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ORM: Weiz-Rallye

Hermann Neubauer holt den zweiten Platz

Hermann Neubauer gelang bei seiner S2000-Premiere das, was viele für unmöglich gehalten hätten – der zweite Gesamtrang.

Foto: Daniel Fessl

Lauf sechs der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft sah ein sensationelles Debüt des jungen Salzburgers Hermann Neubauer in der allerhöchsten „Spielklasse“: Gleich bei seinem allerersten Einsatz mit einem Wagen der S2000-Kategorie – genauer gesagt mit einem Peugeot 207 S2000 – gab der Youngster eine wahre Gala-Vorstellung ab und eroberte gemeinsam mit seinem Co-Piloten Bernhard Ettel den zweiten Gesamtrang! Dabei hatte Hermann Neubauer gerade einmal 70 Test-Kilometer, um sich an das schwierig zu fahrende Allrad-Geschoss zu gewöhnen, das von Österreichs Rallye-Ass Manfred Stohl und seiner Mannschaft von Stohl-Racing perfekt vorbereitet und betreut wurde. Vor dem Start der Rallye war Neubauer dementsprechend vorsichtig und sprach von einem Top-Fünf-Platz…

Doch schon nach den ersten Sonderprüfungen am Freitag war klar, dass Hermann Neubauer eine sensationelle Rallye gelingen könnte: Auf zwei von sechs Sonderprüfungen der ersten Etappe war er sogar schneller als Serienstaatsmeister Raimund Baumschlager, der am Weg zu seinem elften Titelgewinn ganz sicher nicht mit angezogener Handbremse unterwegs war. Und auch wenn am Samstag das eine oder andere Mißgeschick passierte – auf der ersten SP der zweiten Etappe steckte Neubauer fast 40 Sekunden in einem Graben fest, später gab’s noch kleinere Dreher – ließ der junge Mann aus dem Lungau nichts mehr anbrennen und fuhr einen sicheren zweiten Gesamtrang ein, nur 1:27,1 Minuten hinter Raimund Baumschlager, der mit seinem Sieg den elften ÖM-Titel fixierte.

„Wenn ich heute in der Früh nicht so blöd im Graben gelandet wäre, hätte ich noch einmal nachgelegt. Aber Ich glaube, dass dir mit dem S2000 viel schneller kleine Fehler passieren, als mit anderen Autos. Und so habe ich halt drei Prüfungen komplett versemmelt, da habe ich fast die ganze Zeit verloren. Davon abgesehen konnte ich fast immer mit dem Raimund mithalten, das war wirklich gut, ich freue mich auch dementsprechend“, jubelte ein dennoch selbstkritischer Hermann Neubauer im Ziel. „Ein großer Dank geht an alle meine Sponsoren, an den Bernhard (Ettel, Anm.) und an den Manfred (Stohl, Anm.), die mir geholfen haben, dieses Projekt zu realisieren. Ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wenn nicht in diesem Jahr, dann hoffentlich im nächsten. Abschließend noch Gratulation an den Veranstalter zu einer sensationellen Rallye und an den Raimund zu seinem elften Titel. Jetzt weiß ich aus erster Hand, wie schnell er nach wie vor ist, da kann man nur den Hut ziehen.“

Einer der ersten Gratulanten war Teamchef Manfred Stohl höchstpersönlich, der die Leistung von Hermann Neubauer besser als jeder andere zu beurteilen weiß: „Was soll ich sagen? Super und super, viel mehr fällt mir da nicht ein. Das war wirklich beeindruckend. Dass sich der Hermann nicht allzu schwer tun wird, damit habe ich gerechnet, weil er die Fahrweise vom S1600 Fahrzeug gewohnt ist. Aber dass er so schnell ist, das hätte ich nicht gedacht. Und ich glaube auch der Raimund nicht, der war am Anfang ziemlich überrasch. Obwohl er voll gefahren ist, hat der Hermann zwei SP-Bestzeiten geholt. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das mit Sicherheit die beste Leistung seiner bisherigen Karriere war. Mit einem S2000 auf Anhieb so schnell zu sein, das ist herausragend.“

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