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Stohl Racing präsentiert „rally-e“

Manfred Stohl spricht über das jüngste Projekt aus dem Hause Stohl Racing, welches in Wels vorgestellt wird. Und: Was macht „Stohlito“ im Jahr 2011?

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Stohl Racing, Daniel Fessl

Am Freitag wird im Rahmen der Energiesparmesse in Wels (Messehalle 20/Stand 810) der neueste, in höchstem Grade innovative Streich aus dem Hause Stohl Racing vorgestellt: Ein mit Elektromotor betriebener Peugeot 207 S2000.

Das Projekt trägt den Namen „rally-e“ und befindet sich derzeit noch in der Planungsphase.

Manfred Stohl erklärt dazu gegenüber motorline.cc: „In Wels wird das Projekt als solches vorgestellt – und es wird auf Basis des Peugeot 207 S2000 geplant.“

Zu sehen gibt es also „nur“ das Design des Peugeot 207 S2000, den Träger des geplanten Projekts – der Elektromotor und dessen Umfeld werden in Wels noch nicht zu bewundern sein.

2012 der erste Rollout, 2013 die ÖM

Es gibt einen Plan, den Stohl und sein Cheftechniker Günther Aschacher verfolgen. Stohl erklärt: „ Die Idee ist, dass man Anfang 2012 den ersten Rollout absolviert und man dann den einen oder anderen Test oder auch eine Testrallye fährt. Und dass man dann ab 2013 die gesamte Meisterschaft bestreitet.“

Kann man mit einem Elektroauto mit den Benzinautos mithalten? Stohl bejaht diese Frage: „Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass man mit dem Elektroauto konkurrenzfähig sein kann, auch wenn es am Anfang schwierig sein wird. Allerdings wissen wir noch nicht, wie das Reglement für ein solches Auto aussehen wird.“

Genaue Details zur geplanten Bauweise möchte Manfred Stohl aus verständlichen Gründen noch nicht verraten, lachend sagt er: „Wenn ich dir jetzt diese Details verrate, kannst du das Auto vor uns bauen. Ich bitte um Verständnis, dass wir uns hier noch bedeckt halten.“

Welche Herausforderungen sind bei der Umsetzung des Projekts zu erwarten? Stohl erklärt: „Die Finanzierung ist das größte Problem – aus technischer Sicht stellen die Akkus klarerweise die größte Herausforderung dar. Da geht es um das Gewicht und die Gewichtsverteilung, dazu kommt die Reichweite und auch die Temperatur ist ein Riesenthema. Du kannst dir vorstellen, wie hoch die Temperaturen werden – das wird also nicht ganz so einfach.“

Wäre der E-Peugeot das weltweit erste Elektrorallyeauto? Stohl glaubt: „Es wäre vielleicht das erste Elektrofahrzeug, das eine Rallye bestreitet. In anderen Rennserien gibt es ja bereits Elektroautos.“

Ein anderes Problem ist der Sound – denn ein leises Elektroauto könnte gerade im Rallyesport für heikle Momente sorgen. Stohl nickt: „Wir überlegen uns, ob wir auch ein Soundpaket gestalten.“

Was macht Stohl 2011?

Was macht Manfred Stohl eigentlich im Jahr 2011? Wird das OMV Erdgasprojekt fortgesetzt?

Im Hause des Erdölkonzerns wurde auf Vorstandsebene einiges geändert – Stohl rechnet nicht mehr mit einer Fortsetzung des CNG-Projekts: „Der neue Vorstand tritt bereits jetzt in Kraft, aber erst im Sommer wird eine neue Sponsoring-Strategie bekannt gegeben. Und man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Rallyesport nicht mehr in dieser Strategieliste dabei sein wird.“

Zurzeit ist Manfred Stohl mit Testfahrten beschäftigt, auch im Ausland – um welche Tests es sich handelt, möchte Stohl jedoch nicht verraten.

Viele Rallyefans hoffen, dass „Stohlito“ auf einem Benzinboliden die Rallye-ÖM aufmischt. Besteht die Möglichkeit, dass Stohl heuer den Benzin-S2000 zündet?

Stohl lacht: „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – natürlich würde ich gerne fahren, aber es liegt wie gesagt an der Finanzierung. Wenn ein Sponsor sagt, er würde mich gerne fahren sehen, bin ich natürlich gerne dabei.“

Weitere Informationen zum Projekt "rally-e" ab 4. März auf www.e-impuls.at

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