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Enttäuschter Optimist

Manfred Stohl ist zwar fehlerlos, aber trotzdem weit abgeschlagen. Seinen Optimismus das Erdgas-Projekt betreffend, schmälert der zweite Einsatz aber nicht.

Ohne Umschweife: Die Bosch-Rallye 2010 zählte nicht wirklich zu den Highlights in der Karriere des Manfred Stohl. Platz 15 in der Endwertung kann auf den ersten Blick natürlich als herbe Enttäuschung angesehen werden. Den zweiten Blick gewährt der OMV-Pilot in sein zerrüttetes Inneres.

„Es tut schon ein bissel weh. Weil ich mir nämlich keines groben Fehlers bewusst bin.“ Im Gegenteil, der CNG Peugeot S2000 sei optimal zu fahren gewesen. Dass dieser von einem Freund aus Polen geliehen war, erst auf Erdgas-Antrieb umgerüstet werden musste – alles keine Argumente, die der einstige Gruppe-N-Champion und WM-Star gelten lässt. „Ich garantiere, das Auto war völlig identisch mit jenem, mit dem ich im Lavanttal unterwegs, das diesmal aber bei der IRC auf Gran Canaria im Kunden-Einsatz war.“

Eine mögliche Aufholjagd von Rang 11 nach der ersten Etappe wurde gestern bereits in der Früh im Keim erstickt. Stohl: „Wir haben zur Sicherheit den leicht undichten Gasdruckregler getauscht und dafür zwei Strafminuten in Kauf genommen, damit war der Käs' eigentlich auch schon gegessen.“

Im Endeffekt bleibt also das grundlegende Problem dasselbe wie jenes nach dem ersten ÖM-Lauf in Kärnten: die fehlende Leistung des Motors. „Dass es eine mühsame Arbeit wird, diese zu finden, haben wir von Anfang des CNG-Projekts an gewusst. Aber die Flinte ins Korn zu werfen, das würde eigentlich so gar nicht zu mir passen“, stellt Stohl deshalb das Prinzip Hoffnung über das Dilemma von Pinggau. „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Erdgas-Peugeot eine nennenswerte Zukunft vor sich hat.“

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