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DTM: Spielberg

Titelentscheidung schon in Österreich?

Am vorletzten Rennwochenende der DTM-Saison 2018 in der Steiermark dürfte im Titelkampf zumindest schon eine Vorentscheidung fallen.

Vier Rennen stehen in der DTM-Saison 2018 noch aus, doch die Vorentscheidung im Kampf um den Meistertitel könnte theoretisch schon an diesem Wochenende in Spielberg fallen. Aktuell führt Gary Paffett die Fahrerwertung mit 206 Punkten an. Sein Landsmann und Mercedes-Markenkollege Paul di Resta hat nur zwei Zähler Rückstand und belegt den zweiten Gesamtrang. Dritter ist nach seinem lupenreinen Nürburgring-Wochenende Audi-Pilot René Rast (149).

An einem DTM-Wochenende kann ein Fahrer maximal 56 Zähler holen: Zwei Mal 25 Punkte für die Rennsiege und zwei Mal drei für die Poles. Der amtierende DTM-Champion Rast ist der bislang einzige, der das geschafft hat. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt vor dem Spielberg-Wochenende zwar 57 Punkte, doch der Deutsche gibt sich nicht geschlagen, solange noch alles möglich ist. "Ich werde kämpfen, solange die Chance da ist – und wenn sie noch so klein ist", so seine Kampfansage.

Um die Titelentscheidung bis zum Finalwochenende in Hockenheim offen zu halten, darf kein Fahrer mit 57 Punkten Vorsprung oder mehr aus der Steiermark abreisen. Andernfalls ist sicher: Er ist DTM-Champion 2018. Rast muss also versuchen, seinen Rückstand zu verkleinern, um weiterhin ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können.

Die besten Karten auf den Titel hat natürlich Paffett. Acht Mal stand der Brite in der laufenden Saison bereits auf dem Podium: drei Mal als Sieger, drei Mal als Zweiter und zwei Mal als Dritter. Vier Mal sicherte sich der DTM-Champion von 2005 die drei Zusatzpunkte für die Pole Position. Sein Teamkollege di Resta ist jedoch in Lauerstellung. Der Schotte gewann wie Paffett heuer schon drei Rennen. Zwei Mal stand er als Zweit- und einmal als Drittplatzierter auf dem Podium; zwei Mal startete er bisher von Platz eins.

Wenn Paffett den Sack schon in Spielberg zumachen will, muss sein erster Verfolger di Resta mit einem Nuller nach Hause gehen – und Paffett wiederum muss mindestens 55 Punkte einfahren. Dazu müsste ihm in Österreich ein fast perfektes Wochenende gelingen, und er zwei Mal gewinnen und in den Qualifyings mindestens fünf Punkte holen, zum Beispiel eine Pole und ein zweiter Startplatz, was schwierig, aber nicht unmöglich ist, wie Rast bewiesen hat.

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