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ERC: Zypern-Rallye

Vom Schotter auf Asphalt

Der Tross der Rallye-Europameisterschaft schlägt seine Zelte für den neunten Lauf der ERC in Zypern auf. Die Werks-Skoda sind diesmal nicht am Start.

Michael Hintermayer
Fotos: ERC

Die Zypern-Rallye ist eine der wenigen noch existenten Rallyes, die sowohl auf Schotter, als auch auf Asphalt gefahren wird. Ihre Geschichte reicht zurück bis in die „goldene Zeit“ des Sports im Jahre 1970. Ab dem Jahr 1978 war sie ein fixer Bestandteil der Rallye-Europameisterschaft. 2000 wurde die Zypern-Rallye als Ersatz für die China-Rallye kurzerhand in den Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft aufgenommen. Anschließend war sie bis 2006 jährlich ein offizieller Wertungslauf der Rallye-WM.

Nach zwei Jahren als Teil des Middle East Rally Championship kehrte die Rallye 2009 für ein Jahr in den Kalender der Rallye-WM zurück. Seit 2010 gehört die Rallye Zypern zur Intercontinental Rally Challenge, beziehungsweise der ERC. Das Fahrerlager und der Service-Park, die sich zuvor in Limassol befanden, liegt nun in der Stadt Nicosia.

Die Rallye wird im Troodos-Gebirge im Landesinneren ausgetragen. Wegen des rauen, steinigen Untergrunds auf den Sonderprüfungen sind besonders die Reifen und Aufhängungen der Fahrzeuge gefordert. Eine zusätzliche Schwierigkeit bereitet die in der Regel die große Hitze. Die Geschwindigkeiten bei der Zypern-Rallye sind relativ niedrig, die schlechten Straßen verzeihen allerdings nicht den kleinsten Fehler.

Stark besetztes Starterfeld

Die Nennliste der diesjährigen Zypern-Rallye ist stark besetzt, zumindest was die Prioritätsfahrer bestrifft: Mit Nasser Al-Attiyah (Ford Fiesta RRC), Craig Breen (Peugeot 208T16), Khalid Al-Qassimi (Citroën DS3 RRC), Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5), Yazeed Al-Rajhi (Ford Fiesta RRC), Robert Consani (Peugeot 207 S2000), Jaroslav Orsak (SKODA Fabia S2000), Antonin Tlustak (SKODA Fabia S2000), Bruno Magalhaes (Peugeot 208T16), Vitaliy Pushkar (Mitsubishi Lancer Evolution X), Martin Hudec (Mitsubishi Lancer Evolution IX) sind alle großen Namen der ERC in Zypern versammelt, bis auf die Werks-Skoda von Esapekka Lappi und Sepp Wiegand. Somit fehlen die beiden Tabellenführer, was die Sache zusätzlich spannend macht. Eine Prognose, wer am Samstagnachmittag als Erster das Ziel der Zypern-Rallye erreicht ist schwer möglich.

Auch ein Österreicher findet sich in der Nennliste der Zypern-Rallye. Gerald Winter wird an der Seite von Panicos Polykarpou mit einem Mitsubishi Evo IX die Ralle bestreiten. Insgesamt warten 15 Sonderprüfungen über 232 Kilometer auf die Teilnehmer, 65 Prozent davon werden auf Schotter absolviert.

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