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GT Masters: Hockenheimring

Hofer: Frust hoch zwei nach Hockenheim

Ein unverschuldeter Unfall und ein Reifenschaden brachten keine Punkte und kosteten den Österreicher auch noch die Junior-Trophy-Führung.

Bildquelle: Montaplast by Land-Motorsport

Der Hockenheimring in Deutschland war an diesem Wochenende Schauplatz der vorletzten Saison-Herausforderung für die Helden der Liga der Supersportwagen wie das ADAC GT Masters gerne auch so treffend bezeichnet wird. Für den Niederösterreicher Max Hofer, der in seinem erst zweiten Jahr in dieser hochkarätigen Tourenwagen-Serie um den Titel in der Junior Trophy kämpft, verlief das Wochenende sehr eintönig, leider jedoch in negativer Hinsicht.

Teil eins gab es am Samstag, als der Perchtoldsdorfer schon nach dem Qualifying für Rennen eins allen Grund hatte, unzufrieden zu sein – und zwar mit sich selbst. „Schlechtes Setup, falscher Reifen, das hab‘ ich leider verbockt“, gestand Max Hofer, nachdem er nur Platz 18 und somit die praktisch aussichtslose neunte Startreihe geholt hatte. Noch schlimmer kam es nur danach im Rennen. Dieses war nämlich nach nicht einmal drei Minuten für Hofer vorbei. Infolge einer Massenkarambolage, ausgehend von Fabian Vettel, wurde auch der Audi RS8 LMS GT3 des Österreichers mitgerissen. Ohne Schuld und deshalb nicht weniger frustriert musste er den vorne schwer beschädigten Boliden in der Auslaufzone abstellen. Rennen vorbei, wichtige Punkte weg und Enttäuschung pur bei Max Hofer, seinem Rennpartner Christopher Mies und dem Montaplast by Land Motorsport Team, auf dessen Mechaniker ungewollte Mehrarbeit wartete.

Heute in der Früh war der Audi wieder startklar. Und damit auch bereit für den zweiten Teil des Hockenheim-Wochenendes. Diesen eröffnete zunächst Christopher Mies sehr positiv, indem er im Qualifying zum nachmittägigen zweiten Rennen auf den guten sechsten Platz und daher in Startreihe drei fuhr. Der 12. Saisonlauf begann zunächst wieder mit einem Abbruch, weil kurz nach dem Start die Corvette des Deutschen Marvin Kirchhöfer heftig in die Streckenbegrenzung einschlug. Nach dem Restart hielt Christopher Mies den Audi bis zur Übergabe an Max Hofer auf Platz sechs, und der nach dem Samstag-Dilemma wieder topmotivierte Österreicher machte Dampf, schraubte sich auf den fünften Rang nach vor. Als er schon drauf und dran war, sogar noch einen Platz gutzumachen und den Hockenheim-Trip doch noch positiv ausklingen zu lassen, machte sich aber plötzlich der Defektteufel wichtig und Max Hofer einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Ein Reifenschaden links hinten zwang ihn drei Minuten vor Ende des Rennens in die Box und warf das Duo Hofer/Mies damit auf Platz 17 zurück. Fazit: Punkte weg, Junior-Trophy-Führung weg, Frust zum Quadrat bei Max Hofer. „Das war ein Wochenende zum Vergessen, mehr kann man dazu eh nicht sagen. Dabei hätte gerade heute der Speed richtig gestimmt. Aber dann dürfte ich mir einen Carbonteil in den Reifen eingefahren haben. Das hat genau zu den zwei Tagen gepasst. Schade, ich will jetzt einfach nur noch nach Hause!“

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