MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallycross-WM: Lohéac

Kristoffersson führt enge Spitze in Q1 an

Johan Kristoffersson vorne, doch vier Verfolger innerhalb von einer halben Sekunde: Im ersten Qualifying der WRX in Loheac ging es eng zu.

Fotos: FIA World Rallycross

WM-Spitzenreiter Johan Kristoffersson (PSRX-Volkswagen) hat die erste Runde der Vorläufe beim neunten Rennwochenende der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) im französischen Loheac gewonnen, doch als klarer Favorit kann der Schwede noch nicht gelten. Denn hinter ihm platzierten sich in einem kompakten Spitzenfeld mit Sebastien Loeb (Peugeot-Hansen), Mattias Ekström (EKS-Audi), Petter Solberg (PSRX-Volkswagen) und Timmy Hansen (Peugeot-Hansen) vier Verfolger innerhalb von einer halben Sekunde.

Kristoffersson war im ersten Rennen von Q1 gestartet und hatte sich dort beim Start gegen Timmy Hansen durchgesetzt. Der Peugeot-Pilot hing dem WM-Führenden in den ersten beiden Runden im Heck und ging schon im zweiten Umlauf in die Joker-Runde. Doch auch dieser strategische Kniff brachte ihn nicht an Kristoffersson vorbei.

Im zweiten Rennen taktierte sich Solberg nach einem durchschnittlichen Start nach vorne. Der Norweger ging schon im ersten Umlauf in die Joker-Runde und konnte anschließend bei freier Bahn das Tempo seines Polo GTI ausspielen. So konnte er sich in Runde drei am bis dahin führenden Ken Block (Hoonigan-Ford) vorbeiquetschen, als dieser aus der Joker-Runde kam. Timo Scheider (MJP-Ford) belegte in diesem Rennen Rang drei und liegt nach der ersten Runde der Vorläufe auf Gesamtrang neun.

Im dritten Rennen gewann Ekström den Start vor Loeb, doch es war schnell ersichtlich, dass der Franzose schneller fahren kann. Folgerichtig ging er im zweiten Umlauf in die Joker-Runde und übernahm in der Schlussrunde die Führung, nachdem auch Ekström "gejokert" hatte.



Anschließend verpasste Andreas Bakkerud (Hoonigan-Ford) im vierten Rennen die Chance auf eine bessere Platzierung. Drei Runden lang hing er hinter dem etwas langsameren Reinis Nitiss (EKS-Audi) fest, fuhr aber nicht in die Joker-Runde. Das tat hingegen Nitiss in Umlauf drei. Erst ab dann konnte Bakkerud sein schnelleres Tempo ausnutzen. Zwar gewann der Norweger das Rennen, doch seiner Siegerzeit war in der Gesamtwertung nur für Rang sieben gut.

Das fünfte Rennen war das langsamste von allen. Kevin Eriksson (MJP-Ford) feierte einen Start-Ziel-Sieg, belegt mit seiner Zeit aber nur Position zehn in der Gesamtwertung von Q1. Pech hatte in diesem Rennen Rookie Nico Müller (EKS-Audi), der sich lange stark gegen die etablierte Konkurrenz behauptete, in der Schlussrunde aber bei einer Berührung mit Kevin Hansen (Peugeot-Hansen) vorne links die Antriebswelle beschädigte. Als aktuell 24. wartet in den weiteren Vorläufen eine Menge Arbeit auf den DTM-Piloten, wenn er sich seinen Traum von WM-Punkten oder dem Halbfinaleinzug erfüllen will.

Die zweite Runde des Qualifyings startet in Loheac gegen 16:40 Uhr.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallycross-WM: Lohéac

Weitere Artikel:

MotoGP Le Mans 2026: Bericht

Jorge Martin besiegt Marco Bezzecchi

Aprilia-Festspiele in Frankreich: Jorge Martin setzt sich gegen Marco Bezzecchi durch und feiert seinen ersten GP-Sieg mit der RS-GP - Ai Ogura erstmals auf dem Podium

Die FIA verbietet ab Miami den Overtake-Boost im Regen - eine kurzfristige Regeländerung, die Strategie und Sicherheit entscheidend beeinflussen könnte

Valtteri Bottas über Mercedes-Zeit

"Ich hasste den Rennsport"

Valtteri Bottas spricht offen über mentale Probleme während seiner Zeit bei Mercedes und verrät, wie sehr ihn die Saison 2018 neben Lewis Hamilton belastet hat

Max Verstappen bekommt bei seinem Debüt die ganze Härte der 24h Nürburgring zu spüren: Eine defekte Antriebswelle kostet dreieinhalb Stunden vor Ende den Sieg

Der Tod von Alessandro Zanardi erschüttert die Motorsportwelt: DTM-Fahrer teilen emotionale Erinnerungen an eine außergewöhnliche Persönlichkeit

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…