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Rallye-ÖM: Steiermark

Freude auch über 24. Gesamtrang

Jetzt geht es auch auf den ungeliebten Bergab-Passagen zur Sache, nächster Auftritt mit dem Bioethanol-Mitsubishi bei der Leiben-Rallye.

Wer bei der ARBÖ Rallye Steiermark um die Top-10 mitkämpfen möchte und am Ende den 24. Gesamtrang belegt, ist normalerweise ziemlich enttäuscht. Bei Reinhard Pasteiner war davon aber keine Spur zu bemerken.

Der Niederösterreicher wirkte nach dem Zieleinlauf nahezu so entspannt wie jene drei Piloten, die am Stockerl standen. Und das hat auch seine Berechtigung, denn bis zur letzten Sonderprüfung lag das Duo Pasteiner und Co Gerald Winter auf Kurs bester Karriereplatzierung in Österreich.

Der siebente Gesamtrang war nur mehr Formsache und Platz sechs in Griffweite. Doch ein Reifenschaden am Rundkurs in Hall kostete über zehn Minuten und dadurch auch den Platz im absoluten Spitzenfeld.

Pasteiner: „Wir hatten schon beim ersten Mal in Hall einen Patschen. Da konnten wir die Prüfung aber beenden. Beim zweiten Mal mussten wir in der Prüfung wechseln und dabei gab es Komplikationen. Das betraf jedoch nur das Ergebnis. Ich bin mit dieser Rallye so glücklich, dass ich mich sogar über den 24. Platz freuen kann. Wir haben uns enorm weiterentwickelt und können mit der Spitze mithalten. Das ist entscheidend. Unsere einzelnen SP-Zeiten sind einfach fantastisch. Jetzt suchen wir nicht mehr den Rhythmus, sondern nähern uns schon dem Grenzbereich an. Wenn wir dieses Niveau über eine ganze Rallye durchstehen, sind wir vorne mit dabei.“

Seit der Admont-Rallye klappt es bei Reinhard Pasteiner auch mit den ungeliebten, schnellen Bergab-Passagen. Im Speziellen ist hier die legendäre Sonderprüfung „Kaiserau“ zu nennen, die den Piloten Mut und die volle Beherrschung des Fahrzeuges abverlangt. Für den Unternehmer aus Niederösterreich sind solche Sonderprüfungen immer mit ein wenig Bauchweh verbunden gewesen.

„Ich konnte mich nie richtig einstellen. Mir fehlten die richtigen Bremspunkte und da habe ich dann meistens viel zu früh gebremst. So verlierst du extrem viel Zeit. Die Sonderprüfung Kaiserau hat mir diese Angst genommen. Das war sicher mein größter Sieg bei dieser Rallye. Das liegt sicher auch daran, dass ich volles Vertrauen in meinen Schrieb habe und mich so ausschließlich aufs Fahren konzentrieren kann“, erklärt Reinhard Pasteiner.

Die Kaiserau in Zahlen: Reinhard Pasteiner verbesserte sich zwischen dem ersten und dritten Mal um genau 0,5 Sekunden pro Kilometer. Das heißt: Lag er in der Früh noch 24,5 Sekunden hinter der Bestzeit, so waren es am Ende des Tages lediglich 18,7 Sekunden auf fast zwölf Kilometern.

Jetzt gilt es aber auch wieder ein Top-Resultat einzufahren. Dafür hat Reinhard Pasteiner bereits nächstes Wochenende die Möglichkeit. Der St. Pöltener startet am Samstag (3.10.) bei der „Leiben-Rallye“, einem Lauf zur Austrian Rallye Challenge. Dort trifft er unter anderem auf die starken Deutschen Maik Stözel und Anton Werner (beide Porsche GT3), Vorjahressieger Franz Sonnleitner (Mitsubishi Evo III), San Remo-Starter Mario Saibel (Mitsubishi Evo IX) oder den Vierten der Admont-Rallye, Hannes Danzinger (CNG VW Golf).

Auf dem Programm stehen acht lSonderprüfungen mit 115 SP-Kilometern. Der Start ist um 08:00 Uhr vor dem Schloß Leiben. Die Zieleinfahrt ist um 19:41 Uhr ebendort,

Pasteiner: „Für uns ist es jetzt enorm wichtig, dass wir Kilometer sammeln. Nur so können wir uns weiter entwickeln. Die Leiben-Rallye ist kompakt und anspruchsvoll. Auch das Teilnehmerfeld ist sehr stark. Das ist mit Sicherheit eine gute Standortbestimmung.“

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