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GT Masters: Zandvoort

Strandausflug bei Saisonhalbzeit

Auf dem engen Dünenkurs an der Nordsee ermittelt das GT Masters seine Halbzeitmeister; drei Piloten wollen beim Heimspiel glänzen.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Wer wird "Halbzeitmeister" des GT Masters? Zur besten Ferienzeit meldet sich die inoffizielle deutsche GT3-Meisterschaft an diesem Wochenende (10./11. August) auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden aus der Sommerpause zurück. Auf dem Dünenkurs im Ferienort an der Nordsee trägt das GT Masters das vierte von sieben Rennwochenenden aus. Bisher vier verschiedene Saisonsieger in Sportwagen von Audi, BMW, Corvette und Porsche versprechen für das Gastspiel auf dem selektiven Kurs viel Spannung. Die Tabellenführenden Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (HCB Racing) im Audi R8 LMS werden von mehr als 30 weiteren GT3-Autos von acht Marken herausgefordert. Mit Jeroen Bleekemolen, Indy Dontje und Kelvin Snoeks wollen drei Niederländer beim Heimspiel glänzen.

Der Circuit Zandvoort liegt in den Nordseedünen und hat durch seine Nähe zum Meer eine einzigartige Atmosphäre. Er gilt als eine Strecke der alten Schule mit schnellen Kurven, vielen Höhenunterschieden und Kiesbetten in den Auslaufzonen, die keinen Fehler verzeihen. "Ich freue mich extrem auf das Wochenende", so van der Linde, der bei den bisherigen sechs Saisonrennen immer in den Top 4 ins Ziel kam. "Zandvoort liegt dem Audi sehr gut, und ich mag die Strecke, da sie zu meinem Fahrstil passt. Als Tabellenführer müssen wir aber nicht siegen. Unser Ziel sind die Top 4." Teamkollege Niederhauser ergänzt: "Die Zeichen stehen ganz klar in Richtung Meisterschaftsführung ausbauen. Wir werden nicht auf Biegen und Brechen versuchen zu gewinnen, sondern werden uns darauf fokussieren, möglichst viele Punkte mitzunehmen."

Schon drei Saisonsiege haben die Corvette-Fahrer und Tabellenzweiten Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer (Callaway Competition) geholt. Für Zandvoort hält sich Kirchhöfer mit Prognosen jedoch zurück: "Es ist schwierig einzuschätzen, wie stark wir sein werden. Wir müssen erst mal das freie Training abwarten, um zu sehen, wo wir wirklich stehen. Zandvoort ist eine Strecke, die unserem Auto nicht so gut liegt wie Most oder der Red Bull Ring, aber wir haben uns gegenüber dem vergangenen Jahr verbessert, als wir es zwei Mal nicht in die Punkte geschafft haben." Heuer ebenfalls bereits siegreich waren Titelverteidiger Robert Renauer, 2018 Sieger in Zandvoort, und sein neuer Partner Thomas Preining im Porsche von Herberth Motorsport sowie die BMW-Paarung Jens Klingmann/Nicolai Sylvest von MRS GT-Racing.

Hinter den Corvette-Piloten Sven Barth und David Jahn (beide RWT Racing) folgt mit Indy Dontje als Gesamtvierter der bestplatzierte Niederländer, zusammen mit seinem Partner im Mercedes AMG GT3 vom HTP-Team, Maximilian Götz. Das Duo holte zuletzt in Spielberg seinen ersten Podestplatz der Saison. "In der Meisterschaft haben wir dadurch einen schönen Sprung nach vorne gemacht", so Götz, "und die Rennstrecken, die uns am besten liegen, kommen erst noch. Wir greifen weiter an!" Neben Dontje starten mit Jeroen Bleekemolen und Kelvin Snoeks noch zwei weitere Lokalmatadore in Zandvoort, die sich mit Jimmy Eriksson bzw. Mick Wishofer die beiden Mercedes AMG GT3 von Zakspeed teilen.

Auf ein gutes Ergebnis in Zandvoort hofft auch der österreichische Rennstall Grasser, der im vergangenen Jahr das Samstagsrennen gewann. In dieser Saison hat man bereits mehrere Podestplätze geholt, ist aber mit den drei Lamborghini Huracán GT3 Evo noch ohne Sieg. Christian Engelhart, der sich das Auto mit Mirko Bortolotti teilt, sagt: "Wir wollen voll angreifen. Wir wissen, dass Zandvoort unserem Auto liegt. Der Kurs macht sehr viel Spaß und ist eine echte Fahrerstrecke. In Zandvoort regnet es auch oft. Das würde uns sicherlich in die Karten spielen, denn bei den bisherigen Regenrennen in dieser Saison hatten wir immer ein gutes Setup."

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