RALLYE

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Totaler Spaß am Schotter

Der Vizemeistertitel in der Gruppe H stand fest, trotzdem wollte sich Eugen Friedl als Schotter-Fan die W4-Rallye nicht entgehen lassen.

Am Co-Piloten-Sitz saß wieder Andreas Schmiedberger, der auch schon bei der Lavantal Rallye am Beginn der Saison die Kurvenkommandos gab. Der Beginn der Rallye war allerdings etwas holprig. Ein elektrisches Problem ließ den Starter verrückt spielen, dank eines Provisoriums konnte gerade noch rechtzeitig die Startrampe erreicht werden.

Überhaupt verlief der gesamte Freitag nicht so recht nach den Vorstellungen: Falsche Reifenwahl (zu hart) und Zündaussetzer im oberen Drehzahlbereich auf Sonderprüfung 2 und 3 verhinderten bessere Zeiten. Zudem konnte nach einer sehr schnellen Passage bei einem Verbremser vor einer engen Rechtskurve gerade noch ein "Notausgang" in einen Feldweg gefunden werden.

Resümee am Abend des 1. Tages: ein etwas enttäuschender 37. Gesamtplatz (5. der Gr. H). Doch die Freude auf die tollen Schotterprüfungen am nächsten Tag stellte eine neue Motivation dar. Und am diesem Samstag lief es ab der 1. Sonderprüfung wie am Schnürchen.

Nach einem tollen Beginn mit 22. Gesamt SP-Zeit ging es in der gleichen Tonart mit ähnlichen Zeiten weiter.Dank des bestens vorbereiteten Autos (Fahrwerk und Bremsen musste von Aspalt auf Schotterabstimmung vor Ort umgebaut werden) lief der Wagen prächtig und das Fahren auf den herrlichen Schotterprüfungen teilweise mit "Finnland-Charakter" machte vor den vielen Zuschauern total Spaß.

Das einzige Problem am Samstag - ein eingerissener Auspuffkrümmer - "verbesserte" den Sound und törnte damit noch mehr an. Unter anderem mit diesem Spaßfaktor verbesserten wir uns sukzessive und konnten letztendlich den guten 26. Gesamtplatz (4. der Gr.H) von 59 Teams im Ziel erreichen. Die Aufholjagd war somit erfolgreich. Das "Stockerl" der Gr. H war aber durch die verlorene Zeit am Freitag verpasst.

Fazit der abgelaufenen Saison: "Wir haben immer das Ziel erreicht und sind mit dem Vizemeistertitel der ÖMS Gr. H (nach dem Meistertitel 1994 in der Formel 2 Challenge auf VW Golf) total happy! Das Ergebnis ist auch um so erfreulicher, weil es mit drei verschiedenen Co-Piloten erreicht wurde, wir nicht an allen Läufen teilnehmen konnten und am Anfang der Saison nicht so damit gerechnet haben."

Generell kann gesagt werden, dass die neue Gr. H bzw. Division V in der österreichischen Rallyemeisterschaft eine Bereicherung darstellt. Das wird unterstrichen durch die Tatsache, dass in der Meisterschaftsendwertung 21 Teams der Gr.H Punkte errungen haben.

Vielen Dank auch an die Service-Crew von Grabner Motorsport, die eine tollen Job sowohl von der Vorbereitung als auch bei den Problemlösungen während der Rallyes über das ganze Jahr gemacht haben. Wenn es ein technisches Problem gab, konnte es immer kurzfristig gelöst werden. Großen Dank auch an alle Sponsoren, nur mit deren Unterstützung konnte so ein Erfolg erreicht werden.

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