RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Waldviertel

Wieder Zweiter

Mit alten Safari-Reifen im Waldviertel: Die Worte, mit denen Sepp Pointinger im Ziel in Gars den Verlauf der Waldviertel-Rallye kommentierte, unterliegen der Zensur.

Es waren vor allem die Schwierigkeiten mit den Reifen, die ihn gegenüber Gerhard Openauer ins Hintertreffen geraten ließen, was einigen Frust erzeugte. Denn die alten Safari-Räder von 2005 und der Rest von Abu Dhabi 2007, den Sepp Pointinger benützte, wären vielleicht auf ausgetrockneten afrikanischen Pisten ideal gewesen, aber hier im Waldviertel, wo das kalte Niederschlagswetter eine Schlammschlacht heraufbeschworen hatte, war dieses Material eindeutig fehl am Platz. Aber macht nichts, Restposten gehören auch einmal aufgearbeitet.

Die erste Prüfung beendeten die Teilnehmer der Historischen noch zeitgleich, da neutralisiert. Dann kam der Langauer Forst, der große Stolz der Veranstaltung, wo Willi Polesznig mit seinem Porsche hauchdünn vor Gerhard Openauer in Führung gegangen war. Sepp und Gertrude Pointinger lagen als Dritte schon etwas zurück, was, wie schon genannt, in erster Linie an den Reifen lag.

Auf der dritten Prüfung fiel Willi Polesznig auf Platz 3 zurück, dafür zog Gerhard Openauer davon. Auch die abschließende Superspecial bot keine Chance, am Ergebnis etwas zu verbessern, sie war gleichfalls voller Schlamm.

Die zweite Etappe lief im Wesentlichen genauso weiter, wie die erste begonnen hatte, für Sepp Pointinger war es nun wichtig, den zweiten Platz bei den Historischen zu halten. Dies gelang ganz gut, auch wenn zwischendurch zwei Patschen aufgetreten waren. Auf der allerletzten Prüfung, wieder eine Superspecial am Nordring, gab es auch noch eine kalte Schlammdusche auf die Scheinwerfer, sodass diese kein Licht mehr spendeten, aber es waren ohnehin schon alle Entscheidungen gefallen: Wie im vergangenen Jahr, belegte Sepp Pointinger auch diesmal wieder den zweiten Platz bei den Historischen.

Escort-Konkurrent Gerhard Openauer war diesmal klar überlegen – mit den richtigen Reifen hätte es für Sepp Pointinger vielleicht ein wenig anders ausgesehen. Es ist schon als Erfolg zu werten, bei dieser unvorstellbar schwierigen Rallye mit ihren 90 Prozent Schotter und Niederschlägen an beiden Tagen überhaupt das Ziel zu sehen, viele andere Teilnehmer – quer durch alle Klassen – haben das nicht geschafft, vom WRC-Piloten bis zum Volvo-Cup-Teilnehmer. An sich war es unter den gegebenen Voraussetzungen eine zufriedenstellende Leistung.

Ein bisschen ein Safari-Training war es vielleicht auch, haben doch die Veranstalter in ihrem letzten Bulletin anklingen lassen, dass eventuell noch mit Regen zu rechnen wäre. Was natürlich ein krönender Abschluss einer verregneten Saison wäre. Allerdings: Regen bei der Safari-Rallye ist genau das, was man sich nicht wünscht…

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Waldviertel

- special features -

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht ZM Racing

ZM-Racing bringt alle Teams ins Ziel

Den Aktiven und der Technik-Crew gelingen Platzierungen unter den Top-20 - Max Zellhofer als Teamchef und Einsatzleiter ist mit dem Resultat zufrieden

Jännerrallye: Bericht RRA

Race Rent Austria auf dem Klassenpodium

Von acht gestarteten Race Rent Austria Teams sahen bei einer schwierigen Jännerrallye vier die Zielrampe. Der bestplatzierte Gerald Bachler lag auf Platz zwei der Klasse 8, als er durch Fahrfehler ausfiel - so sprang Alexander Baumgartner in die Presche und belegte den dritten Klassenrang.

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Simon Wagner und Hana Ostlender gewinnen die Jännerrallye vor Michael Lengauer und Mads Östberg. Martin Roßgatterer siegt auf Gesamtrang sieben in der ORM2, die ORM3 gewinnt Marcel Neulinger.

Schnee-Chaos stoppt Vorbereitung

Hyundai muss Neuville-Test abbrechen

Heftige Schneefälle stoppten den WRC-Test von Thierry Neuville in Frankreich: Selbst Schneepflüge halfen nicht, doch die FIA gewährt Hyundai einen Nachholtermin