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DTM: Zolder

Wittmann besiegt Rast im Pole-Duell

Nächste BMW-Pole beim DTM-Qualifying am Samstag in Zolder: Wittmann setzt sich wie schon in Hockenheim nach starker BMW-Leistung vor Rast durch.

BMW-Pilot Marco Wittmann setzt sich wie schon in Hockenheim auch in Zolder im Qualifying am Samstag durch: Der zweimalige Meister holt mit einer Bestzeit von 1:21.307 Minuten vor Audi-Pilot Rene Rast (+0,042) und seinen Marken-Kollegen Bruno Spengler (+0,307) und Rookie Sheldon van der Linde (+0,437) die zwölfte Pole-Position seiner Karriere.

"Die Pole sind drei Punkte", jubelt Wittmann, der seine Führung in der Gesamtwertung damit auf sechs Punkte auf Robin Frijns (5./+0,604) ausbaut, bei 'Sat.1'. "Das ist gut für die Meisterschaft, und auch wichtig, weil Überholen sehr schwierig ist."

Die Strecke in Zolder ist enger als andere Kurse. Überholmanöver sind daher äußerst schwierig. Ist die Pole also schon die halbe Miete zum Sieg? "Der Start ist in der DTM sehr schwierig", verneint Wittmann. "Samstag war in Hockenheim top, aber Sonntag eine Katastrophe."

Rast peilt Podestplatz an

Dennoch ist Wittmann, dessen Bruder und Vater übrigens bei den Tourenwagen Classics im Rahmenprogramm antreten, zuversichtlich: "Wir haben viele Änderungen gemacht, die alle gefruchtet haben."

Audi-Pilot Rast, der in Hockenheim das zweite Rennen gewann, zeigt sich mit seinem RS 5 ebenfalls zufrieden: "Theoretisch muss das Podium drin sein, die Pace ist da. Wir liegen sehr eng beisammen. Aber Start, Strategie, Reifenmanagement, das sind alles Themen, auf die man achten muss."

BMW im Qualifying erneut stärker als Audi

Kristallisiert sich bereits ein Duell zwischen Rast und Wittmann um den Titel heraus? "Dass Rene und Marco Wittmann etwas vor den anderen liegen, haben wir schon Hockenheim gesehen, fällt auch Audi-Sportchef Dieter Gass auf. Rast sieht das aber entspannt: "Wir sind im gleichen Hotel, frühstücken zusammen. Also alles gut. Aber wenn's am Ende des Jahres immer noch so aussieht ..."

Eine weitere Parallele zu Hockenheim: BMW präsentierte sich im Qualifying erneut bärenstark. Unter den Top 7 liegen in Zolder mit Rast und Frijns nur zwei Audi-Piloten. Die BMW-Piloten Timo Glock (+0,633) und Philipp Eng (+0,688), der das Freie Training in Zolder dominiert hatte, kamen auf die Startplätze sechs und sieben.

Pech für Rockenfeller

Mike Rockenfeller, der erst bei Halbzeit ins 20-minütige Qualifying eingriff, hatte Pech und wurde nur 16. "Die Kupplung ist kaputt", funkte er an seine Phoenix-Audi-Truppe. Gegen ihn wurde von den Rennkommissaren eine Untersuchung wegen durchdrehender Räder, während das Fahrzeug in der Boxengasse aufgebockt ist, eingeleitet. Sie wird nach dem Qualifying behandelt.

Rockenfeller, der mit seinem Auto sehr unzufrieden war, erwägt aber ohnehin den Start vom Ende des Feldes: "Tendenziell werden wir vom letzten Platz starten, um umbauen zu können. Auf die Plätze kommt's auch nicht an."

Starker Rookie Dennis als 13. bester Aston-Martin-Pilot

Die Aston-Martin-Piloten reihten sich in der zweiten Hälfte des Feldes ein: Jake Dennis (+0,908), Daniel Juncadella (+1.368), Paul di Resta (+1.387) und Ferdinand Habsburg (+1.933) belegten die Plätze 13, 15, 17 und 18.

Bei Habsburg, der im Freien Training Probleme hatte und großen Rückstand hatte, musste vor dem Qualifying ein Motorwechsel durchgeführt werden. "Das ganze System ist am Limit, und momentan erwischt es mich ein bisschen", beschreibt er seine schwierige Situation auf 'Sat.1'. "Das ist Pech, aber so ist es eben."

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