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Viel Pech in Deutschland

Kein Glück hatte Jetalliance Racing beim 5. Lauf zur FIA-GT-Meisterschaft in Deutschland – anstatt der erhofften Punkte gab es einen Doppelausfall!

Karl Wendlinger und Ryan Sharp mussten nach vielen Problemen kurz nach Halbzeit aufgeben, für Robert Lechner und Lukas Lichtner-Hoyer war das Rennen bereits nach einer Runde vorbei! Der Sieg in Oschersleben ging zumindest auf der Strecke an die belgische Paarung Kumpen/Longin (Corvette), nach dem Rennen gab es jedoch den Eklat: Disqualifikation sowohl für das Sieger-Team (zu großer Tank) als auch für den drittplatzierten Lamborghini (irreguläres Getriebe).

Damit siegte, so eine Überraschung, am grünen Tisch dann doch noch die deutsche Vitaphone-Mannschaft mit Michael Bartels/Thomas Biagi im Maserati MC12 vor dem Schwesterauto mit Montanari/Ramos. In der GT2-Klasse war wieder das Team AF Corse erfolgreich; Stephane Ortelli und Gianmaria Bruni fuhren den fünften Sieg in Folge für das italienische Team ein. Hier gab es glücklicherweise keine Beanstandungen nach dem Rennen.

Wendlinger/Sharp: "Friendly fire"

Es war nicht der Tag des in Niederösterreich stationierten Teams: Bereits in der ersten Kurve kam es zu einem Unfall, an dem beide Jetalliance Aston Martins beteiligt waren, wobei sich Wendlinger nach einem leichten Schubser von Lechner drehte und ans Ende des Feldes zurückfiel. Dabei löste sich der Keilriemen von der Lichtmaschine, und der Tiroler musste nach rund 25 Minuten – bereits wieder auf Rang 8 liegend (!) - an die Box.

Obwohl die Reparatur viel Zeit in Anspruch nahm, fuhr dann Ryan Sharp weiter - in der Hoffnung, doch noch den einen oder anderen Punkt zu holen. Das endgültige Ende kam dann beim zweiten Fahrerwechsel, wo die Mechaniker eine gebrochene Radnabe am Jetalliance Aston Martin DBR9 feststellten – das war's dann…

JAR-Technikchef Othmar Welti: „Wir haben auf einer Strecke, die unserem Auto wirklich nicht entgegen kommt gezeigt, dass wir auch da schnell sind. Wir haben alles für den Erfolg getan. Aber gegen die Technik ist man eben machtlos. Der Doppelausfall kam deshalb zustande, weil Dinge passiert sind, die man nicht vorhersehen konnte.“

Karl Wendlinger: „Ich bin einfach nur maßlos enttäuscht. Denn heute war ein Podiumsplatz ganz sicher drinnen. Aber so gut es in den Trainings gelaufen ist, so schlecht war das Rennen. Da ist alles schief gelaufen“, so der Kufsteiner, der aus Position drei gestartet war, und den Zwischenfall kurz nach dem Start so kommentierte: „In der ersten Kurve ist es immer eng, da kann so etwas schnell mal passieren. Das weiß man.“

Lechner/Lichtner-Hoyer: Aus in Runde 2

Robert Lechner musste seinen Jetalliance Aston Martin bereits nach einer Runde mit einem gebrochenen Gaspedal abstellen, und war am Boden zerstört: „Wir haben uns an diesem Wochenende viel vorgenommen, waren auf einem guten Weg, und jetzt das. Die Geschichte mit Karl tut mir sehr leid – aber ich kann nichts dafür. Ich bin voll in die Eisen gestiegen, trotzdem habe ich ihn leicht berührt. Da ist alles saudumm gelaufen.“

Und wie sieht Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer den heutigen Tag? „Uns hat heute das Pech wieder eingeholt. Andererseits hat man gesehen, dass die Pace bei beiden Autos stimmt. Und das lässt mich für Spa in drei Wochen wieder hoffen.“

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