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Baumschlager & Skoda: Ärger über Winter-Aussagen

Patrick Winter hat bei der PK zur Lavanttal-Rallye erklärt, „gewisse Herren“ hätten etwas dagegen, dass er Skoda fährt. Baumschlager & Skoda sind sauer.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Daniel Fessl/www.motorline.cc

Im Rahmen der im Wiener K47 abgehaltenen Pressekonferenz zur BP Rallye im Lavanttal ließ Patrick Winter mit der folgenden Erklärung aufhorchen: „Ich dachte, es muss ein neues Auto her – ich wollte unbedingt ein S2000. Ich wurde mit einem italienischen Team einig, ein Skoda Fabia S2000 Evo 2 war ausgemacht.“

Und: „Am Montag um 10.52 Uhr kam die Nachricht, dass gewisse Herren keinen zweiten Skoda in Österreich wollen. Doch das Team konnte jetzt kurzfristig einen Peugeot 207 S2000 organisieren. Ich möchte mich im Lavanttal erst einmal an das Auto gewöhnen und fehlerfrei fahren.“

Diese Aussagen sorgen nun für Aufruhr. Welche gewissen Herren könnte Winter gemeint haben? Wer könnte etwas dagegen haben, dass ein zweiter Fabia S2000 in Österreich antritt?

Die Logik sagt einem, dass damit zum einen Skoda Österreich oder das Skoda-Werk in Tschechien oder auch jener Mann gemeint sein könnte, der mit dem Skoda Fabia S2000 erst im Vorjahr wieder den ÖM-Titel erringen konnte, Raimund Baumschlager.

Der Serienstaatsmeister erklärt in einem Telefonat mit motorline.cc: „Als ich die Aussagen von Patrick Winter gelesen habe, war meine erste Reaktion, dass ich bei Max Egger [Geschäftsführer des Skoda-Importeurs Intercar Austria, d. Red.] und auch bei Michal Hrabanek [Teamchef Skoda Motorsport] angerufen habe. Denn es hätte ja sein können, dass Patrick in der laufenden Saison eine Unterstützung von Skoda Motorsport wollte und diese nicht stattgegeben wurde. Doch beide wussten von nichts, beide hatten keinen Kontakt zu Winter.“

Baumschlager fügt hinzu: „Sowohl Egger als auch Hrabalek sind stinksauer über solche dummen Aussagen, das ist dermaßen blöd. Warum sollte Skoda etwas dagegen haben, dass ein zweiter Fabia S2000 in Österreich fährt? Und warum sollte ich persönlich etwas dagegen haben?"

"Jeder starke Konkurrent in einem weiteren S2000 bringt mir und meinen Sponsoren letztlich mehr Presse. Wenn ich als einziger S2000-Pilot überlegen gewinne, erhalten wir maximal ein kleines Kästchen in der Tagespresse. Außerdem habe ich derzeit ganz andere, logistische Sorgen im Zusammenhang mit der Jordanien-Rallye.“

Übrigens: Bei der BP Lavanttal Rallye wird ein weiterer Skoda Fabia S2000 am Start sein, pilotiert wird er vom slowenischen Staatsmeister.

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