RALLYE

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Maximale Prüfung

Welche Veranstaltung hierzulande wird dem Image der extremen Fahrerprüfung besser gerecht als die Waldviertel-Rallye? MAnuel Wurmbrands Fahrstil begeisterte.

Was der traditionelle Saisonabschlusslauf im nördlichen Niederösterreich den Teilnehmern in diesem Jahr abverlangte, übertraf alles, was hier seit der ersten „Semperit-Rallye Neu“ im Jahr 1981 stattgefunden hatte. Mit 90 Prozent Schotteranteil bei einer Rallye dieser Länge setzte Veranstalter Helmut Schöpf Maßstäbe, die bislang in der Neuzeit unbekannt waren.

Und als dann auch noch, je nach Ortslage, Schnee und Regen dazukam, war endgültig klar: Diese Rallye ist eine Angelegenheit für absolute Könner.

Aber wer sollte mit solchen Aufgaben wohl besser klar kommen als ein echter Waldviertler? Manuel Wurmbrand ist ein solcher, und wenn er seine Rallye-Aktivitäten unterbricht, dann nur deswegen, um sich einer anderen wichtigen Aufgabe zu widmen, die zumindest teilweise ein Zweig des Motorsport-Lebens ist: Manuel Wurmbrand hat sich selbständig gemacht, mit einer Werkstätte in Buchbach bei Waidhofen.

Am liebsten arbeitet er an Rallye-Fahrzeugen, er nimmt sich aber auch ganz „normalen“ Autos gerne an, und auch der Restauration von erhaltenswerten Wagen älterer Baujahre. Überdies besteht die Möglichkeit, das Golf-Kitcar für Sport-Veranstaltungen zu mieten. Für Waldviertler Auto-, Sport- und Tuning-Freaks eine absolut empfehlenswerte Adresse.

Wie gut die Arbeit von Wurmbrand Racing in der Praxis funktioniert, hat Jungunternehmer Manuel Wurmbrand selbst bei der Waldviertel-Rallye vorgeführt, denn natürlich betreut er sein VW Golf Kitcar selber. Nachdem schon der Start bei der Herbst-Rallye ein Monat davor sehr erfolgreich verlaufen ist, sollte nun der endgültige Härtetest erfolgen, bei einer Rallye, die die absolute Krönung dessen darstellt, was man als eine Fahrerprüfung im klassischen Sinn bezeichnen könnte.

Voriges Jahr war es zumindest noch etwas trockener; diesmal ging es schon zu Beginn mächtig rund, was unter Anderem die Neutralisation der ersten Prüfung verursacht hatte. Im Langauer Forst durfte Manuel Wurmbrand dann schon zeigen, was er konnte.

Und er tat das auch prompt und begeisterte „seine“ Fans mit einem hervorragenden Fahrstil. Und war immerhin hier schon schneller als Willi Rabl, einer der großen Stars des VW-Teams. Also nicht so schlecht, das Ganze…

Auch im weiteren Verlauf der ersten Etappe hatte Manuel Wurmbrand für einen Teilnehmer mit einem zweiradgetriebenen Auto, der in diesem Jahr erst eine Rallye gefahren ist, einen extrem guten Speed drauf. Natürlich war es eine ziemliche Schleuderpartie, die ein Höchstmaß an Anstrengung und Feingefühl zugleich erforderte.

Und natürlich bot der zweite Tag auch ohne Langauer Forst keine Marscherleichterung. Was aber kein großes Problem darstellte – man merkte, wie Manuel Wurmbrand mit jedem Kilometer immer besser „hineinkam“ und die Zeiten immer schneller wurden. In der Klasse A7 war natürlich gegen Hannes Danzinger niemals anzukommen, dessen Auto halt doch um einiges neuer ist, aber der zweite Platz war nie gefährdet.

Einige Male war Manuel Wurmbrand auch schneller auf den Sonderprüfungen – wobei man zugeben muss, dass sicher auch einige technische Unzulänglichkeiten am Danzinger-Golf daran beteiligt waren. Letztendlich kamen Manuel Wurmbrand und Erich Gepp als eines der erfolgreichsten Waldviertel-Teams nach Gars – eine absolut reife Leistung. Sollte Manuel Wurmbrand in der kommenden Saison tatsächlich regelmäßig in der Austrian Rallye Challenge teilnehmen können, gehört er dort sicher zu den Top-Teilnehmern.

Auch technisch war soweit im Wesentlichen alles in Ordnung – wenn man von einigen Motoraussetzern und den nicht mehr ganz neuen Reifen absieht. Man kann mit Sicherheit sagen: Das Ergebnis der Waldviertel-Rallye 2007 ist eine gute Zukunftsgrundlage von Wurmbrand-Racing.

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