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Formel 2: Spa-Francorchamps

Raidillon soll Kiesbetten bekommen

Nach dem tödlichen Unfall in Spa werden Pläne für ein Redesign der Raidillon forciert – Kiesbetten statt asphaltierte Auslaufzonen.

In Spa sind nach dem schweren Unfall in einem Formel-2-Rennen, bei dem Arden-Pilot Anthoine Hubert verstarb, die Untersuchungen der FIA zu Hergang und Ursache in vollem Gange. Dabei rückt vor allem die Gestaltung der Auslaufzonen von Raidillon, der Kurve nach der Eau-Rouge-Senke, in den Mittelpunkt.

Hubert rutschte zunächst in die Reifenstapel und dann zurück auf die Strecke, bevor ihn der nachfolgende Bolide von Juan Manuel Correa bei hoher Geschwindigkeit seitlich traf. Ob die Tatsache, dass die Auslaufzonen dort asphaltiert sind, maßgeblich zum Unglücksverlauf beigetragen hat, ist Teil der Untersuchung.

In Spa gab es bereits Pläne, Raidillon bis 2022 zu modernisieren, um auf eine FIM-Lizenz der Klasse C hinzuarbeiten, die für das geplante 24-Stunden-Rennen für Motorräder notwendig ist. Nathalie Maillet, die Geschäftsführerin von Spa, betonte gegenüber der belgischen Presseagentur Belga: "Wir sind immer noch im Gespräch mit FIA und FIM über die Homologation der Strecke. Die Arbeiten an Raidillon für die '24h Spa Motos' sind bereits in Planung."

Den Unfallbericht des Automobilweltverbandes FIA werde man abwarten und die genauen Ursachen analysieren. Die Auslaufzonen sollen erweitert und so gestaltet werden, dass Frontaleinschläge möglichst nicht mehr passieren. Maillet ergänzte: "Wir haben nicht vor, das tatsächliche Layout von Raidillon zu ändern, aber gewiss werden Kiesbetten eingerichtet. Die Vorschriften für Motorräder sind strenger."

Das wiederum könnte auch für andere Motorsportformen von Vorteil sein. "Die Tatsache, dass der Kurs den FIM-Standards entspricht, wird sich positiv auf die Autos auswirken. Es wird noch über die genaue Lage der Kiesbetten, ihre Tiefe und ihr konkretes Ausmaß in der Kurve diskutiert werden", so Maillet.

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