RALLYE

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Haingartner dominiert

Die fünf Teams des Suzuki Cups erreichten allesamt das Ziel der bis dato härtesten Rallye, schnellster war Klemens Haingartner.

Die vierte Rallyestation im Suzuki Motorsport Cup, die Schneebergland Rallye, verlangte den fünf gestarteten Teams alles ab. Dafür sorgte der Schotteranteil auf den 15 Sonderprüfungen von fast 62 Prozent. Der nach drei Läufen führende Deutsche Manuel Kößler ging als Favorit ins Rennen. Dieser Rolle wurde er auch bis zur fünften Sonderprüfung gerecht.

Doch auf der Schluss-SP des ersten Tages musste er seinen Suzuki Swift Sport mit gebrochener Antriebs¬achse abstellen. Klemens Haingartner, der zu diesem Zeitpunkt nur zehn Sekunden hinter Kößler lauerte, übernahm die Führung und gab diese am zweiten Tag nicht mehr ab.

Mit dem zweiten Sieg in diesem Jahr übernimmt der Steirer mit 60 Punkten nun auch die Führung in der Cup-Zwischenwertung. Manuel Kößler, der den zweiten Tag mit über sechs Minuten Strafzeit in Angriff nahm, kam über den dritten Platz nicht hinaus, rettete damit aber trotzdem 12 Punkte für die Wertung und hat nun einen Rückstand von lediglich vier Zählern bei noch zwei ausstehenden Läufen.

Für eine positive Überraschung sorgte Rene Rieder, der mit einem dritten Platz bei der Castrol Rallye einen Aufwärtstrend erkennen ließ, nun aber mit Platz zwei sein bestes Saisonresultat einfuhr. Damit konnte der Salzburger auch in der Cupwertung einen Sprung vom sechsten auf den vierten Platz machen.

Weniger Glück hatte Peter Schauberger. Er fiel bereits am ersten Tag auf der zweiten Sonderprüfung aus, nachdem er eine Felswand touchierte und die Radaufhängung verbog. Auch er konnte aber am Samstag an den Start gehen. Für mehr als Platz vier reichte es trotz einer SP-Bestzeit nicht mehr. Dennoch rutschte er in der Cup-Zwischenwertung auf den dritten Platz vor.

Nach einem sehr zurückhaltenden ersten Tag war Suzuki Motorsport Cup-Gaststarter Damian Izdebski. Der DiTech-Eigner macht nicht nur als Gönner und Sponsor im Rallyezirkus, sondern auch als Schotterpilot eine ausgezeichnete Figur. Schritt für Schritt arbeitete er sich auf den zweiten Platz vor. Ohne seine beiden Reifenschäden (SP 10 + 12) wäre vielleicht sogar der Sieg möglich gewesen. Jedoch ist Izdebski als Gaststarter nicht punkteberechtigt für die Cupwertung.

Klemens Haingartner: „Es freut mich sehr, dass ich diese Rallye beenden konnte. Es waren schwierige, besser gesagt extreme Verhältnisse für unsere Autos. Der Sprung an die Spitze der Cupwertung ist das i-Tüpfelchen.“

Rene Rieder: „Meine bislang beste Platzierung. das ist wirklich ein Grund zur Freude. Für mich ist das auch ein wenig überraschend, denn ich muss sagen, dass mir Schotter normalerweise überhaupt nicht liegt.“

Manuel Kößler: „So etwas wie die letzte Sonderprüfung (Haraseben) ist für mich kein Rallyesport mehr. Ich lehne solche Veranstaltungen ab. Daher bin ich froh doch noch ins Ziel gekommen zu sein.“

Max Zellhofer (Suzuki Motorsport Cup Organisator): „Anfänglich war ich enttäuscht, dass sich nur so wenige Starter für diese Rallye gefunden haben. der zweite Tag war extrem hart. Unsere Piloten haben das Beste daraus gemacht. das wichtigste war, dass alle Suzuki Swifts gehalten haben und ins Ziel gekommen sind.“

Endstand nach 15 Sonderprüfungen

1. Klemens Haingartner/Manfred Ambroschütz (Stmk.) 1:48:29,9 Std.
2. Damian Izdebski/Marion Voll (Wien) +1:08.4 Min.*)
3. Rene Rieder/Anton Pichler (Slbg) +3:42,7 Min.
4. Manuel Kößler/Veronika Britzger (D) +9:48,6 Min.
5. Peter Schauberger/Hannes Blazek (W/NÖ) +20:49,5 Min.

*) Gaststarter, nicht punkteberechtigt

Derzeitiger Stand in der Rallye-Cupwertung nach vier Bewerben:

1. Klemens Haingartner (Stmk) 60 Pkt., 2. Manuel Kößler (GER) 56 Punkte, 3. Peter Schauberger (NÖ) 37 Pkt., 4. Rene Rieder (Sbg.)34 Pkt., 5. Wolfgang Werner (NÖ) 28 Pkt., 6. Victoria Schneider (NÖ) 24 Pkt., 7. Alexander Schiessling (NÖ) 18 Pkt.,
8. Kurt Ruhringer (NÖ) 12 Pkt., 9. Johannes Maderthaner (NÖ) 8 Pkt., 10. Dominik Riedmayer (NÖ) 7 Punkte

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