RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Ypern-Rallye

Rossetti überrascht in Ypern

Luca Rossetti stiehlt den ERC-Stars die Show und markiert im Qualifying der Ypern-Rallye die Bestzeit vor Breen und Abbring.

Die Rallye-Europameisterschaft (ERC) ist an diesem Wochenende in Belgien zu Gast. Zum 50. Mal wird die berühmte Ypern-Rallye in Westflandern ausgetragen. Es handelt sich um den sechsten Saisonlauf und er findet auf schnellen, engen Asphaltstraßen mit vielen Haarnadeln statt. Bevor am Freitagnachmittag die erste Etappe in Angriff genommen wird, fand am Donnerstagabend das Qualifying auf einer 4,79 Kilometer kurzen Strecke in der Näher der Stadt Nieuwkerke statt.

Schließlich stahl Luca Rossetti den Favoriten von Skoda und Peugeot die Show und stellte die Bestzeit auf. Der Ypern-Sieger von 2007 war um eine halbe Sekunde schneller als Craig Breen. Trotzdem war der Peugeot-Pilot nicht restlos zufrieden: "Ich vermasselte den Start und der Motor ist beinahe abgestorben", äergert sich Breen. Sein Teamkollege Kevin Abbring markierte die drittbeste Zeit. Routinier Freddy Loix folgte dahinter als Vierter.

"Es war eine große Attacke", sagt achtfache Ypern-Sieger. "Ich bin es nicht gewohnt, ein Qualifying zu fahren. Es ist aufregend und gibt mir einen Extra-Boost. Mit meiner Zeit bin ich zufrieden." Loix fehlten 1,7 Sekunden auf die Rossetti-Zeit. Robert Consani hatte sich für Regenreifen entschieden, weil es leicht tröpfelte und der Asphalt rutschig war. Diese Entscheidung brachte dem Franzosen dennoch die sechstschnellste Zeit hinter Cedric Cherain.

ERC-Tabellenführer Esapekka Lappi fuhr mit dem Werks-Skoda auf Rang sieben. "Es ist etwas verrückt, weil man die Kurven schneiden muss. Man muss mutig sein", sagt der Finne. Somit muss Lappi als Siebter zur Wahl der Startpositionen schreiten. Für welche Nummer wird er sich am Freitag entscheiden? "Das sehen wir dann morgen", lässt er sich nicht in die Karten blicken. Der Deutsche Sepp Wiegand belegte im kurzen Qualifying Rang zehn
Wiegand saß seit der Irland-Rallye nicht im Auto und musste sich am Donnerstag im kurzen Shakedown wieder einschießen. Deshalb hat er sich vor dem Start der Rallye ein großes Ziel gesetzt: "Es wird eine schwierige Rallye, wir müssen durchkommen und lernen", lautet sein Motto. Insgesamt nahmen zwölf Autos am Qualifying teil. Zwei Fahrer hatten heute schon vor dem eigentlichen Rallye-Start große Probleme.

Pech hatte Bruno Magalhaes. Der Portugiese setzt wie gewohnt auf seinen alten Peugeot 207 S2000. Im Shakedown überhitzte allerdings der Motor. Deshalb musste Magalhaes das Qualifying auslassen. Auch Lokalmatador Pieter Tsojen, der 2001 die Rallye gewinnen konnte, fehlte, denn sein Peugeot 208 T16 fing nach der zweiten Fahrt im Shakedown Feuer. Freitagmittag findet die Wahl der Startpositionen statt. Anschließend stehen am Nachmittag die ersten sieben Wertungsprüfungen auf dem Programm.

Qualifying-Ergebnis:
01. Luca Rossetti (Skoda Fabia S2000) - 2:46.009 Minuten
02. Craig Breen (Peugeot 208 T16) +0,541 Sekunden
03. Kevin Abbring (Peugeot 208 T16) +0,900
04. Freddy Loix (Skoda Fabia S2000) +1,371
05. Cedric Cherain (Ford Fiesta R5) +2,111
06. Robert Consani (Peugeot 207 S2000) +3,098
07. Esapekka Lappi (Skoda Fabia S2000) +3,190
08. Bernd Casier (Ford Fiesta R5) +3,641
09. Vincent Verschuren (Citroen DS3 R5) +4,111
10. Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) +4,337
11. Xavier Pons (Ford Fiesta R5) +5,208
12. Hermen Kobus (Ford Fiesta S2000) +6,611

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Ypern-Rallye

Weitere Artikel:

WRC Safari-Rallye: Bericht

Erster WRC-Sieg für Takamoto Katsuta

34 Jahre musste Japan auf einen WRC-Sieg warten: Bei der legendären Safari-Rallye in Kenia endet die lange Durststrecke - dank Takamoto Katsuta

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht HRM

Europameister mit klarem Sieg

Spannender Freitag mit je zwei Bestzeiten für Gaubinger, Wagner und Königseder. Am Samstag jedoch konnte Wagner klar dominieren. Königseder gibt Titelverteidigung vorzeitig auf. Der Italiener Laurencich gewinnt ORC

Die interessante. spannende Rebenland Rallye hat einige Fragen zum sportlichen Geschehen aufgeworfen - wir haben bei unserem Kolumnisten Achim Mörtl nachgefragt…

WRC Safari-Rallye Kenia: Nach SP6

Ogier bläst zur Jagd auf Solberg

Während Oliver Solberg bei der Safari-Rallye am Freitagmorgen an der Spitze blieb, machte Sebastien Ogier mit einer Aufholjagd wertvolle Zeit gut

Die WRC kehrt 2027 nach Großbritannien zurück - allerdings nicht nach Wales: Eine neue Rallye in Schottland soll nach sieben Jahren Pause das Comeback bringen

Lavanttal Rallye: Erster Nennschluss

Erster Nennschluss verspricht tolles Starterfeld

Sicher dabei sind Simon Wagner (Hyundai i20N) u. Michael Lengauer (Skoda Fabia). Von der Streckenführung her wird es heuer zwei neue Sonderprüfungen geben