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BES: 24h von Spa

Schwere Unfälle am Beginn des 24 Stunden-Rennens

Der schnelle und gefährliche Ardennenkurs zeigte mehrmals seine Zähne. Nach langer SC-Phase führt der WRT Audi #77. Ragginger mit großem Rückstand.

Foto: Brecht Decancq Photography / Brecht Decancq

Der schnelle und gefährliche Ardennenkurs von Spa-Francorchamps hat in der Anfangsphase des 24-Stunden-Rennen schon mehrmals eine Zähne gezeigt. Eine Serie schwerer Unfälle überschatteten die ersten drei Stunden des Rennens, von denen fast die Hälfte hinter dem Safety-Car gefahren wurde. Nachdem die erste Rennstunde noch ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen war, krachte es nach gut 90 Minuten erstmals in der Eau Rouge.

Wjatscheslaw Malejew war mit dem SMP-Ferrari mit der Startnummer 100 innen über den Randstein gefahren, drehte sich daraufhin und schlug heftig in die Reifenstapel ein, die das Auto wieder auf die Strecke zurückschleuderten. Dort hatte Alex Buncombe im Nissan mit der Startnummer 80 Glück, dass er dem Ferrari-Wrack ausweichen konnte. Malejew konnte dem zerstörten Auto aus eigener Kraft entsteigen und humpelte leicht.

Zur Bergung des Fahrzeugs schickte die Rennleitung für etwa 15 Minuten das Safety-Car auf die Strecke. Unmittelbar nach dem Restart musste das Führungsfahrzeug wieder auf die Strecke gehen, denn Tim Mullen war mit dem McLaren MP4-12C mit der Startnummer 101 des Teams Van Ryan in dem schnellen Linksknick vor der Blanchimont-Kurve in die Reifenstapel eingeschlagen.

Der Vorderwagen des McLaren wurde dabei komplett abgerissen, die Fahrertür ebenfalls. Bilder der Bergungsmaßnahmen wurden nicht gezeigt. Laut einer offiziellen Mitteilung von McLaren ist Mullen aber bei Bewusstsein und derzeit auf dem Weg in ein Krankenhaus, wo er untersucht werden soll.

Nachdem diese Unfallstelle aufgeräumt wurden war, kam das Rennen aber wieder nicht in Gang. Dieses Mal flog Karim Ojjeh im McLaren 85 mit Xavier Massen am Steuer.

Und als ob diese Unfälle für die Piloten nicht Weckruf genug gewesen wäre, ging auch der nächste Neustart schief. Nun kollidierten gleich vier Autos in der Eau Rouge und machten das Chaos perfekt. Für den Beechdean-Aston Martin 50, den zweiten Boutsen-Ginon-McLaren 458 des Teams GT Corse by Rinaldi war damit Endstation.

Angesichts dieser Unfallserie rückten die kleineren Dramen fast schon in den Hintergrund. So fuhr Jörg Müller im zwischenzeitlich führenden Marc-VDS-BMW mit der Startnummer 66 bei einem der Neustarts auf einen Konkurrenten auf und musste sein Auto mit beschädigten Frontpartie in die Box fahren. Gelaufen ist das Rennen bereits für den Wochenspiegel-Porsche des Manthey-Teams, der einen Motorschaden erlitt.

Durch das extrem zerfahrene Rennen ist der Blick in die Gesamtwertung bisher kaum aufschlussreich. Kurz vor Vollendung der dritten Rennstunde führte der WRT-Audi 77 von Dirk Werner, Lucas Luhr und Markus Palttala. Auf Rang drei lag der Sainteloc-Audi #26 von Gregory Gulivert, Edward Sandström und Stephane Ortelli.

Martin Ragginger drehte am Beginn des Rennens einen Nissan um,.dannerlitt er einen Reifenschaden und schlug mit dem Heck voran in die Reifenstapel ein. Zwar konnte der Salzburger den Porsche #188 von Fach Auto Tech an die Box schleppen, doch dabei entstand bereits ein beträchtlicher Rückstand von acht Runden.

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