Brabham 1960 erfolgreich seinen WM-Titel.

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