MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
GT Masters: Zandvoort

Strandausflug bei Saisonhalbzeit

Auf dem engen Dünenkurs an der Nordsee ermittelt das GT Masters seine Halbzeitmeister; drei Piloten wollen beim Heimspiel glänzen.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Wer wird "Halbzeitmeister" des GT Masters? Zur besten Ferienzeit meldet sich die inoffizielle deutsche GT3-Meisterschaft an diesem Wochenende (10./11. August) auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden aus der Sommerpause zurück. Auf dem Dünenkurs im Ferienort an der Nordsee trägt das GT Masters das vierte von sieben Rennwochenenden aus. Bisher vier verschiedene Saisonsieger in Sportwagen von Audi, BMW, Corvette und Porsche versprechen für das Gastspiel auf dem selektiven Kurs viel Spannung. Die Tabellenführenden Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (HCB Racing) im Audi R8 LMS werden von mehr als 30 weiteren GT3-Autos von acht Marken herausgefordert. Mit Jeroen Bleekemolen, Indy Dontje und Kelvin Snoeks wollen drei Niederländer beim Heimspiel glänzen.

Der Circuit Zandvoort liegt in den Nordseedünen und hat durch seine Nähe zum Meer eine einzigartige Atmosphäre. Er gilt als eine Strecke der alten Schule mit schnellen Kurven, vielen Höhenunterschieden und Kiesbetten in den Auslaufzonen, die keinen Fehler verzeihen. "Ich freue mich extrem auf das Wochenende", so van der Linde, der bei den bisherigen sechs Saisonrennen immer in den Top 4 ins Ziel kam. "Zandvoort liegt dem Audi sehr gut, und ich mag die Strecke, da sie zu meinem Fahrstil passt. Als Tabellenführer müssen wir aber nicht siegen. Unser Ziel sind die Top 4." Teamkollege Niederhauser ergänzt: "Die Zeichen stehen ganz klar in Richtung Meisterschaftsführung ausbauen. Wir werden nicht auf Biegen und Brechen versuchen zu gewinnen, sondern werden uns darauf fokussieren, möglichst viele Punkte mitzunehmen."

Schon drei Saisonsiege haben die Corvette-Fahrer und Tabellenzweiten Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer (Callaway Competition) geholt. Für Zandvoort hält sich Kirchhöfer mit Prognosen jedoch zurück: "Es ist schwierig einzuschätzen, wie stark wir sein werden. Wir müssen erst mal das freie Training abwarten, um zu sehen, wo wir wirklich stehen. Zandvoort ist eine Strecke, die unserem Auto nicht so gut liegt wie Most oder der Red Bull Ring, aber wir haben uns gegenüber dem vergangenen Jahr verbessert, als wir es zwei Mal nicht in die Punkte geschafft haben." Heuer ebenfalls bereits siegreich waren Titelverteidiger Robert Renauer, 2018 Sieger in Zandvoort, und sein neuer Partner Thomas Preining im Porsche von Herberth Motorsport sowie die BMW-Paarung Jens Klingmann/Nicolai Sylvest von MRS GT-Racing.

Hinter den Corvette-Piloten Sven Barth und David Jahn (beide RWT Racing) folgt mit Indy Dontje als Gesamtvierter der bestplatzierte Niederländer, zusammen mit seinem Partner im Mercedes AMG GT3 vom HTP-Team, Maximilian Götz. Das Duo holte zuletzt in Spielberg seinen ersten Podestplatz der Saison. "In der Meisterschaft haben wir dadurch einen schönen Sprung nach vorne gemacht", so Götz, "und die Rennstrecken, die uns am besten liegen, kommen erst noch. Wir greifen weiter an!" Neben Dontje starten mit Jeroen Bleekemolen und Kelvin Snoeks noch zwei weitere Lokalmatadore in Zandvoort, die sich mit Jimmy Eriksson bzw. Mick Wishofer die beiden Mercedes AMG GT3 von Zakspeed teilen.

Auf ein gutes Ergebnis in Zandvoort hofft auch der österreichische Rennstall Grasser, der im vergangenen Jahr das Samstagsrennen gewann. In dieser Saison hat man bereits mehrere Podestplätze geholt, ist aber mit den drei Lamborghini Huracán GT3 Evo noch ohne Sieg. Christian Engelhart, der sich das Auto mit Mirko Bortolotti teilt, sagt: "Wir wollen voll angreifen. Wir wissen, dass Zandvoort unserem Auto liegt. Der Kurs macht sehr viel Spaß und ist eine echte Fahrerstrecke. In Zandvoort regnet es auch oft. Das würde uns sicherlich in die Karten spielen, denn bei den bisherigen Regenrennen in dieser Saison hatten wir immer ein gutes Setup."

News aus anderen Motorline-Channels:

GT Masters: Zandvoort

Weitere Artikel:

24 Stunden von Daytona

Cadillac verliert Poleposition

Dem Action-Express-Cadillac #31 wurde die GTP-Pole zum Rolex 24 in Daytona aberkannt - Acura erbt die Pole, auch BMW in der GTD Pro bestraft

MotoGP 2026: Pramac

Pramac zeigt seine Farben

Pramac zeigt als erstes MotoGP-Team der Saison 2026 seine Lackierung der Yamaha M1 - Alle Augen auf Neuzugang und Superbike-Star Toprak Razgatlioglu

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen