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Die Vorentscheidung

Gewinnt Raphael Sperrer auch die Castrol-Krappfeld Rallye kommendes Wochenende, dann dürfte ihm der Titel nur mehr schwer zu nehmen sein.

Manfred Stohl wird alles unternehmen, dass es nicht soweit kommt. Man weiß, dass Stohl mental extrem stark ist, gerade dann, wenn es nicht so gut läuft: „Die WM-ähnlichen, langen Prüfungen liegen mir bestimmt. Wir haben außerdem viel getestet, um den Rückstand zu minimieren. Ich weiß natürlich, dass ich jetzt voll punkten muss.“

Raphael Sperrer ist schon alleine aufgrund seiner Kärnten-Bilanz der klare Favorit: Seit zwei Jahren ist Sperrer mit insgesamt vier Erfolgen in Kärnten unbesiegt, auch im Lavanttal hat er heuer ja schon gewonnen.

Sperrer: „Ich liebe die Rallye in St. Veit. Sie ist extem schwierig, speziell der erste Tag mit den langen Prüfungen ist sehr anspruchsvoll. Wenn ich eine ähnliche Leistung wie bei den letzten Rallye’s bringen kann, bin ich sehr zuversichtlich.

Aber auch hinter den beiden Großen der heurigen Meisterschaft dürfte es interessant werden. Pierlorenzo Zanchi kämpft mit seinem WRC wieder um Mitropa-Cup-Punkte, ebenso Claudio de Cecco, der diesesmal aber mit einem neuen, starken Gruppe N Auto antreten wird.

Ebenfalls wieder am Start ist Ruben Zeltner, der in der Gruppe A8 hinter den drei WRC’s den Ton angeben wird, Starke Konkurrenz kommt in höchstwahrscheinlich spektakulärer Gestalt von Ex-Staatsmeister Kris Rosenberger, der in Kärnten wieder mit seinem Lancia Delta Integrale am Start steht. Die weiteren Protagonisten in dieser Klasse werden Thomas Wallenwein, Stefan Reininger und Willi Polesznig sein.

Gruppe N 4

Im Zwischenstand der T-Mobile-Rallyemeisterschaft führt Martin Zellhofer vor Hermann Gassner. Der Deutsche will seinen Gruppe N-Titel aber verständlicherweise verteidigen und wird in Kärnten alles daran setzten, sich vor Zellhofer und der restlichen Konkurrenz zu behaupten.

Und die „restliche Konkurrenz“ ist nicht gerade klein. Denn auch Walter Kovar und Lokalmatador Alfred Kramer haben schon gezeigt, dass sie das Tempo an der Spitze durchaus mitgehen können.

Für die ganz große Überraschung könnte allerdings Rupert Schachinger sorgen, der in verständlicher Abwesenheit von Beppo Harrach die Riege der österreichischen Nachwuchs-Hoffnungen anführt.

Diesel

Vor Saisonbeginn konnte man annehmen, dass der Rallye Pokal der OSK für Dieselfahrzeuge nur zwischen dem Steirer Willi Stengg und dem regierenden Meister Andreas Waldherr ausgefahren wird. Doch damit irrte man gewaltig.

Nach vier Bewerben führt Gernot Zeiringer, der im Burgenland gewonnen hat und bei der Dunlop und Bosch-Rallye jeweils als Zweiter gewertet wurde. Die Bilanz von Stengg sieht zwei Siege und zwei Ausfälle, damit nur Platz Drei in der Zwischenwertung. Noch schlechter erging es dem Meister aus dem Vorjahr. Andreas Waldherr schrieb zweimal eine Null, bei der Bosch-Rallye war er vorne und im Lavanttal wurde er Zweiter.

Ein eifriger Punktesammler mit dem wesentlich schwächeren Fiat Stilo war der Oberösterreicher Karim Pichler. Vier dritte Plätze in der normalen Dieselwertung bedeuten vor der Castrol-Rallye für Pichler Platz zwei in der Meisterschaft.

Fiat Stilo Trofeo

Wie vorhin schon erwähnt dominiert das Duo Karim Pichler/ Heike Feichtinger bis jetzt den heuer neugeschaffenen Bewerb der Fiat Stilo Trofeo für Dieselfahrzeuge.

Mit seinem 1,9 JTD war er nur beim Saisonauftakt im Burgenland Zweiter, anschließend holte sich der Oberösterreicher Sieg um Sieg und liegt bereits mit 25 Punkten Vorsprung auf Überraschungsmann Andreas Hulak aus Niederösterreich in Führung. Auch beim kommenden Bewerb in Kärnten gilt Pichler somit als klarer Favorit.

KitCars

Bei den KitCars lief es zuletzt für Joachim Resch schon recht gut, Gottfried Kogler wird dieses Mal hoffentlich nicht schon wieder an der Technik scheitern. Ob sich der genannte A6-Punto von Pierfrancesco Zanchi nicht wieder als Cinquecento entpuppt, wird man sehen. Sollte es sich aber tatsächlich um ein 1600er Punto KitCar handeln, darf man den jungen Italiener wohl nicht unterschätzen.

Gruppe N 3

Überragender Mann im OSK-Rallyepokal der Formel 2, der in der Gruppe N mitgewertet wird, ist bis jetzt Christian Lippitsch (VW Golf). Er liegt mit drei Siegen und einem zweiten Platz überlegen an der Spitze, sein härtester Verfolger ist der Steirer Herwig Hüfinger, der zuletzt immer besser in Schwung kam.

Heinz Jakobitsch, Manfred Pfeiffenberger und Franz Schulz werden in Kärnten aber ebenfalls versuchen, an der Spitze mitzumischen. Auch die einzige Rallye-Dame schlägt sich bis jetzt recht wacker. Marion Voll liegt in der Formel 2 Wertung an siebenter Stelle.

Der fünfte Lauf zur T-Mobile Rallyemeisterschaft vom 21.- 23. Juni im Raum St. Veit / Glan verspricht also wie schon in den letzten Jahren eine spannende Sache zu werden.

Insgesamt werden die Teilnehmer bei der siebenten Auflage dieser Rallye mehr als 460 Gesamtkilometer zu bewältigen haben, wovon 202 SP-Kilometer auf 16 Sonderprüfungen aufgeteilt sind.

Zeitplan und Nennliste finden Sie in der rechten Navigation.

Vorschauen einzelner Teams folgen!

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