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ERC/ORM: Jännerrallye 2013

Ausfall ohne Vorwarnung

Bitter enttäuscht war Michael Böhm nach seinem frühen Out bei der Jännerrallye in Freistadt. Neue Chance: Ende März im Rebenland.

Fotos: AUTO-aktuell

So gut hat alles angefangen für das Duo Michael Böhm/Katrin Becker. Die erste Sonderprüfung bei der diesjährigen 30. Jännerallye in Freistadt war ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Nur sieben Sekunden hinter Hannes Danzinger bzw. drei Sekunden hinter Hermann Neubauer nach den völlig vereisten 19 Kilometern rund um das Mühlviertler Örtchen Pierbach.

Böhm hatte dabei sogar noch einen vor ihm gestarteten Mitbewerber zu überholen, was gut und gern fünf bis acht Sekunden gekostet hat. Rechnet man diese Zeit ab, lagen Böhm /Becker hervorragend auf Kurs. Noch dazu, wo Michael Böhm keine Möglichkeit hatte, den Suzuki im Shakedown zu testen und sich auf die Bedingungen einzustellen, da er dafür von den Stewards der Veranstaltung keine Erlaubnis bekam, da der notwendige FIA-Wagenpass des Autos nicht vorlag.

Böhm: „Danzinger und Neubauer waren die Favoriten auf den Sieg in der 2WD-Wertung, aber wir waren voll bei der Musik dabei, und ich denke es wäre noch viel möglich gewesen.“

Doch noch ehe das Gespann zum gegenseitigen Applaus ansetzen konnte, setzte sich „Gevatter Pech“ ins Cockpit respektive unter die Motorhaube des Suzuki Swift Super 1600. „Wir waren gerade auf SP 2 unterwegs, plötzlich war der Motor weg, ohne jegliche Vorwarnung, möglicherweise ein Elektronikdefekt“, schildert der Niederösterreicher das Unglück.

Eine Diagnose, die später Suzuki-Teamchef Max Zellhofer bestätigte. Der Blitzabschied war leider auch einer von der internationalen Bühne. „Weil die Jännerrallye ja zur Europameisterschaft zählt, wollten wir hier auch in dieser Hinsicht einmal aufzeigen. Jetzt sind wir natürlich bitter enttäuscht, denn ich hab mich sehr wohl gefühlt.“

„Das wäre ein toller Dreikampf um den Sieg in der 2WD-Wertung geworden“, ist Böhm überzeugt, „wir hätten ganz sicher vorne mithalten können. Statt „wäre“ und „hätte“ regiert nun der Frust. „Ich fahre jetzt mal nach Hause, muss ein bissel Abstand gewinnen“, sagt Böhm. Um dort wahrscheinlich draufzukommen, dass die Pleite von Freistadt zwar ärgerlich ist, aber noch keinen Beinbruch bedeutet.

Der Kampf um den österreichischen Meistertitel in der 2WD-Klasse – und um den geht es Böhm/Becker vordergründig – wird nicht im ersten Saisonlauf entschieden. Ein paar Tage Abschalten und dann gilt die ganze Aufmerksamkeit schon der Rebenland-Rallye im März. Motto: „Neues Spiel, neues Glück!“ Im Idealfall jenes, das im Mühlviertel gefehlt hat.

Teamchef Christian Böhm: "Schade, denn Michael liebt diese Bedingungen und ich hätte ihm den Sieg zugetraut, aber im Motorsport gibt es kein hätte und wäre. Jetzt heißt es mit Konzentration auf die Rebenland-Rallye vorbereiten und die Technik so weit in den Griff zu bekommen, dass so etwas nicht nochmal passiert. Vielleicht ergibt sich in dieser Saison ja noch die Gelegenheit international zu starten - wir werden sehen.”

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