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"Können mit der Situation nicht zufrieden sein"

Der neue FIA-Präsident Jean Todt hat den Rallyesport auf seiner Prioritätenliste - Um die Zukunft sicherzustellen, muss einiges getan werden.

1966 begann Jean Todt seine Motorsportkarriere als Rallye-Beifahrer. 44 Jahre später eröffnete er erstmals die WRC-Präsentation in Paris.

"2010 wird definitiv ein wichtiges Jahr, es ist der Beginn eines neuen Jahrzehnts. Es ist der Beginn meiner Amtszeit als FIA-Präsident und wie jeder weiß, nimmt die Rallye in meinem Herzen immer noch viel Platz ein. Ich habe nie aus dem Blick verloren, was dort passiert", meint der neu gewählte FIA-Präsident.

Deshalb weiß er auch, wie es aktuell um die Rallye-Szene, und vor allem um die WRC bestellt ist. Und was Todt sieht, bereitet ihm Sorgen. Auch wenn man mit "großartigen Autos, Herstellern und Fahrern" in die neue Saison starte, "müssen wir mit der aktuellen Situation unzufrieden sein", räumte der ehemalige Rennleiter von Peugeot und Ferrari ein:

"Wir haben in dieser Saison 13 Rallyes. Die geringe Anzahl von Herstellern muss angegangen werden und wir müssen sicherstellen, dass wir in den nächsten Jahren mehr Interesse für den Rallyesport generieren."

"Persönlicher Einsatz"

Der Rallyesport stehe auf seiner Prioritätenliste, betonte Todt. Er weiß, dass sich die weltweite Wirtschaftskrise weiter auswirke, "aber in schlechten Zeiten müssen wir das, was unsere Meisterschaft ausmacht, noch mehr und besser vermarkten." - Mit North One Sports (der umbenannten ISC) habe man einen neuen Promoter, "der uns wichtigen Input gibt."

"Ich versichere Ihnen meinen persönlichen Einsatz", so Todt weiter. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat er eine Rallye-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Aufgabe es ist, den Rallyesport weltweit voranzubringen. Und dabei gehe es nicht nur um die WRC: "Die Weltmeisterschaft ist die Königsklasse, aber wir müssen uns um den Rallyesport auf der ganzen Welt kümmern."

"Ich bin sehr optimistisch, dass wir 2010 eine tolle Saison erleben werden, aber ich bin noch optimistischer, was die Zukunft des Rallyesports angeht", erklärte der neue FIA-Boss.

"Es gibt vieles, das verbessert werden muss. Wir müssen sicherstellen, dass es Verbesserungen im sportlichen und im technischen Bereich gibt, damit wir viel größeres Interesse bei Herstellern, Privatiers und Medien erzeugen."

Er jedenfalls freut sich auf die Herausforderung: "Und ich muss sagen: Wäre schon am Anfang alles perfekt, dann würde ich diesen Job wohl nicht mit so viel Leidenschaft angehen."

Dem WRC-Promoter North One Sports wünschte er viel Glück: "Sie haben meine Unterstützung und das Engagement aller FIA-Mitglieder, um unsere Ziele zu erreichen."

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