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ERC: Zypern-Rallye

„Kajto“ dreht auf

Kajetan Kajetanowicz startet eine Aufholjagd und nimmt Yazeed Al-Rajhi die Führung in Zypern ab, Breen hadert mit der Technik. Polykarpou/Winter auf Rang elf.

Fotos: ERC

Am ersten Tag der Zypern-Rallye entwickelte sich ein enges Duell zwischen Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) und Yazeed Al-Rajhi (Ford Fiesta RRC) um die Führung. Kajetanowicz stellte im Laufe der ersten Etappe fünf Bestzeiten auf und jagte Al-Rajhi in der letzten Prüfung des Tages die Gesamtführung beim neunten EM-Lauf ab. Der Pole geht mit einem Vorsprung von lediglich 3,8 Sekunden in den entscheidenden Tag.

Dagegen spielte der Nordire Craig Breen keine Rolle um die Vergabe der Spitzenplätze, denn es gab technische Probleme an seinem Peugeot 208 T16. Geheimfavorit Nasser Al-Attiyah, der auf Zypern schon drei Siege gefeiert hat, musste wegen technischem Defekt schon vor der ersten Prüfung des Tages aufgeben.

Vor der Nachmittagsschleife änderte sich das Bild in der Gesamtwertung. Die Zeitstrafe von Kajetanowicz wurde auf zehn Sekunden reduziert, womit der Pole als Vierter wieder in Schlagdistanz zur Spitze war. Dafür wurden Breen 1:20 Minuten auf seine Gesamtzeit addiert, weil er SP5 zu spät gestartet hatte. Dadurch fiel der Nordire auf Platz acht zurück. Kajetanowicz nutzte seine Chance optimal und startete mit der Bestzeit in SP6 in den Nachmittag. Auch auf der mit 21,57 Kilometern längsten Prüfung der Rallye (SP7) fuhr Kajetanowicz die schnellste Zeit.

Dadurch übernahm der Pole nach SP7 Platz zwei der Gesamtwertung und lag nur noch 3,7 Sekunden hinter Al-Rajhi. "Es war für mich eine schwierige Prüfung, denn es lagen viele Steine herum und es gab kaum Grip", berichtet Al-Rajhi nach SP7. "Ich habe das Auto etwas höher gesetzt, was keine gute Idee war." Auch Abdulaziz Al-Kuwari (Ford Fiesta) verlor Zeit und fiel auf den dritten Rang zurück. Anschließend änderte sich das Bild in SP8 wieder. Al-Rajhi schlug zurück und war um 0,6 Sekunden schneller als Kajetanowicz.

Das Duell um die Führung war eröffnet. "In dieser Prüfung gab es weniger Asphalt-Abschnitte", sagt Al-Rajhi. "Meine Michelin-Reifen arbeiten bei diesen Bedingungen gut. Auf Asphalt hat Kajetanowicz mit Pirelli einen Vorteil." Das Duell wurde auf der neunten und letzten Sonderprüfung des Tages fortgesetzt. Kajetanowicz markierte auf den 11,42 Kilometern von "Klavdia 2" die Bestzeit und nahm Al-Rajhi 8,1 Sekunden ab.

Dadurch übernahm der Pole auch die Gesamtführung. "Ich werde morgen mein Bestes geben. Der heutige Tag war sehr gut, ich bin zufrieden mit meinen Zeiten", kommentiert Kajetanowicz seine Zeit. "Das Auto funktioniert fantastisch. Wir sind für den Kampf morgen bereit." Vor der abschließenden Etappe beträgt sein Vorsprung auf Al-Rajhi 3,8 Sekunden. Der Fahrer aus Saudi Arabien rechnet sich am Sonntag, wo es mehr Schotteranteil gibt, einiges aus. "Morgen wartet viel Schotter, wir werden alles geben."

Breen hadert mit der Technik

Mit 28,4 Sekunden Rückstand hielt Al-Kuwari Platz drei. "Auf Asphalt hatten wir heute keinen Vorteil", so der Katari. "Ich hoffe, dass es morgen besser läuft." Khalid Al-Qassimi (Citroen DS3 RRC) beendete den Tag als Vierter. Sein Rückstand belief sich auf 58,6 Sekunden. "Ich kann nicht sagen, dass ich glücklich bin, aber ich bin zufrieden, denn wir haben bei der Abstimmung des Autos alles probiert", sagt Al-Qassimi. Da sich Al-Rajhi für die ERC
eingeschrieben hat, führt Al-Kuwari die MERC-Wertung vor Al-Qassimi an.

Die Schwierigkeiten setzten sich bei Breen auch am Nachmittag fort, denn der Peugeot 208 T16 lief einmal mehr nicht klaglos. Da der Motor zu überhitzen drohte, musste der Nordire die meiste Zeit im Road-Modus fahren. Außerdem fiel auch die Servolenkung aus. Im Ziel von SP9 bildete sich unter dem Peugeot außerdem eine Ölpfütze. Da sich Breens Rückstand inklusive der Zeitstrafe schon auf 2:42,1 Minuten beläuft, sind die Siegchancen und seine Chancen auf den EM-Titel gesunken.

Panikos Polykarpou und Gerald Winter (Mitsubishi Evo IX) konnten zwei Plätze gutmachen und gehen als Elfte in den morgigen, finalen Tag der Zypern-Rallye.

Breen war hinter Bruno Magalhaes (Peugeot 208 T16) auf Platz sechs zu finden. Die Top 10 rundeten die Lokalstarter Christos Demosthenous, Stavors Antoniou, Patros Panteli sowie Witali Puschkar in ihren Mitsubishi ab. Demnach führt Demosthenous den Produktionswagencup an. Am Sonntag stehen weitere sechs Prüfungen auf dem Programm.

Gesamtwertung nach 9 von 15 Prüfungen (Top 10):
01. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) - 1:43:09.6 Stunden
02. Yazeed Al-Rajhi (Ford Fiesta RRC) +3,8 Sekunden
03. Abdulaziz Al-Kuwari (Ford Fiesta) +28,4
04. Khalid Al-Qassimi (Citroen DS3 RRC) +58,6
05. Bruno Magalhaes (Peugeot 208 T16) +1:35,6 Minuten
06. Craig Breen (Peugeot 208 T16) +2:42,1
07. Christos Demosthenous (Mitsubishi Lancer Evo IX) +3:26,3
08. Stavros Antoniou (Mitsubishi Lancer Evo X) +4:56,4
09. Patros Panteli (Mitsubishi Lancer Evo X) +4:59,1
10. Witali Puschkar (Mitsubishi Lancer Evo X) +6:09,3

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