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Rosenbergers Alternativantrieb

Gemischte Gefühle im VW Austria Team, während Kris Rosenberger im Porsche den Histo-Sieg holt, fand Andi Waldherr keinen Rhythmus, Diesel-Triumph für Michi Kogler.

Obwohl Andreas Waldherr während der zweiten Etappe der BP-Ultimate eine verlässliche Leistung zeigte war der VW-Pilot mit seinen SP-Zeiten nicht immer zufrieden. „Ich habe meinen Rhythmus nicht gefunden, gewisse Streckenabschnitte fahre ich nicht rund. Der Krümmer-Schock von SP-1 hat mir mehr zugesetzt als ich dachte. Der Polo S2000 würde mehr von mir vertragen.“

Andreas Waldherr hat sich nach seiner Panne in SP-1 vom sechsten auf den fünften Platz verbessert. „Überraschend für mich das hohe Niveau, das wir an der Spitze fahren. Aus dem Zweikampf von 2009 mit Baumschlager/Waldherr ist in der ÖM für 2010 zumindest ein Fünfkampf um den Meistertitel entstanden.“

Der serienmäßige VW Scirocco TDI (Gr. N) mit dem 23 jährigen Michael Kogler am Steuer, sorgte ab der 1. Sonderprüfung in der neu geschaffenen 2 WD Klasse ( Frontgetriebene Fahrzeuge)für viel Gesprächsstoff. Er fuhr mit dem 170 PS Serienfahrzeug den reinrassigen Benzin Kitcar-Piloten (220 bis 240 PS) mächtig um die Ohren. Einzig der schnelle Tscheche J. Slehofer ( Punto S1600) konnte bis Sonderprüfung 8 mithalten. Dann fiel jedoch dieser mit einem technischen Problem aus.

Es sah ab diesen Zeitpunkt für einen Überraschungssieg für den Melker VW Piloten aus. Dann kam es aber ziemlich dick; zuerst kapitaler Turboladerschaden ( der Serienlader hatte leider schon das 24 Stunden Rennen von Dubai hinter sich und dürfte die kühle Luft vom Lavanttal nicht ganz verarbeitet haben), der Wechsel wurde zwar innerhalb 23 Minuten durch die hervorragende Hofbauer-Truppe erledigt, aber zog eine Zeitstrafe von 1.20 Minuten nach sich.

Bei der daraufhin erfolgten Aufholjagd zog sich der VW Rallye Team Pilot noch einen Reifenschaden zu und das kostete noch mal 1 Minute.
Aber ein überlegener ( 6 Minuten Vorsprung) Dieselklassenerfolg und ein 4. Platz in der 2 Rad Meisterschaft stimmten Michael Kogler doch noch fröhlich und die große Freude mit dem Seriendiesel die Benziner ordentlich "versaugt" zu haben, lassen ihn für die nächste Rallye äußerst positiv stimmen.

Michael Kogler: „Für ein äußerst seriennahes Auto zeigt der VW-Scirocco TDI ganz schön seine Zähne. Reihenweise konnten wir den rennmäßig ausgelegten Kit-Cars diversester Hersteller bessere SP-Zeiten vorgeben.“

Eine neue Variante des Forttriebs kreierte Kris Rosenberger. Nachdem in der SP-7 der Umlenkhebel des Gasgestänges seinen Geist aufgab musste Frau Copilotin Tina-Maria Monego im Fußraum (etwas verzwickt) Platz nehmen und am Gasgestänge des Porsches ziehen. Während Herr Rosenberger am Lenkrad drehte und mit Synchron-Schaltvorgängen beschäftigt war, schaftte Frau Gas-Lady bis zu 5.000 Umdrehungen. Diese Aktion kostete Monego/Rosenberger zwar Zeit aber keine Platzierung. Zu groß war der Zeitpolster und die einsame Klasse des Porsche-Teams.

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