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Rallye-ÖM: Waldviertel

Wieder Zweiter

Mit alten Safari-Reifen im Waldviertel: Die Worte, mit denen Sepp Pointinger im Ziel in Gars den Verlauf der Waldviertel-Rallye kommentierte, unterliegen der Zensur.

Es waren vor allem die Schwierigkeiten mit den Reifen, die ihn gegenüber Gerhard Openauer ins Hintertreffen geraten ließen, was einigen Frust erzeugte. Denn die alten Safari-Räder von 2005 und der Rest von Abu Dhabi 2007, den Sepp Pointinger benützte, wären vielleicht auf ausgetrockneten afrikanischen Pisten ideal gewesen, aber hier im Waldviertel, wo das kalte Niederschlagswetter eine Schlammschlacht heraufbeschworen hatte, war dieses Material eindeutig fehl am Platz. Aber macht nichts, Restposten gehören auch einmal aufgearbeitet.

Die erste Prüfung beendeten die Teilnehmer der Historischen noch zeitgleich, da neutralisiert. Dann kam der Langauer Forst, der große Stolz der Veranstaltung, wo Willi Polesznig mit seinem Porsche hauchdünn vor Gerhard Openauer in Führung gegangen war. Sepp und Gertrude Pointinger lagen als Dritte schon etwas zurück, was, wie schon genannt, in erster Linie an den Reifen lag.

Auf der dritten Prüfung fiel Willi Polesznig auf Platz 3 zurück, dafür zog Gerhard Openauer davon. Auch die abschließende Superspecial bot keine Chance, am Ergebnis etwas zu verbessern, sie war gleichfalls voller Schlamm.

Die zweite Etappe lief im Wesentlichen genauso weiter, wie die erste begonnen hatte, für Sepp Pointinger war es nun wichtig, den zweiten Platz bei den Historischen zu halten. Dies gelang ganz gut, auch wenn zwischendurch zwei Patschen aufgetreten waren. Auf der allerletzten Prüfung, wieder eine Superspecial am Nordring, gab es auch noch eine kalte Schlammdusche auf die Scheinwerfer, sodass diese kein Licht mehr spendeten, aber es waren ohnehin schon alle Entscheidungen gefallen: Wie im vergangenen Jahr, belegte Sepp Pointinger auch diesmal wieder den zweiten Platz bei den Historischen.

Escort-Konkurrent Gerhard Openauer war diesmal klar überlegen – mit den richtigen Reifen hätte es für Sepp Pointinger vielleicht ein wenig anders ausgesehen. Es ist schon als Erfolg zu werten, bei dieser unvorstellbar schwierigen Rallye mit ihren 90 Prozent Schotter und Niederschlägen an beiden Tagen überhaupt das Ziel zu sehen, viele andere Teilnehmer – quer durch alle Klassen – haben das nicht geschafft, vom WRC-Piloten bis zum Volvo-Cup-Teilnehmer. An sich war es unter den gegebenen Voraussetzungen eine zufriedenstellende Leistung.

Ein bisschen ein Safari-Training war es vielleicht auch, haben doch die Veranstalter in ihrem letzten Bulletin anklingen lassen, dass eventuell noch mit Regen zu rechnen wäre. Was natürlich ein krönender Abschluss einer verregneten Saison wäre. Allerdings: Regen bei der Safari-Rallye ist genau das, was man sich nicht wünscht…

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