RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

„Ich möchte nicht Siebter oder Achter werden“

Hayden Paddon hat in den ersten beiden Rallyes mit dem Hyundai i20 WRC viel gelernt. Er sieht Steigerungspotenzial und will sich für die kommende Saison empfehlen.

Seit der Sardinien-Rallye sitzt Hayden Paddon in einem dritten Hyundai i20 WRC. Der Neuseeländer gilt spätestens seit seinem dominanten Titelgewinn der Produktionswagen-WM 2011 als Toptalent. Allerdings war die Finanzierung einer kompletten Saison in einem Word-Rally-Car lange die große Hürde. Bei Hyundai erhielt der 27-Jährige schließlich die Chance, sich bei sieben Rallyes zu beweisen. Nach Sardinien sammelte er zuletzt in Polen als Achter die ersten Punkte. Die nächsten geplanten Rallyes sind Finnland und Australien.

Paddon verbrachte zuletzt einige Tage in seiner Heimat, bevor die Vorbereitungen auf die schnelle Schotterrallye in Finnland beginnen. 2014 ist für den Neuseeländer in erster Linie ein Lernjahr. "Bisher wurden mir die Augen geöffnet. Wir sind von einem Familienteam mit einer Mannschaft von acht Leuten ins Hyundai-Werksteam gekommen. Hier betreuen 156 Leute drei Autos", zieht Paddon beim Timaru Herald einen Vergleich.

"Alles ist so viel größer und viel schneller. Mit diesen Autos fährt man deutlich schneller. Der Hyundai ist sehr gut zu fahren. Bei 95 Prozent scheint er einfach zu fahren zu sein, aber man muss sehr mutig sein, um 100 Prozent herauszuholen." Deshalb ortet Paddon in den technischen Passagen Nachholbedarf. Vor allem in den kurvigen und engen Abschnitten kann er fahrerisch noch zulegen. "Es wird alles aufgezeichnet, wodurch viele Analysen der Daten gemacht werden."

"Ich habe herausgefunden, dass ich das Auto in engeren Passagen überfahre. Ich muss besser durch die Kurven fahren, damit sich mein Tempo am Kurvenausgang erhöht." Das kostet Zeit, die sich über eine lange Prüfung summiert. In Polen hatte Paddon viereinhalb Minuten Rückstand auf Sieger Sebastien Ogier (Volkswagen). Etwas mehr als zwei Minuten fehlten auf seinen Teamkollegen Thierry Neuville, der bei Hyundai die Messlatte darstellt.

Volkswagen ist Hyundai aber noch einen großen Schritt voraus. Nur in einzelnen Prüfungen konnten Neuville, Juho Hänninen und Dani Sordo mit schnellen Zeiten glänzen. Über eine gesamte Rallye ist der Rückstand noch beträchtlich. Hyundai entwickelt derzeit einen Nachfolger für den i20, in den die gesammelten Erkenntnisse einfließen. Das Auto wird erst im Frühling 2015 einsatzbereit sein.

Auch Paddon ist in die Entwicklungsarbeit eingebunden: "Im Moment ist der i20 nicht so schnell wie der Volkswagen Polo. Wir werden aber mit Fortdauer der Saison immer besser. Wenn die Prüfungen unserem Auto liegen, dann sind wir fast so schnell wie unsere Gegner", sieht der 27-Jährige das Potenzial. Ob Paddon auch im kommenden Jahr für Hyundai fahren wird, ist noch nicht entschieden.

Der aktuelle Vertrag enthält die sieben Rallyes in dieser Saison. Mit Ausnahme von Neuville hat sich Hyundai noch nicht zur Fahrersituation für 2015 geäußert. Paddon will natürlich bleiben und im Ideallfall die komplette Saison bestreiten. "Das ist mein großes Ziel. Ich weiß, dass Hyundai mit meinen Fortschritten soweit zufrieden ist. Ich weiß auch, dass es einige Möglichkeiten gibt, mich zu steigern. Ich möchte nicht Siebter oder Achter werden. Ich will mich verbessern, damit ich gewinnen kann."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…