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IRC: Zypern

Der neue IRC-Meister heißt Andreas Mikkelsen

Andreas Mikkelsen konnte sich mit dem Sieg auf Zypern zum neuen IRC-Meister krönen – Toshi Arai und Stohl Racing gewinnen den Production Cup.

Michael Noir Trawniczek

„Ich kann es nicht glauben, dass es wirklich passiert – was für ein Jahr, ich möchte allen im Team danken, es war eine unglaubliche Saison. Ich weiß nicht, was ich sagen soll – es ist gerade sehr emotional…“ – Andreas Mikkelsen hat es geschafft.

Mit einem überlegenen Sieg bei der Zypern-Rallye konnte sich der Skoda Großbritannien-Pilot zum neuen IRC-Champion krönen. Der Norweger, der heuer auch an der FIA Akademie teilgenommen hat, konnte sein Glück noch gar nicht richtig fassen…

Zwar musste Mikkelsen noch eine Schrecksekunde auf der ersten Nachmittagsprüfung hinnehmen, als er gegen einen Felsen fuhr und sich dabei einen Reifenschaden zuzog – doch auch sein Rivale Jan Kopecky wurde auf der gleichen Prüfung von diesem Schicksal ereilt – während Mikkelsen nur wenige Sekunden einbüßte, stieg der Rückstand von Kopecky auf über eine Minute. So musste Mikkelsen letztendlich nur noch ins Ziel gelangen…

Freilich hat ihm das Koeffizientensystem geholfen, das die IRC-Macher bei den letzten beiden Rallyes eingesetzt haben, um die Spannung zu erhöhen. So gab es bereits in Schottland 1,5mal so viele Punkte wie sonst, auf Zypern gab es sogar die doppelte Punkteanzahl.

„Das hat uns letztendlich den Titel gekostet“, sagte Jan Kopecky, der vor dem Finale die Tabelle recht deutlich angeführt hatte. Der tschechische Skoda-Werkspilot fügte versöhnlich hinzu: „Aber das System ist für alle gleich – und es war eine gute Saison für uns.“

Mit Patrik Sandell stand ein weiterer Skoda-Pilot als Dritter auf dem Siegerpodest. Hinter Sandell belegten Karl Kruuda, Freddy Loix und Matthias Kahle die Plätze vier bis sechs – allesamt ebenfalls auf einem Skoda Fabia S2000.

Sechs Skoda in den Top 6 – was für ein Triumph für den tschechischen Automobilhersteller, auch wenn keiner der beiden Werkspiloten den Titel einheimsen konnte.

Auf Platz sieben beendete Stohl Racing-Pilot Toshi Arai im Subaru Impreza WRX STI R4 die Rallye, womit er die Produktionswertung gewinnen und auch im Production Cup den Titel an Land ziehen konnte. „Die letzten Meter waren hart und knifflig“, gab Arai zu Protokoll. Der Japaner fügte hinzu: „Wir hatten eine gute Saison.“

Hinter Arai landeten Mark Wallenwein (Skoda Fabia S2000), 2WD-Champion Jean-Michel Raoux im Renault Clio R3 sowie Lokalmatador Doros Loucaides im bestplatzierten Peugeot 207 S2000 in den restlichen Punkterängen.

Auch wenn die IRC-Saison damit beendet ist - am Sonntag steht wie im Vorjahr wieder die „Golden Stage“ auf dem Programm, welche zweimal befahren wird. Insgesamt winken den Piloten 150.000 Euro an Preisgeld.

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