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T-Mobile Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Gesetztes Ziel erreicht!

Es begann mit viel Ärger und endete versöhnlich. Das Rallye-Team rund um Gerhard Schützl konnte in Kärnten den Klassensieg holen.

Im Zuge der 1. Etappe des 5. Laufs zur T-Mobile-Rallye-Staatsmeisterschaft dauerte es für das halbe Feld nach dem Start gleich mehrere Stunden, ehe man überhaupt eine Sonderprüfung absolvieren konnte.

Zuerst brannte auf SP 1 ein Fiat Stilo komplett ab, auf SP 2 warf sich ein weiterer Stilo in einen Graben und blockierte die Strecke und in SP 3 konnte nicht einmal ein einziges Team losfahren, nachdem ein weiteres Vorausauto in einen Graben geköpfelt war und die Bergung längere Zeit in Anspruch nahm.

Vor allem, was diesen letzten Fall betraf, gingen die Wogen bei vielen Teams hoch, natürlich auch bei Gerhard Schützl, der aus seinem Herzen noch nie eine Mördergrube gemacht hat:

„Wann hört das endlich einmal auf? Bei jeder zweiten Rallye schmeißt sich irgendein Wichtigtuer weg, weil er glaubt, dass ihn die gesperrte Strecke zum Rennfahrer macht, und wir – die Fahrer – zahlen die Rechnung dafür.“

„Das war eine 25 km-Prüfung, mehr als 10% der gesamten Strecke. Der Kerl soll uns allen je 10% des Nenngeldes zurückzahlen, vielleicht merkt er es sich dann einmal, dass man als Null-Auto keine Lizenz zum renn-fahren hat, sondern die Zuschauer auf die kommende Action aufmerksam machen soll.“

Was die wieder belebte Partnerschaft mit Evergreen Hans Zwickl betraf, so funktionierte die Zusammenarbeit während der gesamten zwei Tage der Hitzeschlacht in Kärnten gewohnt problemlos.

Gerhard Schützl hatte trotz seines nicht unbedeutenden Gewichts keinerlei Probleme, mit den bis zu 33 Grad fertig zu werden, obwohl er ja nicht wie die meisten Zuschauer in Bermudas und T-Shirt unterwegs sein konnte.

Sportlich vermochte man in der Klasse einen wesentlich stärkeren und noch dazu Allrad-getriebenen Mazda 323 ganz klar in Schach zu halten, was mit dem Klassensieg und einem schönen Pokal belohnt wurde.

„Der Ärger von gestern ins schon verraucht“, meinte der 50jährige Pilot aus Pfaffstätten im Ziel, „obwohl ich zu meinen Aussagen natürlich nach wie vor uneingeschränkt stehe. Was uns gefreut hat, war, dass ich mich auf den Prüfungen, wo wir Kleine ausnahmsweise das Privileg hatten, sie zweimal im Renntempo absolvieren zu können – und das war bei den vielen Unfällen leider selten der Fall – beim zweiten Durchgang immer steigern konnte.“

„Die Leistungskurve des Motors war nicht ganz ideal, aber viel ausgemacht hat das nicht. Jetzt freuen wir uns auf den Herbst.“

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