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Kampf um die ÖM geht in Runde 2

Jetzt erst recht: Andreas Aigner schickt für die Rallye rund um Pinggau eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz.

Es war ein fantastischer Auftakt für das neu gegründete Team MCC: Beim ersten Lauf zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft 2010, der BP Ultimate Rallye im Kärntner Lavanttal, brachte man nicht nur alle drei Autos ins Ziel, sondern konnte dank Mario Saibel/Ursula Baumschlager auf Gesamtrang sechs und Andreas Aigner/Daniela Weissengruber auf Gesamtrang zwei gleich mit beiden nagelneuen Mitsubishi Lancer Evo X Top-Platzierungen erreichen.

Einzig dass Andi Aigner den „Matchball“, sprich den möglich scheinenden Sieg vergab, als ihm am Beginn des zweiten Tages ein kleiner Ausrutscher zum Verhängnis wurde, blieb als Wermutstropfen zurück.

Doch der Steirer erneuert für die Bosch Super plus Rallye am 30. April und 01. Mai 2010, frei nach dem Motto „jetzt erst recht“, seine Kampfansage an die Konkurrenz: „Das Ziel ist ganz klar, wir fahren nach Pinggau um zu gewinnen. Es hätte ja in Kärnten schon fast geklappt, also lassen wir jetzt ganz einfach den Fehler weg, dann sollten wir alle Chancen haben“, so der PWRC-Weltmeister 2008 mit einem Augenzwinkern.

Doch Aigner weiß, dass das Feld bei der Rallye im steirischen Wechselland wohl noch näher zusammenrücken wird: „Die Charakteristik der Sonderprüfungen bringt eigentlich für kein Fahrzeugkonzept wirkliche Vorteile. Denn das, was wir mit unseren Gruppe-N-Fahrzeugen aus den Ecken heraus vielleicht gut machen können, das holen sich die S2000-Piloten auf den schnellen Abschnitten bei den Schaltvorgängen zurück. Außerdem ist die Rallye nicht ganz so anspruchsvoll wie jene im Lavanttal, es wird also bestimmt sehr knapp und spannend, weil an der Spitze alles noch enger zusammenrückt – aber am Ende möchten wir unseren Mitsubishi Evo X ganz vorne liegen!“

MCC-Geschäftsführer Mario Saibel ist der zweite Evo-X-Pilot im Bunde, er kommt quasi direkt von der italienischen Rallye Mille Miglia in die Steiermark: „Das war ein super Training. Eine extrem anspruchsvolle Rallye, die man nur zwei Mal besichtigen kann. Das war auch der Grund, warum uns am zweiten Tag im Aufschrieb ein Stein in der Kurveninnenseite gefehlt hat, wodurch ich mir die Radaufhängung beschädigt habe“, berichtet der Wiener von seinem Italien-Abenteuer, bei dem er, als zweitbester Mitsubishi-Pilot klassiert, vorzeitig die Segel streichen musste.

Dass die Bosch Super plus Rallye eine völlig andere Charakteristik hat, sieht Saibel nicht als Problem: „Wichtig waren die Trainingskilometer im neuen Auto. Wir sollten jetzt in der Lage sein, im Wechselland unter die Top-Fünf zu fahren. Das ist das erklärte Ziel und wir werden von Beginn an sicher voll attackieren.“

Wohnbau 2000 Geschäftsführer Jörg Rigger wird indes nach einem erfolgreichen Ausflug auf die Rundstrecke (einmal Platz vier, einmal Platz fünf auf dem Wachauring) wieder im Rallye-Auto Gas geben. Der Mitsubishi Lancer Evo IX, das Vorjahresauto von Mario Saibel, steht für ihn bereit, und nach dem Erfolgserlebnis beim Saisonauftakt im Lavanttal – Rang 27 im hochkarätigen Riesen-Starterfeld – freut sich der Oberösterreicher jetzt schon auf die steirische Traditionsrallye:

„Die Aufgabe in der Steiermark wird – nach der extrem schwierigen Veranstaltung im Lavanttal – wohl ein wenig leichter. Für mich ist es aber trotzdem erst die zweite Rallye mit dem neuen Auto und ich möchte das Ganze locker angehen, lernen und kontinuierlich schneller werden. Die Bosch Rallye ist außerdem beinahe jedes Jahr eine echte Regen-Lotterie, lassen wir uns also überraschen.“

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