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Rallye-WM: News

"Wollte dem Team nicht wehtun"

Sebastien Loeb über ein interessantes Angebot von Volkswagen, enge Kontakte zu Carlos Sainz und warum er sich doch für Citroen entschieden hat.

Citroen verlangte von Sebastien Loeb im Sommer eine Entscheidung über die Zukunft und bekam sie auch.

Der siebenfache Weltmeister hat seinen Vertrag bis Ende 2013 verlängert. Trotzdem dachte der Franzose über andere Alternativen nach.

Ein Wechsel zu Volkswagen stand im Raum, aber auch die DTM oder die Langstrecke. Schließlich bleibt Loeb seinem Arbeitgeber treu und geht auf die Jagd nach weiteren WM-Titeln.

"Ich habe mir seit einiger Zeit die Frage gestellt, ob ich aufhören, weitermachen oder die Kategorie wechseln soll. Ich habe mir alle Optionen angesehen. Über etwas sprechen und es zu tun ist nicht das gleiche. Es ist nicht so leicht, den Rallye-Sport aufzugeben. Jetzt ist es vorbei", sagt Loeb. "Wenn ich mir meine Resultate ansehe, dann bin ich nicht schlecht. Ich führe die Meisterschaft an."

"Es ist in diesem Jahr nicht leicht, aber ich bin vorne und bleibe es hoffentlich auch. Ich dachte mir also, dass es schade wäre, wenn ich nicht weitermache. Ich bin immer noch jung und meine Motivation für Siege ist immer noch da."

Trotzdem gibt Loeb zu, dass er eine Veränderung der Umgebung in Betracht gezogen hat. "Ich habe sieben WM-Titel gewonnen, alle mit Citroen. Zu einem Zeitpunkt wollte ich einen Ortswechsel."

"Wie gesagt, ist es trotzdem ein Unterschied darüber zu reden und es dann wirklich zu tun. Ich dachte über neue Herausforderungen nach, aber ich bleibe jetzt. Das ist in Ordnung. Ich bin froh, diese Entscheidung getroffen zu haben und weiterzumachen."

Loeb hat bereits verschiedene Autos getestet. Für ihn wäre "Rallye, DTM oder die Langstrecke" in Frage kommen. "Nach gründlicher Überlegung habe ich dann entschieden, dass die DTM und die Langstrecke warten müssen."

Lange wurde über einen Wechsel zu Volkswagen spekuliert. Der deutsche Hersteller steigt 2013 mit einem Polo R in die WM ein. Es gab auch konkrete Gespräche.

"Ich hatte ein Angebot von VW und muss zugeben, dass es meine volle Aufmerksamkeit hatte. Ich glaube, dieses Angebot hat mich überzeugt, dass ich im Rallyesport bleibe. Ich stand in engem Kontakt mit Carlos Sainz."

"Es wäre eine Herausforderung, ein neues Auto zu entwickeln und damit den Titel zu gewinnen. Für VW sind die Testfahrten nicht limitiert. Ich hätte auf allen Belägen testen können. Die Freude des Konkurrenzkampfes wäre aber nicht dabei gewesen und ich hätte nicht gewusst, ob ich am Ende ein siegfähiges Auto haben würde. Mein Terminkalender wäre eigentlich nicht so anders gewesen."

Speziell mit Sebastien Ogier hat Loeb eine harte Nuss im eigenen Lager. Das Feld wollte er dem jüngeren Franzosen nicht einfach überlassen. "Ich bin aufgeregt darüber, wie man in diesem Jahr die Rallyes managen muss. Ogier ist immer hinter mir und ich muss die Straßen säubern. Ich hatte immer ein Team hinter mir, das mich unterstützt hat", sagt Loeb.

"Ich gebe zu, dass ich zu einem gewissen Zeitpunkt meine Zweifel daran hatte. Die Regeln sind nun einmal so, aber glücklicherweise ändern sie sich im kommenden Jahr", spricht der 37-Jährige die Bremstaktiken an.

"Diese Probleme werden also der Vergangenheit angehören. Ich möchte ein Team, das mich unterstützt und mit dem ich die Siege teilen kann. Mit Citroen habe ich mich entwickelt und viel gelernt. Ich habe mit Citroen meine Titel gewonnen und wollte dem Team nicht wehtun."

"Wenn ich zu einem anderen Hersteller wechseln würde, dann würden sie sich betrogen fühlen. Meine Beziehung zum Team, den Ingenieuren, den Mechanikern und PSA war immer exzellent. Ich wollte das nicht zerstören."

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