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USCC: Daytona

Drama in der Dämmerung

Der Panoz Deltawing kollidiert mit einem gestrandeten PC-Oreca. Corvette dominiert die GTLM. Die Österreicher befinden sich im Mittelfeld der Klassen.

Fabian Bonora
Fotos: IMSA, Ford: Twitter

Die Startphase der 24 Stunden von Daytona verlief beinahe problemlos. Pole-Setter Mikhail Aleshi wurde bereits in der ersten Kurve vom HPD-Ligier von Oswaldo Negri überrumpelt. Luis Felipe Derani setzte sich ebenfalls am Russen vorbei und übernahm am Ende der ersten Runde sogar die Führung.

Das Debüt des Ford GT war nach der ersten halben Stunde schon verpatzt. Mit Getriebeproblemen rollte der GT mit der Nummer 67 bereits aus. Für die erste Safety-Car-Phase sorgte dann der Mazda-Prototyp von Tom Long, ebenfalls mit Getriebedefekt. Drei weitere sollten folgen.

Dann rollte der zweite Ford GT von Joey Hand mit defektem Not-Aus-Schalter im Banking aus und löste die nächste Safety-Car-Phase aus. Kurz bevor der Abschleppwagen ankam, konnte Hand seinen Ford mit der Nummer 66 in Bewegung setzen. Das Full-Course-Yellow nutzten die Daytona-Prototypes um in Führung zu gehen.

Währenddessen kämpfte sich Katherine Legge im Panoz Deltawing von ganz hinten nach ganz vorne. Auf der Ovalstrecke setzte sich Legge zuerst an Negri vorbei, dann übernahm man zeitweise in der dritten Rennstunde sogar die Führung. Aber nach dem ersten Fahrerwechsel auf Andy Meyrick setzte sich der Ford-DP #02 von Chip Ganassi, das Schwesterauto von Alex Wurz, an die Spitze. Eine Zeitstrafe warf das Deltawing-Team dann weiter zurück. Meyrick hatte beim Boxenstopp zu früh den Gang eingelegt und hatte auf der Hebe-Anlage stehend durchdrehende Räder.

Kurz nach Mitternacht unserer Zeit brach dann die Dämmerung über den Daytona International Speedway herein. Für eine Schrecksekunde sorgte dann nach knapp vier Stunden der PC-Oreca von Chris Cumming von Starworks Motorsport. Cumming strandete in der ersten Kurve und fand einen äußerst schlechten Parkplatz mitten auf der Fahrbahn.

Es passierte das unvermeidliche: Der Deltawing kam unter Gelb mit deutlichem Geschwindigkeitsüberschuss an und krachte ins Heck des PC-Oreca, welcher dabei über einen Meter in die Luft katapultiert wurde. Am Funk beschwerte sich Fahrer Andy Meyrick über seinen Spotter. Nach einer gegenseitigen Schuldzuweisung bestätigte Meyrick, dass er die Warnung nicht gehört habe. Der Deltawing musste auf den Abschleppwagen, beide Piloten blieben unverletzt.

Nach dem Restart der Safety-Car-Phase kam es dann zu einem amerikanischen Duell. Der Gesamtführende Jamie McMurrey im Ford-DP wurde vom Spitzenreiter in der GTLM-Klasse Tommy Millner in der Corvette in einen Dreher gezwungen. Beide Autos konnten weiterfahren, die #02 wurde aber ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Die Führung übernahm daraufhin der Mazda-Prototyp mit der Nummer 55.

Im Moment führt der Honda HPD Ligier von Olivier Pla (#60) nur acht Sekunden vor dem Mazda. Sechs Autos befinden sich noch in der gleichen Runde.

Nicholas Boulle (#52) ist in der PC-Klasse im Oreca FLM09 hauchdünn vor Mark Williams (#54).

In der GTLM-Klasse dominieren beide Werks-Corvettes, allerdings mit dem Porsche 911 GT3 R (#912) und dem Risi-Ferrari im Nacken.

Die GTD-Klasse wird vom Lamborghini Huracan GT3 angeführt, den auch Mirko Bortolotti pilotiert.

Die Österreicher nur im Mittelfeld

Norbert Siedler konnte seine Pole-Position nicht wirklich verwerten. Im Moment liegt Siedler im Porsche auf GTD-Rang zehn (Gesamt 35), auf die Spitze fehlt schon eine Runde. Der Tiroler fuhr, ebenso wie Alex Wurz, den Startstint. Der GTD-Aston Martin von Mathias Lauda fährt im Moment auf Klassen-Rang acht (Gesamt 33).

Nach einer tollen Eröffnung positioniert sich der Ford-DP von Alex Wurz auf dem vierten Gesamtrang. Auf die Spitze fehlen nur mickrige 13 Sekunden. Le-Mans-Kollege aus dem ehemals feindlichen Porsche-Rennstall Brendon Hartley sitzt im Moment im Auto.

Der Riley-BMW von Thomas Gruber fährt für den guten Zweck und auf dem 39. Platz, damit bildet man das fahrende Prototypen-Schlusslicht.

Der Lamborghini Huracan GT3 mit der Nummer 28 von Konrad-Motorsport, den auch Franz Konrad bewegt, fiel auf den 20. Rang in der GTD-Klasse zurück. Kurioser Zwischenfall beim zweiten Konrad-Huracan mit der Nummer 21: Beim unvorsichtigen Aussteigen beim Fahrerwechsel riss der Fahrer sämtliche Funk-Leitungen neben dem Fahrersitz heraus. Der Vorfall kostete gute fünf Minuten.

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