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Rallye-WM: Argentinien

Elf WRC-Teams sind am Start

Kurz vor dem Einbruch des Winters gastiert der WM-Tross in Argentinien – ohne Henning Solberg und Ilka Minor. Dafür mit zum Teil neuen Prüfungen…

Michael Noir Trawniczek

Nur elf Teams nehmen die weite Reise nach Argentinien auf sich, um dort am sechsten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Ilka Minor wird man im Land der Gauchos vergeblich suchen, auch wenn Henning Solberg in der Nennliste aufscheint - der Norweger lässt die Rallye aus, die Österreicherin sitzt stattdessen wieder auf dem heißen Sitz von Manfred Stohl, der im R4-Subaru bei der Castrol-Rallye im vergleichsweise gar nicht fernen Judenburg starten wird.

Im fernen Argentinien sind die „üblichen Verdächtigen“ am Start: Die vier Werkspiloten von Citroen und Ford, Privatier Petter Solberg (der endlich einen Sieg feiern möchte), Mads Östberg und Matthew Wilson in den Stobart Ford, dazu der chancenlose Lokalmatador Federico Villagra im Munchi’s Ford, Peter van Merksteijn und auch Daniel Oliveira im einzigen, privaten Mini John Cooper Works WRC.

Weltmeister und WM-Leader Sébastien Loeb konnte die Rallye bislang fünfmal gewinnen – er muss die Prüfungen am ersten Tag eröffnen und den losen Schotter von der Strecke fegen.

Diesmal jedoch wird es zwischen den Schotterpassagen auch asphaltierte Teile auf den Sonderprüfungen geben. Loeb sagt dazu: „Weil die Asphaltabschnitte in der Mitte einer Prüfung sind, können wir nicht mit der Abstimmung spielen. Wir müssen unseren Fahrstil anpassen, damit wir das Optimum herausholen können. Der entscheidende Faktor wird der Umgang mit den Reifen sein.“

Die Strecken weisen an jedem Tag einen anderen Charakter auf, erklärt Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala: „Am Freitag sehr technisch, also eng und verwinkelt. Am Samstag stehen schnelle, geschwungene Kurven im Vordergrund, aber es geht immer wieder auch durch Wasserdurchfahrten und über Sprungkuppen. Der Sonntag hält mit der Ascochinga - Agua de Oro die längste Prüfung der ganzen Saison bereit.“

Die Prüfung ist 48,21 Kilometer lang. Als Powerstage wird jedoch die 3,9 Kilometer kurze SP „Cabalango – Villa Garcia“ absolviert.

Latvala: „Für uns Fahrer bedeutet dies: Wir müssen jeweils einen neuen Rhythmus finden und uns auf die besonderen Bedingungen einstellen.“

Citroen DS3 WRC-Pilot Loeb freut sich auf die Rallye-verrückten Argentinier und möchte seine Erfolgsserie in Argentinien fortsetzen. Mikko Hirvonen und Latvala wollen dies in ihren Ford Fiesta RS WRC verhindern – das Ford-Team strebt den zweiten Saisonsieg an.

Die Rallye, die auch zur PWRC gezählt wird, beginnt bereits am Donnerstag mit einer Superspecial in Carlos Paz, wo auch wieder der Servicepark errichtet wird. Die rund drei Kilometer kurze SP wird um 15.05 Uhr Ortszeit (20.05 Uhr MESZ) gestartet.

Am Freitagmorgen um 9.36 Uhr Ortszeit (14.36 Uhr MESZ) geht es dann richtig los – am Spätnachmittag um 16.52 Uhr Ortszeit (21.52 Uhr MESZ) wird die letzte SP des ersten Tags in Angriff genommen.

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