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Rallye-ÖM: Waldviertel

Punktemaximum

Mit einer beeindruckenden Vorstellung beendet Beppo Harrach und Andreas Schindlbacher eine wahrhaft meisterliche Saison 2011.

Foto: Daniel Fessl

Freies Fahren lautete das Motto des DiTech Racing Teams für den letzten Meisterschaftslauf. Wie das für einen frisch gebackenen Meister auszusehen hat, wurde den Mitbewerbern bereits ab dem ersten Meter in einer Art vermittelt, die fast schon unhöflich war.

Der Veranstalter sprach diesbezüglich bereits in seiner ersten Presseaussendung vom „Herr des Ringes“ und ergänzte dies durch weitere Superlative im Lauf der Rallye.

Lachend berichte Beppo Harrach am Abend des ersten Rallyetages von einem kleinen Ausflug in ein morastiges Feld und davon, dass er in der Dunkelheit Probleme mit seiner Lichter-Galerie hatte. All das konnte nichts daran ändern, dass Beppo Harrach Tag 1 mit einer überlegenen Führung beendete und sich am Samstag Morgen gleich daran machte, diese Führung weiter auszubauen. Anstatt vom Gas zu gehen, lehnten sich Beppo Harrach und Andreas Schindlbacher in weiterer Folge noch weiter aus dem Fenster, indem sie das Tempo weiter forcierten. Einen kleinen Dämpfer dafür hielt der erste Durchgang der Königssonderprüfung bereit.

Ein Baum stand an einer ungünstigen Stelle und brachte den einmal mehr perfekt laufenden Mitsubishi EVO IX kurzzeitig aus dem Rhythmus. Bis zum Ende dieser insgesamt 28 Kilometer langen Sonderprüfung gelang es Beppo Harrach, wieder in Fahrt zu kommen und dabei am Schluss der Sonderprüfung immer noch 8 Sekunden schneller als Manfred Stohl und volle 20 Sekunden schneller als Raimund Baumschlager zu sein.

Erst gegen Ende der Waldviertel Rallye musste sich der Rallyestaatsmeister 2011 dazu entschließen, Tempo rauszunehmen, um das Auto ins Ziel bringen zu können. Ein Bruch der Aufhängung des linken Hinterrades (ein Schaden, der nichts mit dem Baumkontakt auf SP 11 zu tun hatte) rund acht Kilometer vor dem Ziel der vorletzten Sonderprüfung sorgte dafür, dass das Rad fortan unkontrollierbar durch das Radhaus wanderte und an ein Rallye Tempo „eigentlich“ nicht mehr zu denken war. Es galt vielmehr, aus eigener Kraft ins Ziel zu kommen was schlussendlich auch gelungen ist.

Beppo Harrach: „Eine Rallye ohne jeden Druck in Angriff nehmen zu können ist vielleicht das beste Geschenk, das man zum Saisonfinale bekommen kann. Ich wollte hier zeigen, dass ich gewinnen kann, und das ist mir gelungen. Möglich wurde dieser Sieg durch mein Team, durch meinen Beifahrer und durch ein perfekt aufgebautes Auto.

Dass man bei einem so hohen Tempo dann und wann die Ideallinie verlässt, ist fast nicht zu vermeiden. Das Glück, dabei keinen echten Schaden davonzutragen und zum Schluss mit einem Dreirad die Führung zu verteidigen, habe ich diesmal gehabt. Ich freue mich wahnsinnig, danke meinen Sponsoren DiTech und Caramba und auch dem Mitsubishi Importeur für die mir entgegengebrachte Unterstützung. Dieser Sieg gehört meinem Team und meinen Fans.“

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