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City-SUV Hyundai Kona - erster Test Hyundai Kona 2017

Frischer Wind

Ein neuer Kandidat im inzwischen hart gewordenen Konkurrenzkampf der kleinen SUV um 4,20 Meter: Der Hyundai Kona startet Ende Oktober.

mid/rhu

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Nach den kompakten SUV um 4,50 Meter wird die Konkurrenz nun auch bei den kleinen SUV (auch "City-SUV" genannt) um 4,20 Meter immer größer. So ziemlich jeder Volumenhersteller drängt mittlerweile in das zukunftsträchtige Segment.

So auch Hyundai: Die Koreaner stellen ihren etablierten Markenvertretern Tucson, Santa Fe und Grand Santa Fe jetzt einen kleinen Bruder zur Seite. Und wie das oft so ist beim Familienzuwachs: Der Jüngste ist auch am frechsten und am buntesten.

Diese Eigenschaften demonstriert der Kona auf eine sehr sympathische Weise. Vom typischen Kaskadengrill über die wie Augenbrauen über den Hauptscheinwerfern liegenden Tagfahrlichter, die fast komplett rundum reichende, robust wirkende Kunststoffbeplankung bis zum auf Wunsch schwarz oder grau gefärbten Dach: Der Neue ist gerade in Verbindung mit schicken Lackierungen, die sich auch im Inneren wiederfinden, ein echter Hingucker, ein Gesicht in der Menge.

Robust steht er auf seinen bis zu 18 Zoll großen Rädern, dafür sorgt die angesichts der Gesamtlänge von 4,17 Metern recht stattliche Breite von 1,80 Metern. Mit seinem Radstand von 2,60 Metern holt der Kona das maximal Mögliche aus dem zu Verfügung stehenden Raum heraus, das gilt für die Vordersitze und mit geringen Einschränkungen auch für die Rücksitze, deren Kniefreiheit durch die harten Rücklehnen der Vordersitze limitiert ist.

Der Kofferraum ist gut nutzbar, und bringte s auf ein Volumen von 361 bis 1.143 Liter. Die Rücksitzlehnen lassen sich 60:40 umklappen, allerdings steigt die stufenlose Ladefläche angesichts starr montierter Sitzpolster hinten recht deutlich an. Die Materialien im Innenraum passen gut zum frischen, jungen Charakter des Kona, vor allem in den schickeren Versionen mit geschickt gesetzten Farbtupfern etwa an den Nähten der Sitze, dem Start-Knopf oder den Blenden der Lüftungsdüsen.

Erstmals bietet Hyundai auch ein Volumenmodell mit einem klappbaren Head-up-Display an. Der Touchscreen ist je nach Ausstattungsvariante bis zu acht Zoll groß, das Lenkrad ebenso heizbar wie die Vordersitze, die auch noch durch eine Ventilations-Funktion für eine kühle Rückseite sorgen können.

Sechs Airbags sind schon in der Basis namens "Pure" drin, dazu der Spurhalte- und der Aufmerksamkeits-Assistent, die Bergabfahrhilfe oder der dazu passende Assistent. In den vier weiteren Varianten Select, Trend, Style und Premium wird die Ausstattung immer üppiger und luxuriöser, ganz oben gehören auch noch ein Totwinkel-Assistent und ein Querverkehrswarner mit zum Paket.

Die Motorenpalette des Kona ist zum Start am 4. November noch recht überschaubar: Es gibt einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 88 kW/120 PS, Sechsgangschaltung und Frontantrieb. Und einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 130 kW/177 PS, Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.

Bei ersten Testfahren bewies der flotte Dreier seinen starken Charakter. Er hängt fast schon gierig am Gas, lässt sich von seinem Turbolader schon bei vergleichsweise niedrigen Drehzahlen ordentlich Kraft einblasen und fällt akustisch auch beim Hochdrehen nicht aus dem Rahmen.

Mit rund sechs Litern Verbrauch je 100 Kilometer muss man bei etwas flotterer Fahrweise rechnen, der Normwert liegt bei 5,2 Litern. Der größere Motor tritt logischerweise deutlich souveräner auf, schafft es in 7,9 statt 12,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und liegt auch in der Spitzengeschwindigkeit (205 zu 181 km/h) deutlich vorne.

Aber mal ganz ehrlich: Eigentlich reicht der Dreizylinder völlig aus. 2018 legt Hyundai noch mit einem neuen Diesel mit 85 kW/115 PS und 100 kW/136 PS nach. Und Mitte 2018 startet der Kona Elektrik mit einem Akku-Pack für rund 390 Kilometer, im Herbst wird eine größere Batterie für rund 500 Kilometer am Stück nachgeliefert.

Beim Fahrverhalten gibt es Licht und ein wenig Schatten: Lenkung und Spurstabilität auch beim forcierten Kurvenfahren können rundum überzeugen, aber nicht das Schluckverhalten der einen Tick zu straff abgestimmten Federung, die Straßenschäden oder die in Spanien so beliebten Holperschwellen kaum gedämpft nach innen weitergibt.

Lob fährt der Koreaner mit seinem knapp kalkulierten Einstiegspreis von 18.990 Euro (Deutschland: 17.500 Euro) für den schon recht anständig ausgestatteten "Life" (in Deutschland: "Pure") mit 120 PS ein. Das Spitzenmodel "Style" mit 177 PS, Doppelkupplungs-Automatik 7DCT und Kraft auf allen Vieren ist mit Navi, Voll-LED-Scheinwerfern, Headup-Display und zahlreichen Assistenzsystemen um 30.990 Euro (D: 28.600 Euro) erhältlich.

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