MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Teil 4: Abgerechnet wird wirklich erst am Schluss

Michi Gamauf

Australien 1986: Alain Prost begründete seinen legendären Ruf

Eine der spannendsten WM Entscheidungen in der Formel-1-Geschichte war sicherlich das Saisonfinale im Grand Prix von Australien 1986 in Adelaide: Für den Titel kamen nur noch Nigel Mansell, der die WM anführte, Alain Prost und Nelson Piquet in Frage. Während Prost und Piquet unbedingt einen Sieg brauchten, war für Mansell schon ein dritter Platz ausreichend.

Mit drei Zehntel Vorsprung holte sich der Brite die Pole Position. In den ersten Rennrunden überließ er Teamkollegen Piquet und Ayrton Senna die Führung, rechnete aber nicht mit den Angriffen der McLaren Piloten Keke Rosberg und Alain Prost, die ihn beide überholten. Rosberg fuhr wie ein Besessener und übernahm ab dem siebenten Umlauf sogar die Spitze.

In der 32. Runde ruinierte Prost seine WM-Chance, als er beim Überrunden mit Gerhard Berger"s Benetton kollidierte: Der Sicherheitscheck mit gleichzeitigem Reifenwechsel warf ihn aussichtslos auf den vierten Platz zurück, da die anderen ohne Boxenstop durchfahren wollten. Nun führte also Rosberg vor Piquet, Mansell und Prost.

Ab der 63. Runde ging das Chaos aber erst richtig los: Keke Rosberg stellte seinen McLaren mit einem kapitalen Reifenschaden ab. Während der neue Spitzenreiter Piquet zum angesagten Reifencheck gerade noch die rettende Box erreichte, explodierte an Mansell’s Wagen bei Tempo 300 der linke Hinterreifen.

Als Piquet wieder aus der Box herauskam, lag er 15 Sekunden hinter Prost und begann seine Aufholjagd mit frischen Reifen. Pro Runde knöpfte der Brasilianer dem Franzosen über eine halbe Sekunde ab, aber am Ende gewann doch Prost mit einem völlig entleerten Tank und verteidigte als erster Fahrer seit Jack Brabham 1960 erfolgreich seinen WM-Titel.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Marko jetzt RB Ring Botschafter

Helmut Marko erklärt fehlenden "Max-Faktor"

Helmut Marko kennt Max Verstappen besser als fast jeder andere - Und er weiß genau, warum er mit dem aktuellen Red Bull nicht den Unterschied machen kann

Verstappen-Zukunft offener denn je

Verstappen-Zukunft: Was diesmal anders ist

Max Verstappen sagte in Japan, dass er "Lebensentscheidungen" zu treffen habe: Wie realistisch ist ein Abschied und was ist diesmal anders als in den Vorjahren?

Nürburgring-Langstrecken-Serie

Verstappen gewinnt - und wird disqualifiziert

Max Verstappen feiert am Nürburgring einen dominanten Sieg - doch Stunden später wird er disqualifiziert: Ein Teamfehler sorgt für das bittere Ende

FIA-Meeting am Donnerstag

Welche Optionen hat die Formel 1?

Am Donnerstag trifft sich die Formel-1-Elite, um über die neuen Regeln zu reden: Doch was kann überhaupt kurzfristig verändert werden?