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Baumschlager top, Wittmann stark

Auf der 2. Etappe wurde es noch einmal eng für Baumschlager, er gewinnt dennoch mit 10,7s vor Wittmann, Waldherr Dritter, Stohl Vierter und Vizemeister.

Die 29. Auflage der Rallye Waldviertel, die heuer im Raum Horn, Fuglau und Gars am Kamp ausgetragen wurde, war von den Wetterbedingungen her für die Fans ideal, wenngleich auch die Sonderprüfungsstrecken für die Piloten durch den Regen der letzten Tage teilweise noch sehr rutschig und damit sehr anspruchsvoll waren. Dennoch waren an den beiden Rallye-Tagen knapp 50.000 Besucher ins Waldviertel gekommen, um bei den „final rallydays“ dabei zu sein.

Für Organisationsleiter Helmut Schöpf und die beiden Veranstalter ÖAMTC ZV Baden und MSRR Neulengbach war es auch heuer wieder sehr schwierig, die Veranstaltung ohne Hauptsponsor überhaupt durchführen zu können: „Mein besonderer Dank gilt daher besonders dem Sportland Niederösterreich, den Bezirksblättern, den Gemeinden Horn und Gars am Kamp, sowie allen übrigen Sponsoren."

"Nur mit ihrer Hilfe war es möglich sich auf das Risiko, die Rallye durchzuführen, einzulassen. Besonders möchte ich mich aber bei den Aktiven, den Teams aus dem In- und Ausland und meiner kompletten Funktionärsriege bedanken, die bei schwierigen Bedingungen einen tollen Job verrichtet hat. Besonders wichtig war es auch, dass die Veranstaltung ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist.“

Auf sportlicher Seite sahen die rund 50.000 begeisterten Rallyefans einen Sieg von Raimund Baumschlager, der damit nach 1991, 2003 und 2005, diesen Rallyeklassiker bereits zum vierten Mal für sich entscheiden konnte: „„Auch wenn die Meisterschaft schon entschieden war, hat dieser Sieg einen sehr hohen Stellenwert. Es war ein sehr harter Kampf, aber es hat richtig Spaß gemacht, die Attacken abzuwehren. Im Waldviertel zu gewinnen ist immer eine riesige Sache.“

Auf Platz Zwei knapp dahinter landet Franz Wittmann, der vor allem am zweiten Tag bei seinem erstmaligen Testeinsatz in einem S 2000 Auto, mit zwei Bestzeiten auf dem 35 Kilometer langen Rundkurs, noch einmal für einige Spannung sorgte: „Ein Super Ergebnis. Auch mit ein bisschen Wehmut, wenn man am Ende auf die Ergebnisliste sieht, weil ich den Sieg nur ganz knapp verpasst habe. Wir sind noch Lichtjahre von unserem Maximum mit dem S2000 entfernt, aber ich habe mich in den Peugeot verliebt und ich glaube, er mag mich auch.“

Platz Drei ging an Andreas Waldherr, der es ebenfalls auf zwei Bestzeiten brachte: „Zuerst einmal bin ich froh, dass ich jetzt am Schluss noch immer dabei bin. Denn gelinde gesagt hatte ich eine nicht sehr zufriedenstellende Saison. Hier im Waldviertel wollte ich vor allem das Ziel sehen. Gestern hatte ich Pech mit den defekten Scheinwerfern, das hat mich viel Zeit gekostet. Wenn man meine geringe Erfahrung auf Schotter bedenkt, bin ich aber durchaus zufrieden mit dem dritten Platz. Immerhin ist das die Waldviertel Rallye, ein echter Klassiker. Und das gibt Zuversicht für die nächste Saison.“

Mit einer feinen Leistung wartete Manfred Stohl auf. Mit einem vierten Gesamtrang sicherte er sich mit seinem gasbetriebenen Subaru den Vize-Staatsmeistertitel: „ Es ist ein Supererfolg. Leider war der erste Tag zur Gänze auf Asphalt. Auf Schotter wäre das Podium vielleicht möglich gewesen. Wir haben mit dem Vizemeistertitel mehr erreicht, als wir uns selbst vorgestellt hatten und andere uns zugetraut haben.“

Bester Ausländer wurde im Waldviertel der Tscheche Jan Cerny als Vierter, dies vor dem Ungarn Attila Rongits. Auf Platz Sieben mit einer feinen Leistung Mario Saibel vor dem Ungarn Belasz Öcsi. Die TopTen komplettierten die beiden Österreicher Reinhard Pasteiner und Alexander Tazreiter. Tazreiter belegt somit auch in der Endabrechnung den 4. Platz der Staatsmeisterschaft, eine tadellose Leistung, zudem beendete der Niederösterreicher als einziger alle sieben Rallyes.

Division II Sieger wird Raffael Sulzinger, der auch die Wertung der Ford Fiesta Sporting Trophy vor Lukas Langstadlinger gewinnt, Daniel Wollinger - der bereits als Junioren- und Div.II-Staatsmeister feststeht, belegt Rang zwei in der Div.II im Waldviertel. Diesel-Sieger wird Michael Böhm, der damit hinter Michael Kogler Vize-Pokalsieger ist, der Historic Gewinner heißt Josef Pointinger, der Titel geht an Christoph Weber vor Sebastian Unger. Den Sieg im Suzuki Motorsport Cup holt sich Mario Klammer vor Michael Hofer.

Bestzeitenliste: Raimund Baumschlager 8, Franz Wittmann und Andreas Waldherr je 2

Die wichtigsten Ausfälle: Willi Stengg (Subaru Impreza) Kühler auf SP 2, Wolfgang Werner (Suzuki Swift Sport) Getriebe auf SP 4, Toto Wolff (Skoda S2000) Reifenschaden auf SP 4, Christian Mrlik (VW Golf V Diesel) Turboschaden auf SP 4, Walter Kovar (Mitsubishi Evo IX) Getriebe auf SP 5, Patrick Winter (Mitsubishi Evo IX) Schaltseil auf SP 7, Manfred Pfeiffenberger (Mitsubishi Evo IX) Unfall auf SP 7. Klemens Haingartner (Suzuki Swift) Halbachse auf SP 10

Endstand in der heimischen Rallye Meisterschaft:

Division I:
1. Raimund Baumschlager 117 Punkte, Manfred Stohl 78 Punkte, 3. Andreas Waldherr 68 Punkte, 4. Alexander Tazreiter 57, 5. Hannes Danzinger 52, 6. Patrick Winter 51

Division II: 1. Daniel Wollinger 117, 2. Alois Handler 77 Punkte, 3. Lukas Langstadlinger 48 Punkte

Division III: 1. Michael Kogler 101 Punkte, 2. Michael Böhm 80 Punkte, 3. Alfred Leitner 74 Punkte

Historic Rallye Staatsmeisterschaft: 1. Christoph Weber 93 Punkte, 2. Sebastian Unger 75 Punkte, 3. Gerhard Openauer 71 Punkte,

Suzuki Motorsport Cup: 1. Mario Klammer 72 Punkte, 2. Michael Hofer 65 Punkte, 3. Wolfgang Werner 52 Punkte 4. Klemens Haingartner 46 Punkte,

Ford Fiesta Sporting Trophy: 1. Lukas Langstadlinger 44 Punkte, 2. Raffael Sulzinger 30 Punkte, 3. Manuel Bauer 28 Punkte, 4. Stefan Laszlo 11 Punkte

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