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IRC: Zypern

Wenn Mikkelsen gewinnt, ist er Champion

Weil Neuville aufgeben musste und Mikkelsen die Führung zurückerobern konnte, liegt der Norweger auf Titelkurs. Kopecky auf Rang drei. Arai auf Platz acht.

Michael Noir Trawniczek

Nach dem Überschlag und dem daraus resultierenden Ausfall von Skoda-Werkspilot Juho Hänninen in der zweiten Kurve der ersten Freitagsprüfung setzte sich das Drama beim IRC-Finale am Freitagnachmittag fort…

Rallyeleader Thierry Neuville, die einzige Titel-Hoffnung von Peugeot, erlitt bei der zweiten Durchfahrt der rund 24 Kilometer langen Schotterprüfung SP 4 „Koilinia“ einen Reifenschaden rechts hinten und verlor dabei zunächst rund drei Minuten.

„Nachdem wir die Fahrt fortgesetzt haben, gab es ein Problem mit der Batterie“, gab der Belgier im Ziel der SP 4 zu Protokoll, nachdem sein Motor nicht mehr die volle Leistung abgab.

Aber noch vor dem Start der letzten Prüfung des Freitags, der rund 18 Kilometer langen, überwiegend auf Asphalt abgehaltenen SP 5 „Salamiou“ musste Neuville aufgeben, da sich herausstellte, dass ein Problem mit dem Kühler den Leistungsverlust bewirkte.

Neuville erklärte: „Wir wollten den Motor nicht ruinieren, daher war es die beste Lösung, für den Freitag aufzugeben. Wir fanden wirklich in einen guten Rhythmus, konnten hart attackieren, ohne dabei Fehler zu machen. Wir hatten in dieser Saison schon einige Male Glück, doch diesmal war es einfach Pech – doch wir setzen die Fahrt morgen Samstag fort.“

Nach dem Abgang von Neuville war der Weg frei für Andreas Mikkelsen im von Skoda Großbritannien eingesetzten Skoda Fabia S2000. Mit zwei Bestzeiten konnte sich Mikkelsen, der vor kurzem seinen ersten IRC-Sieg zelebrieren konnte, wieder an die Spitze setzen.

Nach der ersten Etappe der Zypern-Rallye führt Mikkelsen 20,7 Sekunden vor Nasser Al-Attiyah im Ford Fiesta S2000, der keine Titelchancen hat, sowie 46,1 Sekunden vor seinem Rivalen im Kampf um den Titel, Tabellenleader Jan Kopecky im einzigen verbliebenen Werks-Skoda.

Mikkelsen zog eine erfreute Tagesbilanz: „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Tag.“ Kopecky reklamierte nach der letzten Sonderprüfung des Freitags: „Vielleicht sind wir etwas zu vorsichtig gefahren…“

Tatsächlich würde Kopecky der dritte Platz nicht genügen, wenn Mikkelsen die Rallye gewinnen sollte. Auch der zweite Platz wäre nicht genug. Denn die IRC-Macher vergeben beim WM-Finale doppelt so viele Punkte wie üblich – so wäre Mikkelsen der Champion, wenn er die Rallye gewinnen sollte…

Außenseitertitelkandidat Freddy Loix, der für Skoda Belgien antritt, konnte sich auf Platz vier vorarbeiten, liegt aber bereits 1:41 Minuten hinter dem Führenden zurück. Nur fünf Sekunden hinter ihm lauert Patrik Sandell auf einem weiteren Skoda Fabia S2000 auf Platz fünf.

Mehr als eine Minute hinter Sandell belegt Karl Kruuda (ebenfalls Skoda) Platz sechs, dahinter rangiert der Deutsche Matthias Kahle auf einem weiteren Skoda Fabia S2000 auf Platz sieben.

Stohl Racing-Pilot Toshihiro Arai belegt im Subaru Impreza WRX STI R4 den achten Gesamtrang, womit der die Produktionswertung anführt und auch auf Titelkurs im „Production Cup“ der IRC unterwegs ist.

Am Samstag stehen noch sechs Sonderprüfungen zu insgesamt rund 100 Wertungskilometern auf dem Programm. Die letzte SP wird um 16 Uhr Ortszeit in Angriff genommen.


Nach Etappe 1 (SP 5 von 11)
 1.  Andreas Mikkelsen      Skoda UK              1:07:17.7
 2.  Nasser Al-Attiyah      Barwa Ford               + 20.7
 3.  Jan Kopecky            Skoda                    + 46.1
 4.  Freddy Loix            BFO Skoda              + 1:41.2
 5.  Patrik Sandell         Skoda Schweden         + 1:46.3
 6.  Karl Kruuda            ME3 Skoda              + 2:43.5
 7.  Matthias Kahle         Skoda Deutschland      + 3:30.6
 8.  Toshi Arai             Stohl Subaru           + 4:35.3
 9.  Nicos Thomas           Mitsubishi             + 5:23.7
10.  Charalambos Timotheou  Mitsubishi             + 6:42.9

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