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Vorschau: Die Trucks

Wie Mitsubishi bei den Autos und KTM bei den Motorrädern, ist KAMAZ bei den Trucks das Siegerteam. Umso peinlicher war da die Niederlage 2007...

Johannes.Gauglica@motorline.cc

Gleich beim ersten richtigen Werksauftritt konnte MAN mit dem Holländer Hans Stacey der „Roten Armee“ aus Tatarstan den Sieg wegschnappen. Es war eine filmreife Story vom Triumph des Underdogs, und der Titel der Fortsetzung steht schon fest: „MAN with a Mission 2“ – holländischer Humor mit Sinn für Publicity!

Es gibt jetzt zwei Klassen innerhalb der LKW-Kategorie: Stacey und Philippe Jacquot steuern die beiden stark modifizierten Super-Trucks auf Basis des MAN TGA, Frans Echter und Geert Verhoeven zwei seriennahe Exemplare. Aber die Tataren sinnen auf Rache.

Wladimir Tschagin und seine Crew hatten bei dem Überschlag, der sie aus der Dakar 2007 warf, eine Menge Glück – wenn 9 Tonnen Metall einmal im Flug sind, hält sie nichts mehr auf. Der routinierte Fünffach-Sieger aus Russland möchte diesen Fehler sicherlich schleunigst wieder ausbügeln. Seine Teamkollegen bei KAMAZ-Master sind Ilgizar Mardejew, der Zweitplatzierte 2007, und Firdaus Kabirow. Der Truck namens KAMAZ 4926-9 hat sich äußerlich seit Jahrzehnten nicht verändert, aber wozu auch, solange er gewinnt?

Etwas überraschend auf Platz 3 war voriges Mal Aleš Loprais mit dem Tatra. Sein Onkel Karel Loprais - "Monsieur Dakar" - war über Jahre einer der Stars bei den Trucks; er hat sechsmal gewonnen. Jetzt geht das Loprais’sche Familienunternehmen in die nächste Generation. Man vertraut ganz auf ein einziges Rennfahrzeug: Den Tatra 815-2 ZO R45 12.400 4x4.1 (um ihn beim vollen Namen zu nennen). Private Tatra fahren in den Händen von Tomas Tomecek und Andre de Acevedo. Seit 2001 haben die Tschechen nicht mehr gewonnen, jetzt wird es langsam wieder Zeit...

Noch ein Familienprojekt: Jan und Gerard De Rooy sind wieder mit zwei GINAF-Renntrucks dabei. Die meiste Technik kommt von DAF, die Motoren aber von Iveco. Vater und Sohn De Rooy haben bereits einiges an Wrackteilen auf dem afrikanischen Kontinent zurückgelassen; zuletzt legte Gerard 2006 einen Salto hin. Wuf van Ginkel und Marcel van Vliet steuern die beiden offiziellen GINAF-Trucks, hier kommt der Motor von Caterpillar.

Auf einen DAF „pur“ vertraut Privatier Hans Bekx, einer der vielen Wiederholungstäter in der LKW-Klasse, die Jahr für Jahr zuverlässig die Dakar unter die großen Räder nehmen. Ebenso wie Terohito und Yoshimasa Sugawara mit ihren „kleinen“ Hino, meist die schnellsten in der Klasse unter 10 Liter Hubraum. Oder Giacomo Vismara mit dem Iveco Trakker. Oder Martin Macik mit dem Liaz Baujahr 1989.

Der Sieger des Jahre 1997 steht, wie auch letztes Mal, wieder auf der Nennliste - hoffentlich ist er diesmal auch wirklich dabei. Um den Sieg kämpft er aber nicht: Johann Peter Reif wird einen Support-Truck des KTM-Teams fahren.

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