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Rallye Dakar 2020

Etappe 5: Aus für Sunderland, Walkner holt auf

Toby Price gewinnt die 5. Etappe, Ricky Brabec weiter in Führung, Sunderland out. Matthias Walkner holt auf. Auto-Leader weiter Carlos Sainz im Mini.

Fotos: KTM & Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Licht und Schatten für KTM auf der fünften Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien. Während Toby Price mit seinem zweiten Tagessieg auf den zweiten Gesamtrang kletterte, ist die Rallye für Sam Sunderland nach einem Sturz zu Ende. Honda-Pilot Ricky Brabec verteidigte Platz eins in der Gesamtwertung. Matthias Walkner verbesserte sich auf Rang sechs.

Die fünfte Etappe führte 564 Kilometer von Al-'Ula nach Ha'il. 353 Kilometer betrug der gezeitete Abschnitt. Der Untergrund wurde wieder vermehrt sandig. Rund 40 Prozent des Terrains bestand aus Dünengürteln. Im Gegensatz zum Vortag wurde heute erneut das Roadbook erst kurz vor dem Start an die Teilnehmer verteilt.

Für Sunderland, den Gesamtsieger von 2017, ist die Rallye zu Ende gegangen. Bei Kilometer 187 stürzte der Brite schwer. Er verletzte sich an einer Schulter und klagte über Schmerzen im Lendenbereich. Sunderland wurde medizinisch betreut und ins Medical Center für weitere Untersuchungen gebracht.

Aus sportlicher Sicht setzte sich am Donnerstag Sunderlands KTM-Teamkollege Price in Szene. Der Australier lag bei den Zwischenzeiten vorne und war auf Kurs zum Tagessieg. Nach knapp vier Stunden Fahrzeit eroberte Price seinen zweiten Etappensieg in diesem Jahr. Im Ziel hatte er etwas mehr als eine Minute Vorsprung auf Pablo Quintanilla.

"Es war ein guter Tag", sagt Price zufrieden. "Ich habe vom Start weg attackiert und habe dann die Honda-Jungs eingeholt. Ricky und sie waren vor mir. Zum ersten Mal bin ich in einer großen Gruppe gefahren, was Spaß gemacht hat. Sie sind sehr konkurrenzfähig und wir müssen versuchen, vor ihnen zu sein."

Quintanillas Husqvarna-Teamkollege Andrew Short folgte als Dritter. Honda-Pilot Brabec, der den Tag als Gesamtführender begann, kam mit drei Minuten Rückstand als Vierter ins Ziel. "Ich weiß nichts über Sand", sagt der US-Amerikaner. "Man musste heute viel über Dünen fahren, aber es waren keine richtigen Sanddünen. Die Gruppe war heute fast den gesamten Tag beisammen."

Walkner ist mit seinem Tag zufrieden

Walkner konnte heute als späterer Starter etwas aufholen, aber im Ziel fehlten dem Österreicher knapp sieben Minuten auf Price. Das bedeutete Platz fünf. "Heute war es ein echt guter Tag, ich fühle mich sehr gut am Motorrad und hatte eine richtige Gaudi beim Fahren", so Walkner. "Zu Beginn verlor ich etwas Zeit da ich viele Fahrer überholen musste - Tempo und Navigation haben aber echt gut gepasst."

In der Gesamtwertung bleibt Brabec an der Spitze. Price verbesserte sich mit seinem Tagessieg vom vierten auf den zweiten Platz. Sein Rückstand auf Brabec beträgt neun Minuten. Die Plätze drei bis fünf im Gesamtklassement halten Kevin Benavides (Honda), Quintanilla und Ignacio Cornejo (Honda). Walkner ist mit 31 Minuten Rückstand Sechster.

Morgen geht es von Ha'il weiter nach Riad. Etwas mehr als 800 Kilometer müssen absolviert werden, wobei 478 gezeitet werden. Am Samstag steht dann der Ruhetag in Riad auf dem Programm.

Ergebnis der 5. Etappe (Top 10):
01. Toby Price (KTM) - 3:57:33 Stunden
02. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +1:12 Minuten
03. Andrew Shoer (Husqvarna) +2:31
04. Ricky Brabec (Honda) +3:03
05. Matthias Walkner (KTM) +6:54
06. Joan Barreda (Honda) +9:07
07. Ross Branch (KTM) +9:42
08. Luciano Benavides (KTM) +10:33
09. Kevin Benavides (Honda) +12:05
10. Paulo Goncalves (Hero) +13:15

Gesamtwertung nach 5 von 12 Etappen (Top 10):
01. Ricky Brabec (Honda) - 19:07:19 Stunden
02. Toby Price (KTM) +9:06 Minuten
03. Kevin Benavides (Honda) +11:32
04. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +16:01
05. Ignacio Cornejo (Honda) +20:25
06. Matthias Walkner (KTM) +30:54
07. Joan Barreda (Honda) +31:24
08. Luciano Benavides (KTM) +34:00
09. Skyler Howes (Husqvarna) +49:47
10. Stefan Svitko (KTM) +56:53

Die Rallye Dakar führte am fünften Tag in Saudi-Arabien wieder in Wüstengebiete und Carlos Sainz spielte die Vorteile des Mini Buggy aus. Der Spanier eroberte seinen zweiten Etappensieg in diesem Jahr und baute damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Nasser Al-Attiyah (Toyota) und Teamkollege Stephane Peterhansel aus.

Die fünfte Etappe führte 564 Kilometer von Al-'Ula nach Ha'il. 353 Kilometer betrug der gezeitete Abschnitt. Der Untergrund wurde wieder vermehrt sandig. Rund 40 Prozent des Terrains bestand aus Dünengürteln und Kamelgras. Im Gegensatz zum Vortag wurde heute erneut das Roadbook erst kurz vor dem Start an die Teilnehmer verteilt.

Nach seinem gestrigen Tagessieg musste Peterhansel heute den Tag eröffnen. Dahinter folgte Al-Attiyah. Aber schon im ersten Drittel hatte Peterhansel einen Reifenschaden und büßte einige Minuten ein. Al-Attiyah übernahm bei Kilometer 150 die virtuelle Führung, aber dahinter war Sainz noch besser unterwegs.

Bei Kilometer 250 führte Sainz die Wertung knapp vor Al-Attiyah an. Peterhansel hatte bis dahin schon sechs Minuten verloren. In diesem Ton ging es auch weiter. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel hatte sich Sainz schon einen Zeitvorsprung von zwei Minuten auf Al-Attiyah herausgefahren. Bis zum Schluss verlor der Toyota-Pilot noch etwas mehr.

Nach einer Fahrtzeit von fast vier Stunden sicherte sich Sainz seinen zweiten Etappensieg in diesem Jahr. Al-Attiyah hatte knappe drei Minuten Rückstand und Peterhansel etwas mehr als sechs. Lokalmatador Yazeed Al-Rajhi (Toyota) zeigte mit der viertbesten Zeit einmal mehr sein Talent auf heimischem Boden.

"Wir haben drei Minuten gewonnen und zum Schluss attackiert", berichtet Sainz. "Ich bin glücklich, weil das Auto sehr gut funktioniert. Zu Beginn der Speziale hatte ich einen Reifenschaden, aber ich konnte die Zeit wieder aufholen. Ich gebe mein Bestes, aber morgen müssen wir die Route eröffnen und es kann ganz anders aussehen."

Zwei Reifenschäden bei Peterhansel

In der Gesamtwertung änderte sich auf den ersten Positionen nichts, aber die Zeitabstände wurden größer. Sainz führt nun knapp sechs Minuten vor Al-Attiyah. "Es war ein guter Tag für uns, aber die Route passte zum Buggy besser als zum Allradler", sagt der Katari. "Wir haben getan, was nötig ist, um Probleme zu vermeiden. Fünf Kilometer vor dem Ziel hatten wir einen Reifenschaden, sind aber weitergefahren."

Peterhansel hat heute Boden verloren und hat als Dritter rund 18 Minuten Rückstand. "Es war heute eine komplett andere Etappe", sagt der Franzose. "Wir hatten zwei Reifenschäden. Einen zu Beginn und dann einen schleichenden Plattfuß in den Dünen. Ich weiß nicht warum. Wir mussten zweimal anhalten und beim zweiten Mal hat mich Carlos überholt."

"Ich versuchte dann Carlos zu folgen, aber er war sehr schnell. Ich war am Limit, um in Reichweite zu bleiben. Dann habe ich Nasser überholt und drei Minuten auf ihn aufgeholt. Zum Schluss sind wir drei gemeinsam ins Ziel gekommen. Es war wie beim Motocross", schmunzelt Peterhansel. Al-Rajhi ist weiterhin Vierter und liegt nun schon eine halbe Stunde zurück.

Morgen geht es von Ha'il weiter nach Riad. Etwas mehr als 800 Kilometer müssen absolviert werden, wobei 478 gezeitet werden. Am Samstag steht dann der Ruhetag in Riad auf dem Programm.

Ergebnis der 5. Etappe (Top 10):
01. Sainz/Cruz (Mini Buggy) - 3:52:01 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +2:56 Minuten
03. Peterhansel/Fiuza (Mini Buggy) +6:11
04. Al-Rajhi/Schiltsow (Toyota) +8:29
05. Terranova/Graue (Mini) +8:52
06. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +11:46
07. Alonso/Coma (Toyota) +12:23
08. Seaidan/Kuzmich (Mini) +12:39
09. Przygonski/Gottschalk (Mini) +12:47
10. Serradori/Lurquin (SRT Buggy) +17:49

Gesamtwertung nach 5 von 12 Etappen (Top 10):
01. Sainz/Cruz (Mini Buggy) - 19:04:13 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +5:59 Minuten
03. Peterhansel/Fiuza (Mini Buggy) +17:53
04. Al-Rajhi/Schiltsow (Toyota) +31:39
05. Terranova/Graue (Mini) +32:05
06. Serradori/Lurquin (SRT Buggy) +44:44
07. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +46:26
08. ten Brinke/Colsoul (Toyota) +1:04:54 Stunden
09. Seaidan/Kuzmich (Mini) +1:43:04
10. Vanagas/Palmeiro (Toyota) +2:08:09

© Motorsport-Total.com

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