RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Kurzes Comeback

Ein sich auflösender Explosionsschutz im Tank stoppte den ersten Einsatz, Michi Brandner blickt den nächsten Einsätzen dennoch optimistisch entgegen.

Foto: Chiara Holler

Von Beginn an bei der Spitze dabei zu sein, hatte er sich nach seiner langen Pause nicht erwartet - die Bosch Rallye hat nach Plan begonnen. Bei der Testsonderprüfung am Donnerstag fand man Gelegenheit, das Fahrwerk in seinen Grundzügen abzustimmen, wodurch Michi Brandner und Copilotin Cathi Schmidt am Freitag Nachmittag sehr motiviert an den Start der Rallye gegangen sind. Wie gut das Team von Rolf Schmidt beim Aufbau des Fahrzeuges gearbeitet hat, zeigte sich bereits auf der ersten Sonderprüfung, in der Michi Brandner die drittschnellste Zeit bei den stark vertretenen Historischen verbuchen konnte.

Michi hatte sich auf der ersten Prüfung gut aufgewärmt und machte bereits auf der zweiten Sonderprüfung seinem Namen alle Ehre. Bestzeit im Lager der Historischen und Platz 16 im Gesamtklassement. In dieser Tonart ging es weiter über Sonderprüfung 3 und 4, jeweils Platz 2 bei den Historischen hinter dem Porsche von Christian Rosner.

Auf der fünften Sonderprüfung war dann plötzlich alles anders: Der Motor nahm kein Gas mehr an, und nur mit größter Mühe konnte die Prüfung regulär, aber mit einer Verspätung von fünf Minuten, beendet werden. Im Ziel der ersten Etappe war die Ursache für den dramatischen Leistungsverlust schnell in Form eines völlig verdreckten Benzinfilters gefunden.

Der vorgeschriebene Explosionsschutz im Tank hatte sich aufgelöst und die Benzinzufuhr blockiert. Da ein Schaden im Motor aufgrund der laufend unterbrochenen Schmierung nicht auszuschließen war, entschied sich Michi Brandner in Absprache mit Rolf Schmidt, noch Freitag in der Nacht die Rallye zu beenden.

Der zu Beginn der Saison festgelegte Fahrplan scheint für das mmotors historic rallye team aber nach wie vor realistisch. Der erste Lauf sollte dem Kennenlernen dienen, was etwas später auch stattgefunden hat. Lauf Nummer 2 sollte schon ein paar schnelle Zeiten liefern, was ebenfalls eindrucksvoll gelungen ist; und bei Lauf Nummer 3 ist ein Stockerlplatz das Ziel, das nach dieser leider etwas verkürzten Rallye weiterhin realistisch scheint.

Michi Brandner: „Ich habe sofort meinen Rhythmus gefunden, jedes Risiko gemieden, ohne auf die Fans zu vergessen und gezeigt, dass ich von Beginn an dem Spitzenfeld bei den Historischen folgen kann. Über die schnellste Zeit auf der erst zweiten Sonderprüfung habe ich mich natürlich besonders gefreut. Bei der Castrol Rallye gilt es, dieses Tempo auch ins Ziel zu bringen, was ich mir nach der ersten Erfahrung im Lager der Historischen durchaus zutraue.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Weitere Artikel:

Simon Wagner und Hana Ostlender gewinnen die Jännerrallye vor Michael Lengauer und Mads Östberg. Martin Roßgatterer siegt auf Gesamtrang sieben in der ORM2, die ORM3 gewinnt Marcel Neulinger.

Schnee-Chaos stoppt Vorbereitung

Hyundai muss Neuville-Test abbrechen

Heftige Schneefälle stoppten den WRC-Test von Thierry Neuville in Frankreich: Selbst Schneepflüge halfen nicht, doch die FIA gewährt Hyundai einen Nachholtermin

Jännerrallye: Bericht Knobloch

ORM2-Podium bei der "Jänner" für Knobloch

Das steirisch/oberösterreichische Duo Günther Knobloch und Erik Fürst erreichte im Clio Rally3 das im Vorfeld gesteckte Ziel – das ORM2-Podium bei Auftakt zur TEC7 ORM 2026 im Rahmen der „Jänner“.

Jännerrallye: Bericht Lengauer

Lengauer erkämpft trotz Pech Platz zwei

Jännerrallye-Seriensieger erstmals geschlagen. Michael Lengauer/Jürgen Rausch holen nach einem Reifenschaden noch Platz zwei. Erneut liefert der Lokalmatador im BRR Skoda Fabia RS Rally2 eine Spitzenleistung.

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.