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Waldherr musste nach Getriebeproblemen abstellen

Auf SP 8 fuhr er noch Bestzeit, dann stellte Andreas Waldherr den Motor ab. Jetzt bahnt sich ein spannender Vierkampf um den Sieg an. Gaßner führt.

Andreas Waldherr (VW Polo S2000) ist der tragische Held der Castrol Judenburg-Pölstal Rallye. Der Niederösterreicher dominierte am ersten Tag bei widrigsten Verhältnissen. Nachdem Raimund Baumschlager die erste Bestzeit des zweiten Tages erzielt hatte, revanchierte sich Waldherr mit einer überlegenen Bestmarke auf SP 8. Mehr als zehn Sekunden lag er vor Beppo Harrach (CNG Mitsubishi Lancer Evo IX) und Raimund Baumschlager (Mitsubishi Lancer Evo IX). In der Gesamtwertung baute er seinen Vorsprung auf 30,7 Sekunden gegenüber Hermann Gassner aus.

Doch dann das Aus. Bereits auf der Sonderprüfung bekam Waldherr Probleme mit dem Getriebe. der vierte Gang streikte. Damit entschied das Team nach der Sonderprüfung aufzugeben, da ein komplett kaputtes Getriebe mit enormen Kosten verbunden ist. Waldherr: „Mitte der Sonderprüfung verlor ich den vierten Gang. Doch da die Prüfung sehr schnell war, konnte ich alles mit der Fünften zu Ende fahren. Leider gaben aber nach dem Stopp auch die Gänge fünf und sechs ihren Geist auf. Es tut weh, doch angesichts der Kosten muss man Hirn statt Herz walten lassen.“

Damit sind die Karten neu gemischt. Noch führt Hermann Gassner (D/Mitsubishi Lancer Evo IX) mit 3,6 Sekunden vor Raimund Baumschlager, der auf den ersten beiden Sonderprüfungen des Tages Mario Saibel (Mitsubishi Lancer Evo IX) überholte, und nun kräftig Druck macht. Baumschlager: „Wir fahren am Limit. Da aber nun Waldherr und Wittmann ausgefallen sind, schiele ich auch mit einem Blick auf die Meisterschaft.“ Mit im Rennen um den Sieg ist aber auch noch Beppo Harrach. Der Biogas-Pilot liegt als Vierter nur 15,6 Sekunden hinter Gassner.

Eine Vorentscheidung dürfte auch in der Castrol Historic Rallye-Staatsmeisterschaft gefallen sein. Josef Pointinger (Ford Escort RS 2000) verlor auf SP 8 über eineinhalb Minuten und liegt nun 2:12,6 Minuten hinter dem Führenden Christian Rosner (Porsche 911 Carrera).

Ein ähnliches Bild zeigt die Dieselklasse. Ing. Michael Böhm (Fiat Punto 199) holte ebenfalls auf SP 8 über 25 Sekunden auf Bernhard Spielbichler (VW Golf V TDI) heraus und liegt nun mit fast 40 Sekunden in Front.

Spannend bleibt es hingegen im Suzuki Motorsport Cup, wo Veit König (D) nur 5,3 Sekunden vor Philipp Lietz und 5,4 Sekunden vor Hermann Neubauer führt.

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