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Taktische Pause

Achim Mörtl nutzt die Maribor-Rallye zu einer taktischen Pause, der Subaru-Pilot wird alle noch ausständigen Rallyes in Österreich bestreiten.

Die österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft geht bei der „Rally Maribor“ in die siebente Runde – Achim Mörtl und sein Co-Pilot Sigi Schwarz nutzen diese Gelegenheit und legen eine verdiente Pause ein.

Von sechs bisher gefahrenen Rallyes konnten sie nicht weniger als fünf souverän gewinnen, einmal holten sie überhaupt den Gesamtsieg, die Führung in der Meisterschaftstabelle der Gruppe N ist mittlerweile auf 26 Punkte angewachsen – und das bei drei Streichresultaten, von denen man bislang nur eines verbraucht hat.

Achim Mörtl zum Startverzicht in Slowenien: „Wir haben einen deutlichen Vorsprung in der Gruppe-N-Gesamtwertung, können uns bei noch vier ausstehenden Rallyes zwei Streicher leisten. Da haben wir uns entschlossen, in Slowenien zu pausieren."

"Das hilft zum einen unserem knapp bemessenen Budget, zum anderen stellen wir damit sicher, daß wir die wunderbaren Herbst-Rallyes in Österreich fahren können. Nachdem wir ja seit kurzem von Subaru Österreich unterstützt werden, ist es uns sehr wichtig, bei allen noch ausstehenden heimischen Läufen anzutreten und unser Bestes zu geben!“

Der dabei von Subaru Österreich zur Verfügung gestellte, nagelneue Subaru Impreza WRX STi, der dem Duo Mörtl/Schwarz für Besichtigungsfahrten dient, kommt aber dennoch vor der BPultimage-Rallye im September zum Einsatz, ebenso wie das Rallye-Auto, das nach wie vor vom erfahrenen tschechischen Renosport-Team rund um Jan „Honza“ Stepanek eingesetzt wird:

„Wir fahren ja parallel zur österreichischen auch die tschechische Staatsmeisterschaft“, erklärt Beifahrer Sigi Schwarz. „Auch dort liegen wir in Führung. Und damit das so bleibt, müssen wir am 14. und 15. Juli die Bohemia-Rallye bestreiten!“

Also ist die erwartete Sommerpause trotz des Starverzichts in Slowenien eine eher kurze. Außerdem wartet in Tschechien keine leichte Aufgabe, wie Achim Mörtl erzählt:

„Die Tschechen haben natürlich Heimvorteil, kennen alles in- und auswendig. Ich werde diese Rallye zum ersten Mal bestreiten. Aber wir werden alles geben: Der Subaru ist schnell und mit einer guten Abstimmung sollten wir mit Pech, Arazim und Co mithalten können!“

Dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht, das hat in Tschechien übrigens noch niemand angezweifelt – obwohl Mörtl die dortige Elite im heurigen Jahr schon enorm unter Druck setzen und sogar besiegen konnte. In Österreich gab es dagegen immer wieder Gerüchte und unter vorgehaltener Hand geäußerte Anschuldigungen, Mörtl würde mit einem nicht reglementkonformen Auto unterwegs sein.

„Die Neidgesellschaft in Österreich ist halt mitunter ausgeprägter als anderswo“, sucht der Kärntner Rallye-Profi nach einer Erklärung für die Gerüchte, die sich bis zur Castrol-Rallye in Judenburg hartnäckig gehalten haben. Dort wurde dann allerdings auf Anordnung der Sportkommissäre der Motor von Mörtls Subaru geöffnet und komplett vermessen.

Das Resultat: Kein einziges Maß wich auch nur einen einzigen Millimeter von den Vorgaben und Normen ab, alles war in bester Ordnung. „Die Stimmen der Kritiker werden jetzt hoffentlich verstummen“, so Mörtl abschließend, der in der Steiermark einmal mehr dominiert hatte und die Gruppe N mit über drei Minuten Vorsprung gewann...

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