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DTM: News

Auer kehrt für BMW in die DTM zurück

Lucas Auer beendet auch seine zweite Monopostokarriere und kehrt in den Schoß der nun von seinem Onkel geleiteten Rennserie zurück.

Autor: Sven Haidinger

Jetzt steht es fest: Lucas Auer wird wie von 'Motorsport-Total.com' berichtet 2020 bei BMW ein DTM-Comeback feiern. Der 25-Jährige wurde von den Münchnern als neuer Werksfahrer für die DTM-Saison bekanntgeben, nachdem Ex-Champion Bruno Spengler sein Cockpit räumen musste und in die US-amerikanische IMSA-Serie abgezogen worden war.

"Willkommen zurück in der DTM, Lucas Auer", freut sich Jens Marquardt auf den hochkarätigen Neuzugang. "Lucas hat in seinen bisher 73 DTM-Rennen sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt und mit vier Siegen und zehn Podestplätzen gezeigt, dass er ganz vorne mitfahren kann. Wir denken, dass er nicht nur aufgrund seines enormen fahrerischen Potenzials, sondern auch mit seiner sympathischen Art sehr gut zu uns passt."

Das ist aber nicht die einzige Bekanntgabe bei BMW: Neben Bergers Neffen wurden auch Marco Wittmann, Philipp Eng, Timo Glock und Sheldon van der Linde für die Saison 2020 bestätigt, während Joel Eriksson nach seinem zweiten DTM-Jahr nicht mehr berücksichtigt wird. Dadurch sind fünf von sechs DTM-Cockpits belegt.

So erklärt Marquardt den Umbau im DTM-Sextett

Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica ist nach seinem erfolgreichen Young-Driver-Test in Jerez nach wie vor im Rennen und ein heißer Kandidat auf den sechsten Platz bei Jens Marquardts Truppe. Doch wie erklärt der BMW-Motorsportdirektor den Umbau der DTM-Fahrertruppe? "Bei vier unserer Fahrer setzen wir in der kommenden Saison auf Kontinuität", sagt Marquardt.

"Marco Wittmann ist mit seinem Speed und seiner unglaublichen Konstanz in jeder Saison ein absoluter Leistungsträger in unserem DTM-Aufgebot. Er holt nahezu immer das Maximum aus seinen Möglichkeiten heraus", lobt er den Drittplatzierten in der vergangenen Meisterschaft. "Timo Glock hatte in der vergangenen Saison viel Pech, an seinem Speed am Steuer des BMW M4 DTM besteht jedoch für uns kein Zweifel."

Eng habe 2019 "vor allem in der ersten Saisonhälfte fantastische Leistungen gezeigt, an die er hoffentlich im kommenden Jahr anknüpfen kann." Und auch van der Linde, der in seiner Rookie-Saison eine Pole holte, aber auch Kritik von Marquardt erntete, habe ihn "überzeugt. Wir sehen bei ihm großes Potenzial, das er 2020 hoffentlich noch häufiger ausschöpfen wird."

Eriksson-Aus: GT-Einsätze für BMW dennoch geplant

Für Eriksson, der in seinen zwei DTM-Jahren einen glücklichen Sieg im Vorjahr in Misano, drei Podestplätze und die Gesamtränge 14 und elf einfuhr, ist kein Platz mehr im DTM-Aufgebot. "Wir haben gemeinsam mit ihm einige Highlights erlebt und sind aktuell in Gesprächen über weitere gemeinsame Einsätze im Rahmen unseres GT-Engagements", stellt Marquardt klar, dass das DTM-Aus keine komplette Trennung bedeuten muss.

Nun darf man aber vor allem gespannt sein, ob es Auer gelingen wird, bei BMW nach der enttäuschenden Saison 2019 für frischen Wind zu sorgen. "Meine Vorfreude auf die DTM-Rückkehr mit BMW ist riesig", ist die Motivation beim Österreicher jedenfalls groß. "Ich war in meiner Karriere schon mehrere Male mit BMW-Motorsport in Kontakt, aber diesmal hat alles zusammengepasst", spielt er darauf an, dass er bereits im Vorjahr bei BMW in der DTM Thema war.

Auers Kampfansage: Nach Japan-Jahr noch stärker

Auer entschied sich damals aber dafür, in der japanischen Super Formula als Red-Bull-Juniorpilot sein Glück zu versuchen, um die nötigen Superlizenzpunkte für die Formel 1 zu erlangen. Nachdem dieser Plan scheiterte, kehrt der Neffe von DTM-Boss Gerhard Berger in die Tourenwagenserie, in der von 2015 bis 2018 für Mercedes an den Start gegangen war.

Bei 73 Starts gelangen dem Österreicher vier Siege, zehn Pole-Positions und ein sechster Platz in der Gesamtwertung 2017. Auffällig ist vor allem seine Qualifying-Bilanz: Auer fuhr bei 14 Prozent seiner DTM-Qualifyings auf die Pole - aus dem aktuellen DTM-Feld hat nur Champion Rene Rast, dem dies bei 22 Prozent seiner Qualifyings gelang, eine bessere Quote.

"Jetzt zähle ich schon die Tage, bis ich das erste Mal im Auto sitze", kann Auer sein DTM-Comeback kaum noch erwarten. "In Japan habe ich im vergangenen Jahr persönlich noch mal einen guten Schritt nach vorn gemacht. Es wird nun darum gehen, sich schnell wieder auf die DTM einzustellen. Aber da mache ich mir keine Sorgen."

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