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DTM: Nürburgring

Doppelschlag für Rene Rast im Eifel-Krimi

Rene Rast gewinnt packendes zweites DTM-Rennen am Nürburgring, Auer scheidet gut platziert aus, Eng fällt zurück.

Der Sieg im zweiten DTM-Rennen am Nürburgring geht erneut an Rene Rast. Der Audi-Fahrer überquerte nach 40 Runden vor Paul di Resta (2./Mercedes) und Marco Wittmann (3./BMW) die Ziellinie und sicherte sich seinen dritten Saisonsieg 2018 und den zweiten in der Eifel. Durch die maximale Punktausbeute am Wochenende kletterte Rast auf Platz drei in der Gesamtwertung und ist bester Nicht-Mercedes-Fahrer.

Seit es Punkte für das Qualifying gibt, hatte bisher noch kein Fahrer die volle Punktzahl (56) an einem Wochenende für zweimal Pole-Position und zweimal Rennsieg geholt. Rene Rast ist der erste Fahrer, dem dieser Erfolg gelang.

"Ich kann gar nicht beschreiben, was dieses Wochenende passiert ist. Zwei Siege, zwei Poles - das hat noch niemand geschafft in der DTM", jubelt Eifel-Doppelsieger Rast. "Dass ich es dieses Wochenende geschafft habe, kann ich noch gar nicht wirklich glauben. Es war ein sehr, sehr hartes Rennen, ähnlich wie gestern. Wirklich eine gute Pace gehabt, Anfang bis Mitte des Rennens, und zum Schluss nur noch ums Überleben gekämpft. Brutal schwierig, aber natürlich mega happy. Das Team hat mir ein super Auto hingestellt, die Boxenstopps waren perfekt. Da gibt's nichts zu meckern."

Die Top 10 komplettierten Bruno Spengler (4./BMW), Gary Paffett (5./Mercedes), Joel Eriksson (6./BMW), Augusto Farfus (7./BMW), Philipp Eng (8./BMW), Pascal Wehrlein (9./Mercedes) und Robin Frijns (10./Audi). Timo Glock wurde 16. Lucas Auer musste seinen Mercedes in der 34. Runde aufgrund von Bremsproblemen in der Box abstellen.

In der DTM-Fahrerwertung bleibt Gary Paffet in Führung und hat 206 Punkte auf dem Meisterschaftskonto. Auf dem zweiten Gesamtrang liegt Paul di Resta (204) vor dem neuen Drittplatzierten Rene Rast (149). Edoardo Mortara (138) rutscht auf Platz vier, Marco Wittmann (137) ist Fünfter.

"Es ist einfach unglaublich! Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ein fantastisches Wochenende für Rene: zwei Siege, zwei Pole-Positions. Ich weiß nicht, wie er das gemacht hat", kann Audi-Motorsportchef Dieter Gass sein Glück kaum fasse. "Das konnten wir zu Beginn der Saison so nicht erwarten. Wir haben nie aufgegeben, haben weiter gekämpft und das Auto im Rahmen der Möglichkeiten Stück für Stück verbessert. Ich bin sehr glücklich!"

Lucas Auer kam beim Start sehr gut weg und kam vom fünften auf den zweiten Platz nach vorne. Polesetter Rast kam ebenfalls gut weg und behauptete die Führung. Paffett und Eng waren die Verlierer am Start und wurden auf die Positionen fünf und neun zurückgereicht. Green musste schon am Ende der ersten Runde aufgrund einen Reifenschadens in die Box kommen und sich neue Reifen holen.

In der zweiten Runde versuchte Glock den zweitplatzierten Auer zu überholen und fuhr in die rechte Seite des Mercedes. Die Rennleitung bestrafte den BMW-Mann mit einer Durchfahrtsstrafe.

Paffett schloss auf den Führenden Rast auf und nutzte sein DRS, um am roten Audi #33 vorbeizugehen und die Spitzenposition zu übernehmen. Rast wehrte sich aber mit fairen Mitteln und ließ den Briten nicht kampflos vorbei. In der Folge konnte sich der amtierende DTM-Champion etwas absetzen, sodass Paffett aus dem DRS-Fenster fiel. Dahinter war Bruno Spengler auf dem dritten Platz in Lauerstellung.

Bei Paffetts Boxenstopp gab es Probleme mit dem rechten hinteren Rad und der Mercedes-Mann verlor rund fünf Sekunden an der Box. Der Rückstand des Briten auf den Führenden Rast im Audi vergrößerte sich auf zwölf Sekunden an. Paffett fiel sogar hinter di Resta und die drei BMW von Wittmann, Eriksson und Eng zurück. Rasts erster Verfolger war Paul di Resta, der mit acht Sekunden Rückstand auf Platz zwei unterwegs war.

"Von der Pace war der Tag heute sicher besser als gestern. Leider haben wir bei Garys Boxenstopp einige wichtige Positionen verloren. Er ist danach hervorragend gefahren und hat so noch Schadensbegrenzung betrieben", sagt Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz. "Hingegen konnte Paul mit Platz zwei wichtige Punkte in der Meisterschaft sammeln. Für uns wird wichtig sein die Rennen genau zu analysieren und Lösungen für Spielberg zu finden um wieder stärker zurück zu kommen."

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