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Mitropa-Cup: Rallye Velenje

Eine Hassliebe

Das SL Rallyeteam aus St. Veit erlebte mit drei Autos eine spannende Rallye Velenje in Slowenien, die geprägt war von Höhen und Tiefen.

Foto: KK/Puntschart

Das SL Rallyeteam aus St. Veit war bei der Rallye Velenje, die zum Mitropa Cup zählt, im Einsatz. Peter Schumacher setzte sich einen Top 10-Platz als Ziel, Heinz Leitgeb wollte die Top 15 erreichen und Andreas Summan in seiner überhaupt erst zweiten Rallye weiter Erfahrungen sammeln.

Am Start standen gute Piloten, darunter etwa der Italiener Bernd Zanon, der das Ziel nicht erreichte oder der Deutsche Hermann Gassner...

Dementsprechend mussten Schumacher und Co besessen ins Gaspedal treten. Schumacher bewegte sich von SP 1 bis SP 4 nicht von seiner Platzierung. Er blieb auf Rang 15 "picken". Auf SP 5 machte er erstmals Boden gut, war 14. und kam schlussendlich als Zwölfter ins Ziel.

In der Mitropa Cup Wertung fuhr er auf Platz sieben. „Wir waren mit komplett neuen Reifen unterwegs, die erst eingefahren werden mussten. SP 2 und SP 4 lagen uns überhaupt nicht. Zu diesen Prüfungen haben wir eine Hassliebe entwickelt. Es scheint, als würden uns und unserem Evo IX die engen Kurven nicht liegen“, berichtet Schumachers Co-Pilot Werner Puntschart und stellt noch einen Vergleich an: „Das ist ungefähr so, wie wenn du deine Frau nicht mehr willst, aber dir die Scheidung nicht leisten kannst.“

Heinz Leitgeb schaffte den größten Sprung aller drei SL-Rallyeteam-Piloten. Anfangs noch auf Platz 25, arbeitete er sich mit Tochter Jasmin bis auf den 17. Gesamtplatz vor. In der Mitropa Cup-Wertung landete er auf dem elften Platz. „Es hätte besser laufen können, aber wir hatten zu Beginn der Rallye das Fahrwerk leider falsch eingestellt. Dadurch habe ich wertvolle Zeit verloren. Das ist leider Pech“, bedauert Leitgeb.

Teamküken Andreas Sumann landete nach Platz 33 auf SP 1 schlussendlich auf dem 29. Platz. „Mir ging‘s eigentlich gut. Leider habe ich eine Zeitstrafe wegen eines technischen Problems, ein Radbolzen war abgerissen und musste repariert werden, kassiert und fiel wieder zurück“, so Sumann, der am Vormittag auf den Strecken mit den vielen Kuppen, das eine oder andere „Aha-Erlebnis“ erfuhr.

„Ich habe wieder dazugelernt. Einen Spiegel musste ich leider opfern, ansonsten blieb das Auto ganz. Nun gilt unsere Konzentration der in Kürze stattfindenden Jacques Lemans Rallye“, freut sich Sumann aufs Heimrennen.

Klasseneinteilung
Peter Schumacher/Werner Puntschart (Mitsubishi Evo IX): Klasse 3
Heinz Leitgeb/Jasmin Leitgeb (Renault Clio R3): Klasse 5
Heimo Papst/Andreas Kuess (Renault RS): Klasse 8
Andreas Sumann/Günther Baumgartner (Citroen C2R2): Klasse 6

PS: Das Foto oben stammt nicht von der Rallye Velenje, da an der teameigenen Kamera ein Defekt aufgetreten ist.

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